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geschrieben 2017 von Andreas Mettler (Metti).
Veröffentlicht: 20.07.2017. Rubrik: Hörspiele und Verfilmungen


Der Terrorberater

Der Terrorberater

Diese Geschichte habe ich als Hörspiel entworfen.

Ich empfehle die Lektüre der PDF-Version. Hier sind die Worte der beiden Stimmen farblich markiert.


„Guten Tag der Herr“
„Guten Tach, ich suche Arbeit“
„Nehmen Sie doch erstmal Platz“
„Wo ich selber Chef sein kann.“
„Hm“
„Von zu Hause aus arbeiten.“
„Neinnein“
„Aber nur Teilzeit.“
„Nein, das geht nicht“
„Und ohne Computer.“
„Nein, nein, nein“
„Mit schöner Sekretärin“
„Nein, da kann ich Ihnen überhaupt nicht weiterhelfen.“
„Aber wieso denn nicht?“

„Nein, Ich mache hier die Terrorabwehr“
„Uh, Terror?“
„Ja, Terrorismus.“
„Das ist aber gar nicht schön.“
„Nein, das ist nicht schön.“
„Kein schöner Beruf?“
„Sehr gefährlich.“
„Uuuh. Kann man das denn lernen?“
„Nein, das können Sie nicht lernen.“
„Aber wieso denn nicht.“
„Da müssten Sie schon ein fanatischer Islamist sein.“
„Ach so. Was bekomm ich denn da?“
„Ja, erstmal 72 Jungfrauen.“
„Jungfrauen? Schöööön.“
„Sind Sie denn Moslem?“
„Nö, aber kann man ja machen.“
„Ja, da müssten Sie schon zum Islam konvertieren.“
„Kein Problem. Wo kann man sich denn taufen lassen?“
„Nein, Islamisten lassen sich nicht taufen.“
„Ach ne, dann ist das nichts für mich.“
„Das... dachte ich mir schon.“
„Ne, dann eine andere Arbeit.“
„Ja, wie wäre es mit rechtem Terror?“
„Schön. Kann ich das machen?“
„Ja, sind Sie denn ein Neonazi?“
„Nö, aber wir haben Neonröhren im Keller.“
„Nein, das wird nicht genügen.“
„Achso. Schade.“
„Ja, dann bleibt nur noch der linke Terror.“
„Aaah, was muss man da machen?“
„Ja, vor allem Autos anzünden.“
„Oh, das ist aber gefährlich.“
„Ja, gefährlich. Aber gut für die Automobilindustrie.“
„Nee, das ist mir zu gefährlich.“
„Achso. Was noch ginge, ist der gemeine Amoklauf“
„Amoklauf? Wie ist das so?“
„Aah, das wie ein Terroranschlag. Aber nicht rechts und nicht links. Sondern einfach nur zum Spaß.“
„Aaaaah, Spaß. Ja, dann mach ich das.“

„Ah, ja. Also dann ein Amoklauf.“
„Ja sicher!“
„Dann bräuchte ich noch das Datum.“
„Gleich morgen!
„Ah, morgen also.
„Ja sicher!“
„Also morgen. Und der Ort?“
„Achso. Vielleicht München? München ist schön.“
„Nein, da war schon ein Amoklauf.“
„Aaaah, dann Berlin.“
„Da hatten wir schon einen Terroranschlag.“
„Hamburg?“
„Da war der G20-Gipfel.“
„Och, das ist aber schwierig.“
„Ja, aber die Anschläge müssen ja gerecht verteilt werden.“
„Achso. Wo war denn noch keiner?“
„Hmm, muss ich mal nachsehen. Ah hier. Sauerland.“
„Sauerland? Schützenfeste. Das ist schön.“
„Also, dann morgen ein Amoklauf auf dem Schützenfest im Sauerland.“
„Ja, sicher. Mach ich.“
„Gut, dann ist ja soweit alles fertig. Wir sehen uns dann morgen.“
„Ja, tschüüüß. Bis morgen.“

„Amoklauf im Sauerland... Naja, der soll sich lieber mal eine richtige Arbeit suchen. Nur eine Tür weiter und er wär bei der Arbeitsagentur gewesen. Naja.“

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Titelbild: matamoros / pixabay.com (public domain)

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Svenson am 27.09.2017:

Ist das so ein deutsches Ding, dass alles in Schubladen verwaltet wird? Ich denke ja, aber es hat beim NSU und Herrn Anis Amri nicht geholfen, wird nicht helfen und ist eher kontraproduktiv. Ein wenig gefriert mir das Lachen, besonders beim Agent Provocateur. Scharfe Kost.




geschrieben von Noxlupus am 12.04.2019:

Ich lach mich kaputt. Hör-Film gleich mal auf Facebook geteilt … LG Noxlupus




geschrieben von Metti am 14.04.2019:

Vielen Dank :-)

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