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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2017 von Noemi (Mira).
Veröffentlicht: 05.06.2017. Rubrik: Nachdenkliches


Rot

Es ist kalt...
Vereinzelte Schneeflocken fallen sanft vom Himmel und landen zart auf mir, nur um sofort zu kleinen schimmernden Wassertropfen zu werden.
Ich liege mit dem Rücken auf dem harten, kalten Boden aus dem sich spitze Steine in meinen Rücken bohren.
Aber es tut nicht weh...
Ich stecke vorsichtig meine Hand gen Himmel,
es sind fünf..., fünf Finger an einer Hand die zu meinem Arm der zu meinem Körper gehört.
Wenn dieser Körper aufhört sich zu bewegen werden auch der Arm mit der Hand mit den Fingern aufhören sich zu bewegen.
Da!
Ich sehe in meinem Augenwinkel das rot.
Der Grund weshalb mir so kalt ist, ist nicht der Schnee oder der kalte, harte Boden sondern das rot.
Es verbreitet sich fließt weiter und weiter und mit jedem Stückchen roter Erde wird mir kälter.
So kalt...
Ich zittere schwach und meine Lieder werden schwer.
Es ist zu anstrengend sie offenzuhalten.
Zu anstrengend zu denken.
Zu anstrengend zu versuchen das rot davon abzuhalten weiter zu fließen.
...a...eib....cht...........
Ich glaube..ich höre etwas, aber...
es ist..zu anstrengend...zu hören....oder....zu denken.....

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Christine Todsen am 09.09.2017:
Eine düstere Geschichte, die Fragen aufwirft, ohne sie zu beantworten. Wie kam die Person in ihre Lage? Am ehesten vermute ich, dass es sich um ein Unfallopfer handelt, das angefahren und am steinigen Straßenrand schwerstverletzt liegengelassen wurde. Es könnte aber auch anders gewesen sein. Und diese Wortfetzen? Auch nach tagelangem Überlegen habe ich sie nicht entschlüsseln können. Sollten tatsächlich Stimmen herbeikommender Menschen gemeint sein, so liegt eine kleine Unlogik darin, dass die Lautfolge „cht“ nicht wahrgenommen werden könnte, da sie keinen Vokal enthält. Oder ist gerade dies ein Hinweis darauf, dass es eben keine Stimmen sind, sondern Gedankenfetzen einer sterbenden Person? "Lieder" müsste "Lider" geschrieben werden, denn gemeint sind Augenlider, keine Gesänge. Das aber nur nebenbei. Mein Geschmack ist diese Geschichte ehrlich gesagt nicht, aber sie fasziniert mich und geht mir nicht aus dem Kopf.

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