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geschrieben 1995 von Pierrot.
Veröffentlicht: 26.03.2020. Rubrik: Satirisches


Das erste Mal!

Eines Morgens erwachte ich mit einem seltsamen Gefühl, in meinem Kopf durchzog ein nie gekannter Schmerz. Ich ging ins Bad und betrachtete mich vom Kopf bis Fuß im Spiegel und bemerkte eine leichte Schwellung. Daran drückend und massierend empfand ich es wohltuend, jedoch hörte ich damit auf, stieg in mir das Verlangen nach mehr. Entsetzen durchlief meine Gedanken, was sollte ich tun, vor allem, wer könnte mir dabei helfen. Ich konnte und wollte es nicht selbst erledigen. Beim Durchblättern der Gelben Seiten fand ich sie, sie war in meinem Bezirk und somit in meiner Nähe, um mich zu erleichtern.

Zitternd griff ich zum Telefon und wählte ihre Nummer. Eine freundliche weibliche Stimme meldete sich auf der anderen Seite und sehr freundlich fragte sie mich: "Bitte, was kann ich für sie tun?" Vorsichtig antwortete ich: "Ich empfinde einen leichten Schmerz und dabei hätte ich eine Schwellung, brauche ich einen Termin!" Sehr höflich sagte die nette Stimme: "Kommen sie vorbei, ich habe gerade etwas Zeit für sie." Freudig machte ich mich auf den Weg zu ihr und bemerkte dabei, je stärker ich massierte ,umso größer wurde die Schwellung. Nervös drückte ich die Klingel bei ihr, ich wusste nicht was mich erwartete. Sie öffnete in einem weisem Kleid mit Knopfreihen vorne, dieses Kleid betonte ihre Figur, sie war etwas älter als ich. Während ich sie so betrachtete, sagte sie zu mir: "Oh, das sieht nicht gut aus, kommen sie weiter, ich muss es mir genauer ansehen."

Sie lenkte mich in ihr Arbeitszimmer und sie fragte: "Waren sie schon einmal hier?" Nein sagte ich, es ist das erste Mal. Ihre Antwort kam sehr ruhig und freundlich: "Ah, ich werde ganz vorsichtig sein!" Beruhigt setzte ich mich an den bereits hergerichteten Platz und sie kam näher.

Nachdem sie einige Dinge zurechtgelegt hatte, berührte sie mich. "Entspannen sie sich und lehnen sie sich zurück!" sagte sie. Ich spürte den leichten Druck ihrer Hand und schloss meine Augen. Es wird ein wenig weh tun, erklärte sie mir und ihre geübten Hände taten die Arbeit. Sie drückte sich an mich, beugte sich zu mir hinunter und die Blicke von ihr waren sehr sanft. Ich spürte sie, plötzlich empfand ich einen süßen Schmerz, der sich aus meinem Körper zog, es begann ein wenig zu bluten.

Sie tupfte mich ab, räumte die Arbeitsutensilien weg und sagte: "Ich bin jetzt fertig!" Diese Erleichterung überwältigte mich, es war das erste Mal dass ich mir einen Zahn ziehen ließ!

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