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2xhab ich gern gelesen
geschrieben von Pierrot.
Veröffentlicht: 21.06.2020. Rubrik: Satirisches


Gedanken der Einsamkeit!

Er lehnt in einer finsteren Hausnische an der Wand und beobachtet mit glasigen Augen ein Liebespaar beim Küssen, Tränen laufen ihm über die Wangen, ja auch er hatte diese Testphasen mit aufregenden Partnerinnen, mit denen er viel Spaß und Dramen hatte hinter sich. All diese Partnerinnen, die zu oft zu schwarzen Liebeskatastrophen wurden, lehrten ihn an eine erfüllte Beziehung zu glauben. Er denkt noch an den Sex mit so manchen Affären, die durchzechten Nächte mit den Freunden, an die Abende in denen er die wildesten Orgien, die Drogen und Alkoholexzesse hatte, an jene Frauen auf die er gehofft, gebaut aber aus denen nie eine Gemeinsamkeit wurde, oft schon lag er am Boden und war am Ende, eine helfende Hand hat er aber nie vermisst, da er wusste alleine zu sein und er schaffte es immer wieder aufzustehen und aufrecht weiterzugehen. Die Tränen, die er manchmal in der Einsamkeit vergossen hatte, hat nie jemanden gesehen, er hatte gelernt Leid zu ertragen und Schmerzen zu verbergen nur um seinem Umfeld zu zeigen, dass es ihm gut geht, ja es war sein Weg, den er als Single ging und es bedeutete auch frei zu sein und diese Zeit wollte er aus vollem Herzen genießen. Klar, Menschen sind nicht erst vollständig, wenn sie einen Partner haben, auch als Einzelmensch konnte er ein wunderschönes und erfülltes Leben führen. Doch eine Beziehung hätte wunderbare Vorteile und kaum jemand, der in einer glücklichen Beziehung lebt, würde diese aufgeben wollen, um wieder Single zu werden. Wenn aber die Traumfrau nun mal nicht in Sicht ist, spricht doch nichts dagegen, die freie Zeit zu einer richtig guten Zeit zu machen. Die fremden zarten Hände auf seinem Körper die langsam alles entdecken dazu neue Gedanken in seinem Kopf, so-etwas war für ihn selbstverständlich, genauso wie die Begeisterungsfähigkeit und die Erzeugung einer besonderen Atmosphäre mit verschiedener weiblicher Gesellschaft, diese Gefühle kannte er nur zu gut, doch heute weiß er, er hat die jungen Jahre überschritten und ist bereits müde vom einsam sein. Der Wunsch nach einer ernsthaften Beziehung verstärkt sich immer mehr, wenn er wie jetzt, Liebespaare begegnet. Er wendet sich ab, wischt sich die Tränen vom Gesicht und taucht in die Dunkelheit der Nacht ein und schlendert in der spärlich beleuchteten Gasse entlang, er hört die Musik und das Lachen aus den Lokalen. Er verharrt ein wenig und blickt in eines der Lokale und sieht die glücklichen Gesichter der Menschen. Wie viele von denen werden einmal wie er, diesen einsamen Weg gehen, denkt er sich, ja er kennt bereits das Gefühl der Einsamkeit. Diese Momente, in denen das Schweigen um ihm herum so laut ist, dass er es nicht mehr ertragen kann. Die Momente, in denen er sich nach einer liebevollen Berührung sehnt, und doch keine Chance darauf hat, denn da ist niemand, die ihn liebt. Obwohl er diese Ausstrahlung hat, die selbstsicher, zufrieden und so offen ist, dass sich ihm tausende Möglichkeiten öffnen würde, auch eine liebende weibliche Person anziehen zu können.
Wusste er dennoch, dass es Magie sein würde, wenn er bei der Vielzahl von Frauen nur eine findet, die ihm so passt wie seine Schuhe, er hielt es für eine sehr bösartige Idee der Natur, aber sie war nun mal wahr. Klar, irgendwo ist da die Familie, mit der würde er sich zum Kaffee treffen. Seine Freunde umarmen ihn auch manchmal und er verbringt lustige Momente mit ihnen. Doch nichts davon ist vergleichbar wenn er als Single im Regal der wartenden und hoffenden steht. Wenn er betrachtet, ausgewählt oder stehen gelassen, versucht, verworfen, wieder herausgekramt und zurückgestellt wird, oder eine behält ihn, oder auch mal er, den Erwerb verweigert .... Und doch denkt er, während er alleine die Straße entlang geht und die Menschen beobachtet, die ihm entgegenkommen, dass das Leben zum Single sein für ihn nie absolut unmöglich war, aber es war für ihn nie eine gute Option.

2xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von RudiRatlos am 21.06.2020:
beim Lesen hatte ich das Gefühl, in einen Spiegel zu schauen. Glücklicherweise fiel dieser vor langem herab und zerbrach ...

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