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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2018 von Christine Todsen.
Veröffentlicht: 06.03.2018. Rubrik: Unsortiert


In den Achtzigern

In den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gab es noch kein Internet, Briefe kamen mit der guten alten Schneckenpost ins Haus, und Eltern waren – zumindest in manchen Dingen – strenger als heute.

Die 14-jährige Birgit war sehr sprachbegabt. In der Schule hatte sie Englisch- und Französischunterricht, und freiwillig lernte sie außerdem Italienisch. Ihre Eltern waren stolz auf sie. Als sie jedoch den Wunsch äußerte, Brieffreundschaften mit Jugendlichen des jeweiligen Sprachraums zu pflegen, waren die Eltern erst einmal skeptisch. Schließlich erlaubten sie es – „aber nur mit Mädchen!“

Einige Zeit später merkte Birgits beste Freundin Nicole, dass etwas nicht in Ordnung war. Birgit wirkte bedrückt. Erst auf mehrfaches Fragen von Nicole antwortete sie schließlich: „Mir steht ein Riesenärger mit meiner Mutter bevor. Sie liest doch immer diese Klatsch-und-Tratsch-Zeitschriften…“

„Ja und?“

„Ja, und da erfährt sie bestimmt bald, dass Prinzessin Caroline von Monaco ihr erstes Kind bekommen hat…“

„Ja und??? Was hat das denn mit DIR zu tun???“

„Leider eine ganze Menge. Dummerweise haben Caroline und ihr italienischer Mann ihren Sohn nämlich Andrea genannt. So heißt auch eine Briefbekanntschaft von mir, und Mama weiß noch nicht, dass das in Italien ein Jungenname ist…“

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