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4xhab ich gern gelesen
geschrieben von ORF.
Veröffentlicht: 18.06.2026. Rubrik: Satirisches


Ausgeliefert!

Es gibt Ärzte wo man ganz und gar nicht gerne aufschlägt. Mediziner allgemein sind für jemand im letzten Lebensabschnitt etwas generell Traumatisierendes was zwar zumeist nicht mehr übermäßig lange vorhält aber trotz alledem hat man doch so etwas wie ein gewisses Vertrauen zu den Weißkitteln, nicht wahr. Bleibt einen ja eh nichts weiter über.
Aber, es gibt eine Gruppe dieser Heilkundigen wo ich zumindest, nur mit äußerstem Widerwillen hingehe. Zum Zahnarzt. Bei mir ist es eine Dentistin, die ich außerhalb ihres Berufsraumes, nicht zuletzt wohlgefällig betrachten würde, auch ihre angestellten (?) Mitarbeiterinnen sind ein erfreulicher Anblick. Nur eine davon hat einen ziemlich militanten Ton an sich. Wenn ich, noch freudig lächelnd, den Behandlungsraum betrete, bellt sie meist „Setzten, Mund auf“ oder vergleichbares. Da werden mir die Beine weich und ergeben lasse ich mich auf den Behandlungsstuhl plumpsen. Schon wieder ein scharfer Zwischenruf: „Mund mit Desinfektion ausspülen aber nicht schlucken! Wasser lauwarm kommt danach!“ Wie ich im Nachgang erfuhr, bin ich offensichtlich der Einzige der auf sie hört. Bei ihr zuhause ist das wohl eher selten der Fall.
Dann nähert sich von hinten die Zahnmedizinfrau, der ich noch nicht einmal ein fieses, furchterregendes Grinsen unterstellen kann, denn sie trägt Mundschutz. Klar schiele ich verstohlen, ob sie nicht hinter ihrem Rücken einen Bohrhammer oder ein Brecheisen trägt. Und wenn es so wäre, ich würde es (was auch immer) nicht sehen, denn meine Brille, mit viel Dioptrien, da ich stark kurzsichtig bin, musste ich schon zu Behandlungsbeginn ablegen.
„Mund gaaaanz weit auf, noch weiter, Zunge einfach nach hinten glitschen lassen, am besten verschlucken!“ und so nimmt die ganze Sitzung ihren Lauf. Ich konnte mit der Stomatologin noch nicht einmal flirten, denn ich saß die ganze Zeit mit sperrangelweit geöffnetem Maul da und war dann immer froh das ich, im Nachgang versteht sich, schnellstmöglich die Praxisräume verlassen konnte. Manche würden es vielleicht als fluchtartig bezeichnen, aber ich kann auch den oder die größte WiderpartIn, beruhigen, ich habe noch einige Termine dort. weil meine Baustelle, Zahngesundheit betreffend, doch eine relativ große ist.
(O.R.F.)

counter4xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Rika am 18.06.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo, das kenne ich sehr gut. Erst am Dienstag war ich bei einer Zahnärztin, meine Betreuerin hat mich zum Glück begleitet. Die Zahnärztin war ganz nett und sagte, grundsätzlich schauen meine Zähne gut aus, aber ein paar Löcher sind leider da. Das Einzige, was weh tat, war die Spritze, welche sie mir gegeben hat. Sie hat mir zwar viele Schritte gesagt, was sie jetzt macht, aber zum Glück hat sie mir nicht gesagt, dass es eine Wurzelkanalbehandlung wird, das hätte meine Nervosität in die Höhe getrieben. Das erfuhr ich dann erst später. Nun, wie dem auch sei, in zwei Wochen habe ich noch einen Termin, und ich denke, diesmal habe ich dann weniger Angst.

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