Veröffentlicht: 07.07.2026. Rubrik: Satirisches
Gruß vom Gedächtnis
Ich geh in die Küche, steh in der Tür
und überlege krampfhaft: Was wollte ich hier?
Durchforste mein Hirn, doch der Grund ist weg,
alles Grübeln und Suchen, es hat keinen Zweck.

Zurück im Wohnzimmer, da fällt es mir ein,
ich hatte doch Lust, auf ein Gläschen Wein.
Jetzt bin ich sauer, nehme meinen Kopf in die Pflicht:
„Warum sagst Du`s nicht gleich. So etwas macht man nicht!“
Im Flur treff ich Nachbarn, ich kenn sie seit Jahren
„Guten Tag Herr ….“ Mist, mit Namen ist´s immer verfahren.
Oh Gott, wie peinlich, ich will`s überspielen.
Der Nachbar merkts „Da geht es ihnen wie vielen.“
Im Bad such ich die Brille, ich weiß, sie war da,
schau in den Spiegel – ja hoppala:
Sie sitzt auf der Nase, ganz ohne Beschwerden.
Na toll, das kann ja noch heiter werden!
Manchmal ist mein Leben ein ständiges Suchen,
nach Gründen, nach Dingen, tu manchmal auch fluchen.
Immer öfter vergess ich, was ich gerade gedacht –
aber nie und nimmer, wenn´s mich zum zum Lachen gebracht.
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