Veröffentlicht: 07.08.2026. Rubrik: Satirisches
Leben in der DDR!
Ich kann hier natürlich nicht über alles berichten, dass würde den Rahmen dann doch etwas sprengen aber aus einem klitzekleinen Teil davon:
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Damals auf der Wohnungssuche, da war man froh ein Dach überm Kopf zu haben. Ein Plumpsklo in erreichbarer Entfernung zählte schon fast unter Luxus. Die (offene) Feuerstelle, dass man sich auch mal die eine oder die andere Konserve aufwärmen konnte, musste natürlich auch sein. Da gab man sich noch mit Aluminium auf dem Umlaufmünzsektor zufrieden. Fiel mal überraschend ein Schein ab wurde umgehend ein Stadtteilfest eingeleitet damit man den Hunni oder den Fünfziger umgehend wieder der Kreislaufwirtschaft der DDR zukommen lassen konnte. Von wegen nach WLAN bzw. Internet fragen kam gar nicht ins Einkaufsnetz. Man hatte es schlicht noch nicht erfunden. Das Netz schon und Farbe hatten wir auch schon ab einem bestimmten Jahr. Regulierbares Wasser aus Wand, welches man womöglich sogar noch mit Wunschtemperatur aus einer sogenannten Mischbatterie schießen lassen konnte war zwar bestimmten Einkommensklassen vorbehalten, aber gegeben hat es das Alles hier schon.
In bestimmten Gegenden wiederum vermutlich nicht, da war der Empfang kapitalistischer Fernsehsender, zumeist von Werbung überflutet und auf klassenfeindlich getrimmt generell nicht möglich. Z.B. im Raum Dresden, dem Tal der Ahnungslosen. Da gab es gigantöse, zumeist selbst gebaute Antennenanlagen, um den Sendern der gleichsprachigen, aber kommerzgeprägten Wessies das eine oder andere verrauschte Fitzelchen zu entlocken. Da dort hat man auch noch das eigene Jungvolk dazu verdonnert, in der Schule ja nichts darüber verlauten zu lassen und auf die hinterhältige Frage „Wie sieht es denn aus, euer Sandmännchen?“ zu antworten man wisse es nicht da die eigenen Timuraufgaben* wie Altstoffsammeln u.ä. einen derart auf Trapp halten würde, dass man zum Fernsehgucken gar keine Zeit habe. Waren arme Socken da im Dresdener Raum. Da wo ich wohnte, hängte man ein Stück Antennenkabel aus dem Fenster und gestochen scharf konnte man sich den Klassenfeind auf ARD oder ZDF ins Haus holen. Dafür gab es natürlich andere Engpässe wie. Z,B. Klopapier auf Rollen. Man hat sich die entsprechenden Tagesgazetten zurecht gemacht und beim Arbeiten für die Landwirtschaft gleich weitergebildet, wenn man denn lesen konnte. Aber es hat für alle eine Schulpflicht gegeben und landesweit wurde nach den gleichen Schulbüchern gelernt. Das machte dazumal eine allgemeingültige Prüfung möglich und vor allem konnte man die Ergebnisse guten Gewissens miteinander vergleichen.
Klar, man musste schon aufpassen, wem man was sagte und auf die Anlieferung eines Autos hat man etwa 12 Jahre gewartet, wenn man nicht an der Trasse beschäftigt war. Über GENEX ging dies alles viel schneller. Aber man musste auch hier angemeldet sein und natürlich eine gültige Fahrerlaubnis besitzen.
Ostalgie pur könnte man meinen aber ich zumindest war doch froh als die Mauer fiel.
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(O.R.F.)
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