Veröffentlicht: 29.09.2026. Rubrik: Satirisches
Reisen
Nach langem Würfeln, ich benutzte übrigens gezinkte Exemplare, um meine Gewinnchancen zu erhöhen, erzielten wir das Resultat, dass Freund Alfy (Hund) mich in diesen tiefsten Winkel des sächsischen Vogtlandes begleiten durfte und er zu meinem „Schutz“ auch die ganze Zeit hier sein darf.
Ringsum dichter Tann. Die Vermieterin wies darauf hin, dass des Nachts schon mal Füchse oder Wildschweine durch das Fenster spähen könnten, also habe ich Alf im Dunkeln nicht herumpesen (frei rumrennen) lassen, obwohl ein hoher Zaum ums Grundstück ist. Die Stelle, wo das Wild eindringt, habe ich noch nicht gefunden. Was solls, es wird wieder langsam hell und es sind ja noch ein paar Tage Zeit.
Hier gibt es noch nicht einmal Straßenbeleuchtung, so dass man sich nur mit funktionierender Taschenlampe durch den dunklen Forst bewegen kann, wenn einen in der Nacht mal so ist. Die Wasserversorgung muss im freundschaftlichen Verhältnis zum Internet stehen, Mal da, mal nicht. Das einzige Konstante sind die hungrigen Blicke anderer Anwohner, wenn man ihrer mal ansichtig wird. Vielleicht Kannibalen oder was in der Art. Zudem tragen sie rohe Felle und haben große Keulen. Wo sind wir da nur hingeraten, der Alf und ich!
(O.R.F.)
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