Veröffentlicht: 01.10.2026. Rubrik: Nachdenkliches
Unplugged
Wenn Trauer wie ein Stromausfall
durch deine warmen Adern zieht,
dann wird die Welt, von Knall auf Fall,
zu einem abrupt verstummten Lied.
Die Farben sind verschwunden
der Alltag flackert, bricht entzwei.
Es bluten nicht sichtbare Wunden,
und Freuden werden einerlei.
Die Welt wird dunkel, sie erstarrt,
kein Licht, das dich am Tag erweckt.
Das Echo ohne Ton verharrt,
und seinen Hall diskret versteckt.
Unplugged, so fühlt sich Trauer an:
ein Schmerz, der jede Stimme knickt.
Ein Klang, der nicht mehr weiter kann,
weil Kummer ihn im Keim erstickt.
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