Veröffentlicht: 06.10.2026. Rubrik: Unsortiert
Diese Geschichte wurde vom Autor als ganz oder überwiegend mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt gekennzeichnet.
Das Klopfen
Klopf. Klopf. Klopf.
Mira erstarrte. Schon wieder. Sie stand mitten in ihrem Zimmer und starrte auf die Tür. Draußen war es stockdunkel. Nur das schwache Licht ihrer Schreibtischlampe fiel auf den Boden.
Klopf. Klopf.
Diesmal lauter. Mira hielt den Atem an. Sie wusste, dass sie allein zu Hause war. Ihre Mutter hatte ihr vor einer Stunde geschrieben, dass sie erst spät zurückkommen würde. Der Wind draußen war stärker geworden und peitschte den Regen gegen die Fensterscheibe. «Es ist nur der Wind“, flüsterte Mira. Doch sie glaubte sich selbst nicht.
Langsam ging sie auf die Tür zu. Knarr. Sie blieb stehen. Das Geräusch war nicht von der Tür gekommen. Es kam aus dem Flur. Mira schluckte. Ihr Herz schlug so schnell, dass sie es bis in ihren Hals spürte. Sie nahm ihr Handy vom Schreibtisch. Kein Empfang. Natürlich.
„Super“ murmelte sie. Dann hörte sie es wieder.
Klopf. Klopf. Klopf.
Diesmal kam es eindeutig von unten. Mira blickte zur Treppe. Dunkelheit.
Sie hätte einfach in ihrem Zimmer bleiben können. Die Tür abschließen. Warten, bis ihre Mutter nach Hause kam. Doch dann hörte sie etwas. Ein leises Scharren. Als würde jemand mit den Fingern über das Holz kratzen. Mira machte einen Schritt auf die Treppe zu. Noch einen. Die dritte Stufe knarrte unter ihrem Fuß. Sie hielt inne. Nichts. Nur der Regen. Nur der Wind. Nur ihr eigener Atem. „Hallo?“ Keine Antwort.
Mira stieg weiter hinunter. Stufe für Stufe. Als sie die letzte Stufe erreichte, bemerkte sie etwas auf dem Boden. Einen Schlüssel. Einen alten, silbernen Schlüssel. Mira ging in die Hocke und hob ihn auf. Er war eiskalt. Auf dem Schlüssel war ein kleines Zeichen eingraviert: ein Kreis mit einem Strich in der Mitte. Mira kannte dieses Zeichen. Sie hatte es schon einmal gesehen. Unten an der Kellertür. Ihr Blick wanderte langsam dorthin. Die Kellertür stand offen. Nur einen Spalt.
Mira spürte, wie ihr Magen sich zusammenzog. „Nein“, flüsterte sie. Sie wollte umdrehen. Doch dann hörte sie wieder das Klopfen.
Klopf. Klopf. Klopf.
Es kam aus dem Keller.
Mira schaltete die Taschenlampe ihres Handys ein. „Wer ist da?“ Stille. Sie ging zur Kellertür. Der Spalt war kaum breiter als ihre Hand. Mira legte die Finger an die Klinke. Kalt. Eiskalt. Sie drückte sie herunter. Die Tür öffnete sich.
Ein muffiger Geruch kam ihr entgegen. Die Treppe nach unten war kaum zu erkennen. Mira leuchtete hinab. Nichts. „Ich sehe dich“, sagte sie leise. Sie wusste selbst nicht, warum sie das sagte. Dann kam eine Antwort. Nicht von unten. Sondern direkt hinter ihr. „Ich sehe dich auch.“ Mira fuhr herum. Niemand.
Ihr Handylicht zitterte. Sie leuchtete über den Flur. Zur Haustür. Zum Wohnzimmer. Zur Küche. Leer.
„Das ist nicht lustig“, sagte sie. Ihre Stimme klang dünn. Dann fiel die Haustür ins Schloss. BAMM! Mira zuckte zusammen. Der Wind konnte sie nicht zugeschlagen haben. Nicht bei geschlossenem Fenster.
Sie rannte zur Haustür. Riss sie auf. Draußen: Regen. Wieder Niemand. Sie wollte gerade hinausstürmen, da hörte sie hinter sich wieder dieses Geräusch.
Klopf. Klopf. Klopf.
Mira schloss langsam die Augen.
Es kam aus dem Keller. Doch diesmal war das Klopfen anders. Es klang näher. Viel näher. Mira drehte sich um. Die Kellertür stand jetzt weit offen. Auf der untersten Stufe lag ein Zettel. Sie wusste, dass sie ihn nicht anfassen sollte. Trotzdem ging sie hin.Auf dem Zettel standen nur vier Wörter. „Du hast mich geweckt.“ Mira ließ den Zettel fallen.
Hinter ihr knarrte eine Diele. Sie wirbelte herum. Nichts. Dann hörte sie ein Flüstern. „Mira.“ Sie erstarrte.
Niemand außer ihrer Mutter wusste, dass sie heute allein war. „Mira.“
Diesmal kam die Stimme aus dem Keller. Mira wich zurück. Dann bemerkte sie etwas. Der alte Schlüssel lag noch immer in ihrer Hand.
Sie sah auf ihn hinunter. Der Schlüssel begann zu zittern. Nicht weil ihre Hand zitterte. Der Schlüssel selbst bewegte sich. Langsam drehte er sich in ihrer Hand und zeigte direkt auf die Kellertür. Mira wollte ihn fallen lassen doch ihre Finger öffneten sich nicht.
Dann ging plötzlich das Licht im ganzen Haus aus. Schwarz. Absolute Dunkelheit. Mira hörte ihren eigenen Atem. Einatmen. Ausatmen. Dann—
Klopf. Klopf. Klopf.
Direkt hinter ihr. Mira drehte sich nicht um. Sie konnte nicht.
Eine kalte Hand legte sich auf ihre Schulter. Und eine Stimme flüsterte: „Jetzt bist du dran.“ Mira riss die Augen auf. Die Taschenlampe ihres Handys ging wieder an. Der Flur war leer. Die Hand war verschwunden. Auch der Schlüssel war weg.
Mira stand reglos da. Dann hörte sie ihre Haustür. Sie wurde geöffnet. „Mira?“, rief ihre Mutter. Mira wollte antworten. Doch kein Ton kam über ihre Lippen. Ihre Mutter betrat den Flur. „Mira? Wo bist du?“ Mira sah zur Kellertür. Sie stand wieder geschlossen da. Ganz ruhig. Ganz harmlos. Nur ein kleines Detail war anders.
Auf dem Holz waren drei frische Kratzer.
Von innen.
Klopf.
Klopf.
Klopf.
2x



