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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Christina Kopany.
Veröffentlicht: 07.10.2026. Rubrik: Persönliches


Von der Leichtigkeit des Seins

"Mama, brauchen wir das alles im großen Kellerraum noch, oder kann ich mir dort einen Chillraum bauen?"
So fing damals meine Ausmistaktion an. Eine Ausmistaktion, die nicht nur den Keller, sondern auch mein Leben verändern sollte.

Seit fast 20 Jahren wohnten wir damals schon hier und einige Umzugskisten standen noch immer unausgepackt herum, oder aber Dinge, die man vielleicht noch benötigen könnte, landeten dort.
Zu schade zum Entsorgen und zum Verkauf nicht geeignet, oder aber doch zu überfordert um mich mit diesen Dingen im Obergeschoss zu befassen.

Die Idee vom Chillraum gefiel mir so gut, dass ich mich mit meinem Sohn an die Planung machte.
Irgendwann war der Kellerraum dann leer, die meisten Dinge verschenkt, entsorgt oder umsortiert.
Unglaublich, wie groß dieser Raum nun war und wie leicht ich mich nach dieser Aktion fühlte. Ich war nicht fix und fertig, sondern erleichtert und befreit.

Beim Keller sollte diese Aktion nicht bleiben und so zog sich das Ausmisten über Jahre hinweg durch das ganze Haus. Vom Gartenhaus, welches mit Gerätschaften, alten Fahrrädern und sonstigen Dingen, die kaum benötigt wurden, vollgestopft war, über die Küche, dem Wohnzimmer und zuletzt meiner größten Baustelle: Dem Kleiderschrank.
Denn nicht nur der Kleiderschrank war zum Bersten voll, sondern auch der Bettkasten, ein riesiger Schrank stand noch im Zimmer meines Sohnes, ganz zu schweigen von den Kisten im 2. Kellerraum, gefüllt mit Winterklamotten. Ich weiß nicht wie viele Teile da zusammen kamen, aber es waren viele, sehr viele, definitiv viel zu viele.
Wer sollte das alles tragen?
Ich fühlte mich in Anbetracht der Masse sehr überfordert und konnte auch meine liebgewonnenen Teile nicht so einfach der Altkleidersammlung überlassen. Schon allein der Gedanke daran, all das zu fotografieren und online zu verkaufen blockierte mich, denn ich hatte ja auch noch so viel anderes "zu tun"!
Zu meiner großen Erleichterung schlug mein Sohn vor, dass er den Onlineverkauf übernehmen würde und ich nur die Fotos machen sollte. Um alles andere, auch um den Versand, kümmerte er sich.

Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich fühle mich heute so unendlich leicht und befreit, wenn ich vor meinem leeren Kleiderschrank stehe und mir den leeren Bettkasten ansehe. Der Kleiderschrank aus dem Zimmer meines Sohnes kam auf den Sperrmüll.
Ich schätze 90% meiner Klamotten sind weg, ich glaube sogar, eher mehr.
Klar, es stehen jetzt die ganzen Klamotten zum Verkaufen verpackt im Keller, aber von diesen habe ich mich bereits verabschiedet, mental losgelassen.
Die Fotos sind alle gemacht, den Rest erledigt mein Sohn und den Erlös vom Verkauf bekommt selbstverständlich er.

Fazit:
Es reist sich soviel besser mit leichtem Gepäck...

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Catarina am 07.10.2026:

Liebe Christina
das ist der Vorteil von Stadtwohnungen, gegenüber einem Haus: das Platzangebot lässt niemals zu, dass sich so viele "überflüssige" Dinge ansammeln.
Die Aktion von Deinem Sohn ist toll und eine Win-Win Situation für alle. Ein Stand auf einem Flohmarkt oder Sachspenden bei der Diakonie sind auch gute Gelegenheiten zum "Ausmisten".
Viele Grüße
Catarina

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