Veröffentlicht: 13.10.2026. Rubrik: Satirisches
Sehr oft liest man…
über Lebend - bzw. Totfallen für Nager (im speziellen Fall Mäuse), wobei letztlich das Ergebnis das gleiche ist, Hauptsache der Verbraucher (gilt nur für Allesfresser) hat am Ende ein preiswertes Mäuseschnitzel im nächsten Großmarkt erstanden welches dann auf den Tisch kommt. Manchmal ist es die Kaufhalle gleich um die Ecke oder, wie in meinem Fall, die Einkaufsmöglichkeit in ca. 20 km Entfernung. Einem echten Fleischer (den es übrigens hier auch nicht gibt) käme so etwas wie Mäusefleisch gar nicht auf den Verkaufstresen.
Wie auch immer, nur weil sich die meisten Menschen in Acht nehmen müssen, finanziell nicht zu ausschweifend zu leben, wegen Niedrigkeit des Gehaltes bzw. Rente oder so, achtet man schon auf den Preis und nimmt eben das Billigste. Das mit der Art des Einfanges zertifizierte Mäusefleisch beinhaltet so oder so ein finales Ende für den ermittelten Nager.
Meine Gattin und ich halten das anders. Wir haben einen lebenden Mäusefänger, unser Hund Alfy, der buddelt in Mäuselöchern und hockt dann im Roggen, bis sich was regt und man eventuell was fangen kann. Dieser Jäger wird nächstes Jahr zehn und von Jahr zu Jahr steigt die Chance für den Nager, seinen Fangversuchen unbeschadet zu entkommen. Das nennt man Fairness lieber Leser. Das ist in etwa so, als würde man ein zusätzliches Loch in die Fliegenklatsche schneiden, um das Ganze etwas sportlich zu gestalten und der Fliege eine Chance zu geben oder einen Deckel auf die Regentonne zu machen damit nicht unschuldiges Spinnengetier ins Wasser fällt und jämmerlich darin ersäuft. Wir praktizieren dies schon seit Jahrzehnten und haben es noch nie bereut. Zumindest haben wir ein gutes Gewissen und zucken nicht jedes Mal zusammen, wenn jemand von einer Tierschutzorganisation bei uns vorbeiläuft.
(O.R.F.)
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