Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2021 von HMS (Fitzibitz).
Veröffentlicht: 13.03.2021. Rubrik: Lustiges


Die Womöglichkeit

"Habt Ihr das Problem in den Griff bekommen, Hauptmann?", fragte der Kommandant. "Jawohl, Sir, wo möglich, haben wir alle Spuren beseitigt!", lautete die Antwort des Hauptmanns, der nach der nächtlichen Mission zum Bericht im Zelt des Kommandanten erschienen war. Der irritierte Blick des Kommandanten verunsicherte den Hauptmann, war er sich des Lobs für seinen Erfolg doch so sicher gewesen. "Wisst ihr es etwa nicht mehr?", fragte der Kommandant. "So viel könnt Ihr seitdem unmöglich getrunken haben. Außerdem wirkt Ihr noch recht nüchtern." Nach einer kurzen Pause, die nur durch die Überraschung im Blick des Hauptmanns gefüllt wurde, legte der Kommandant seine Stirn in Falten. "Wollt ihr mich etwa auf den Arm nehmen?" Er wurde immer ungehaltener, während der Hauptmann die Welt nicht mehr verstand. Dieser fragte sich voller Panik, ob er womöglich etwas Falsches gesagt hatte. Da erhob sich die Zauberin aus ihrem Sessel, von wo aus sie die Szene die ganze Zeit über sichtlich amüsiert verfolgt hatte. Sie wollte eingreifen bevor die Sache aus dem Ruder zu laufen drohte. "Womöglich solltet Ihr bei eurer Wortwahl besser auf eine eindeutige Formulierung achten - natürlich nur, wo möglich." Mit einem verschmitzten Lächeln und einem Augenzwinkern, das sie sich nicht verkneifen konnte, trat sie aus dem Zelt des Kommandanten und ließ die beiden Männer mit einem Ausdruck der Verwunderung zurück. Als sie bereits ein paar Schritte weg vom Zelt getan hatte, vernahm sie ein gequältes Aufstöhnen aus dem Zelt, gefolgt von einem leichten Klatschen, wie es eine flache Hand auf einer Stirn zu erzeugen pflegt. Der Groschen war endlich gefallen.

2xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Weitere Kurzgeschichten:

Meine Farben, die gibt es nicht mehr (Momentaufnahme)
Die Emanzipation eines Mannes
FERSENGELD