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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2025 von Daniela Kopany (Daniela Geb. Kopany).
Veröffentlicht: 28.12.2025. Rubrik: Persönliches


Ein unvergesslicher Sommer

Ich hatte schon viele tolle Sommer, aber ein Sommer war sehr besonders für mich.
Ich war Anfang zwanzig und hatte sechs Wochen Sommerurlaub, also soviel Urlaub, wie ich auf einmal bekommen konnte, packte meinen Koffer und fuhr mit der Bahn von Frankfurt nach Wien zu meinem damaligen Freund, welchen ich ein Jahr zuvor im Urlaub in Kroatien auf der Insel Rab kennen lernte. ( Diese mir vertraute Strecke fuhr ich seit einem Jahr alle 14 Tage, Freitags Abend mit dem Nachtzug nach Wien und am Sonntag wieder zurück nach Frankfurt.)
Es war geplant, mit einigen anderen Leuten wieder nach Rab zu fahren.
Da wir beide schon Urlaub hatten, fuhren wir zwei mit der Bahn vor, nahmen dann einen Bus in Kroatien und setzten mit der Fähre zur Insel Rab über.
Was für eine Strecke durch halb Europa, es war einfach toll, die Reise verging wie im Flug und wir hatten schon eine super Zeit, bis die anderen auch an unserem Standort eintrafen.

Einer hatte ein großes Motorboot dabei und nahm jeden Tag ein paar andere Leute mit. Ich fuhr das erste mal Wasserski, naja, fuhr ist gut beschrieben (lach), nach dem ersten Einlauf wars das!
Ich wusste nicht, dass Wasser so hart sein kann.
Es war herrlich, ich hatte eine unbeschreiblich tolle Zeit voller Freiheit, Freude, Liebe, Leichtigkeit, oh ja, ich fühlte mich so frei, so unglaublich frei!
Es war der perfekte Urlaub mit so vielen wundervollen Menschen, welche ich kennenlernen durfte.

Ein paar Monate später beendete ich diese Beziehung, ich wusste damals gar nicht genau warum. War es die Entfernung? Nein, die Entfernung war es sicherlich nicht, denn da war immer, die ganze Woche lang diese unbeschreibliche, aufgeregte Vorfreude, dieses Prickeln auf das kommende Wochenende, was die ganze Zeit über so präsent war!

War es doch eher der Druck, welcher sich in mir aufbaute, eine Entscheidung zu treffen.
Eine Entscheidung, ob ich nach Wien ziehe, oder mein Freund zu mir nach Frankfurt, in eine „feste“ Partnerschaft oder nicht.

Ich entschied mich für meine Freiheit, welche ich mir so sehr wünschte, hatte ich doch schon eine ca. 5-Jährige, harmonische Partnerschaft mit Anfang zwanzig hinter mir gelassen.

Dann traf ich die Entscheidung, es kam wie aus heiterem Himmel, so klar und mächtig und unerklärbar für mich!
Es war, als legte ich einen Schalter um, ich kann es noch heute nicht wirklich in Worte fassen. Ich wusste nicht, woher diese Kraft kam.
Ich denke voller Liebe und Dankbarkeit an diese wundervolle Zeit mit ganz besonderen Menschen!
Ihr alle seid tief in meinem Herzen verankert!

Heute weiß ich:
Es war die perfekte Zeit, ohne Ausnahme, mit den perfekten Menschen, mit den perfekten Gefühlen, alles war höchst wahrscheinlich zu perfekt für mich, ohne starke Kontraste...Hier gab es keine Steigerung, sehr seltsam das heute so zu sehen, da wir doch alle nach perfekter Harmonie streben.
Und ich war immer frei, ich muss keinen Zustand herbeiführen um frei zu sein.
Denn Freiheit ist unser aller Geburtsrecht!
Jeder darf sein, tun und haben, was immer er will!
Man muss sich nur frei fühlen um frei zu sein. Das hat nichts mit dem Umfeld zu tun, in dem man lebt.
Ja,
ich musste diesen Weg gehen, es war ein innerer Drang diesen Weg einzuschlagen, meinen Weg...

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