Veröffentlicht: 10.05.2026. Rubrik: Unsortiert
Fantasiefreunde Kurzgeschichten Aktion mai 26
Felix und Anton
Lena steht in der Küche und schmiert die Frühstücksbrote als ihr kleiner Sohn Felix verschlafen und mit strubbeligen Haaren in die Küche kommt.
"Mama" sagt er
" denk daran dass du auch eine Scheibe Brot für Anton fertig machst, bitte kein Käse für ihn den mag er nicht !"
Lena verdreht die Augen. Erst gestern Abend hat sie lange mit Michael, Felix Papa, über die Marotte ihres Sohnes gesprochen.
Felix Freund Anton, mit dem Ihr Kind eine innige Freundschaft verbindet existiert nur im Kopf Ihres Sohnes.
Dr Piro, der Kinderarzt dem sie über die imaginäre Freundschaft berichtete, lächelte nur freundlich und meinte sie solle sich doch über die sprudelnde Fantasie Felix freuen.
Aber Brote schmieren für diesen Freund ......
Das macht sie sie jetzt seit drei Wochen und tatsächlich war die Brotdose am Mittag, wenn Sie ihren kleinen Sohn vom Kindergarten abholte, immer leer.
Drei Wochen noch, dann war es sicher vorbei mit diesem Spuk.
Dann begann die Schule.
Wie aufgeregt Felix deswegen war !
Sein, vor Wochen gekauft der Schulranzen, wurde täglich ein und umgeräumt. Die Federmappe mit ihrem bunten
Inhalt immer wieder bestaunt und natürlich die gefüllte Schultüte, die aber erst am ersten Schultag geöffnet werden durfte.
"Mama bitte denk daran dass auch Anton in die Schule kommt. Auch er braucht eine Schultüte . Bitte Mama, wenigstens eine ganz, ganz kleine ! "
Obwohl es Lena wiederstrebte, bastelte sie eine kleine Schultüte. Hängte diese an die große Tüte ihres Sohnes und hoffte ihm damit eine Freude zu bereiten.
Endlich war der große Tag gekommen.
Wie hübsch sah Felix aus. Vor Aufregung gerötete Wangen mit strahlenden Augen, den großen Schulranzen auf dem Rücken und im Arm die große bunte Schultüte.
Lena sah sofort ;
Die kleine Schultüte, die sie extra gebastelt hatte ,
fehlte !
Erleichterung erfasste sie.
Hatte Felix endlich seinen eingebildeten Freund vergessen ?!
Vor dem Schulgebäude standen schon viele Erstklässler mit ihren Eltern alle waren hübsch herausgeputzt.
Mit Ranzen auf dem Rücken und Schultüten im Arm.
Felix Blick ging suchend über die Menge .... ,
dann leuchteten seine Augen auf und er rannte los, auf einen kleinen Jungen zu, der abseits stand .
Er umarmte den kleinen Blondschopf und zog ihn aufgeregt plappernd mit zu seinen Eltern.
" Das ist mein Freund Anton ! "
Lisa sah die kleine, ihr absolut vertraute Schultüte sofort,
die Anton stolz in seinen Händen hielt.
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