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geschrieben 2026 von Catarina (Catarina).
Veröffentlicht: 17.06.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Milch ist aus

Deutschland,
ein Land, reich an Ideen,
Vorschriften und Abgaben,
die sich vermehren wie Kakerlaken.
Und mittendrin:
Unternehmen-
wie alte Kühe,
die wiederkäuen, was man ihnen hinwirft,
und trotzdem noch Milch geben.
Und weil Unternehmen schon immer da waren,
scheinen sie so selbstverständlich,
wie das Wasser in der Nordsee.
Eigentlich sollten sie ja Werte und Arbeitsplätze schaffen.
Aber inzwischen bleibt ihnen dafür nicht mehr viel Zeit.
Sie müssen im Akkord neue Verordnungen verdauen –
Wiederkäuen im Hochleistungsmodus.
Sie flehen: "Wir brauchen dringend mehr…"
Weiter kommen sie nicht.
"Kein Problem" sagt die Regierung.
"Wir haben Nachschub"
und reicht ihnen: Verordnung Nummer 6727,
"Bitte nicht atmen ohne Genehmigung.“
Und dann hätten wir da noch eine kleine Abgabe,
für jeden Atemzug.
Viele Unternehmen hören vor Schreck auf zu atmen
und fallen um.
Die anderen,
die noch genügend Luft haben sagen:
"Ich bin dann mal weg".
Jetzt wird bei der Regierung die Luft knapp.
Schnappatmung tritt ein.
"Wir waren doch stets bemüht."
Und plötzlich stehen sie da,
nicht nur mit leeren Händen,
sondern auch mit einem leeren Eimer.
"Oh je" jammern sie.
"Früher gab's doch auch immer Milch."
Ja, früher.
Bevor die Kuh das Weite gesucht hat
oder an Vorschriften erstickt ist.
Jetzt ist Milch aus
und es klafft ein riesiges Loch,
das man gerissen hat:
Das eigene Grab!
Daneben ein Schild:
"Wir sind umgezogen"
Oder ein Kreuz:
"Hier ruht in Frieden".
Es gibt aber auch Wachstum:
Wachstum bei der Arbeitslosigkeit,
bei Ruinen und Schuldenbergen.
Und das Loch wird weiterwachsen,
bis jemand begreift,
dass es keine Zukunft gibt,
wo man die Gegenwart vertreibt.
Denn ohne Kuh gibt's keine Milch.
Und ohne Unternehmen gibt's kein Morgen.

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