Veröffentlicht: 24.06.2026. Rubrik: Unsortiert
A(tmospähre) & O(zean)
“Wenn ich Sie fragen würde, was die größten Herausforderungen der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten sind, würden Sie mir wahrscheinlich antworten: "Die Klimaerwärmung, das zur Verfügung stellen von günstiger und umweltfreundlicher Energie für unsere immer stärker technisierte Zivilisation und den Hunger und Durst der wachsenden Menschheit zu stillen.”
Wenn ich Ihnen sagen würde, unsere Vision ist, all diese Probleme zu lösen, würden Sie wahrscheinlich nur den Kopf schüttelnd davonlaufen.
Wie energieintensiv, raumfressend und teuer Direct Air Capture ist, ist doch zur Genüge bekannt. So den Klimawandel zu bekämpfen scheint nicht realistisch zu sein. Wer soll all die Infrastruktur bezahlen? Wo hat es noch genug Platz, um sie aufzustellen? Wo soll das gesammelte CO2 gelagert werden? Woher kommt die Energie dafür, wenn Energie bereits jetzt schon knapp ist?
Wie teuer, infrastruktur-intensiv und raumfressend die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien ist, ist auch bekannt, und um eine stabile Stromversorgung bei Dunkelflauten oder im sonnenarmen Winter sicherzustellen, sind trotzdem fossile oder atomare Kraftwerke notwendig. Nettonull ist damit kaum erreichbar, der Strom manchmal kaum bezahlbar.
Wie teuer und energieintensiv die Gewinnung von Trinkwasser oder Wasser für die Bewässerung von Landwirtschaftskulturen durch Meerwasserentsalzung ist und dass sie deswegen kaum die Lösung all unserer Wasserprobleme sein kann, ist vielen klar. Und Vertical Farming als Lösungsansatz kann kaum die durch Dürre und Erosion verloren gegangenen furchtbaren Böden ersetzen, so dass auch die Ernährung der Menschen ein langfristig ungelöstes Problem zu sein scheint.
Aber schauen sie durchs Fenster auf den grauen, wolkenverhangenen Himmel und den Ozean, über den der stürmische Wind die Wolken jagt und der in den endlosen Weiten des Ozeans zu mächtigen Wellen führt. Ozeane machen 70% der Erdoberfläche aus, aber die Menschheit nutzt heute weniger als ein Millionstel davon für Transportwege, Tourismus, Windkraftwerke, Zuchtbetriebe, Fischfang oder Öl- und Gas-Bohrtürme. Unglaublich viel freier Platz und Energie wird heute verschwendet und wartet nur darauf, von der Menschheit erschlossen und genutzt zu werden.
Dort hat es genug Platz und dort gibt es genug günstige Energie für Direct Air Capture Anlagen, die das “Entsorgungsproblem” des gesammelten CO2 dadurch lösen, dass sie im Fischer-Tropsch-Verfahren daraus Gas herstellen, welches mit Schiffen zu den Dunkelflaute- und Wärmekraftwerken an Land transportiert wird.
Dieser Überfluss an günstiger Energie kann auch benutzt werden, um aus Salzwasser Süßwasser herzustellen. Da auf der Erde 98% Salzwasser sind und nur 2% Süßwasser, würde aus dem heutigen Wassermangel ein riesiger Überfluss, der nur noch mit Schiffen oder Leitungen an Land transportiert werden müsste.
In diesem Überfluss an Platz und Energie in den gigantischen Weiten der Ozeane könnten auf künstlichen schwimmenden Inseln in Gewächshäusern Nahrungsmittel gezüchtet werden, die mit Süßwasser aus inseleigenen Entsalzungsanlagen und Dünger aus inseleigenen Haber-Bosch-Fabriken versorgt werden, die wiederum mit Energie aus inseleigenen Windrädern betrieben werden.
Die Ernährung der Menschheit wäre sichergestellt, ihr Durst gestillt und die Klimaerwärmung bekämpft! Frei im offenen Ozean treibende Inseln mit 8 oder mehr Windrädern an ihren Rändern, die Energie, Nahrung, Gas, Süßwasser und Dünger produzieren und dabei die Atmosphäre von Treibhausgasen reinigen, sind der Traum!"
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