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geschrieben von Anni.
Veröffentlicht: 02.07.2026. Rubrik: Unsortiert


Was wollen (eure) Kaninchen sagen?

Habt ihr euch schon mal gefragt, was (eure) Kaninchen eigentlich wollen,
wenn sie plötzlich wild durch die Gegend flitzen oder ganz still in der Ecke sitzen?

Kaninchen können nicht sprechen, aber sie „reden“ die ganze Zeit – nur eben mit ihren Ohren, ihrem Schwanz und ihrem ganzen Körper!
Heute schauen wir uns an, wie ihr die Fellnasen richtig verstehen könnt.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1. Signale der Freude und der Energie:
Wenn deine Kaninchen richtig gute Laune haben, erkennst du das an diesen süßen Bewegungen:

Binkies:
Ein Binky ist ein plötzlicher Sprung in die Luft, bei dem das Kaninchen den Körper verdreht oder die Beine in die Luft wirft. Das bedeutet: „Ich bin mega glücklich und habe richtig Energie!“

Flopping:
Wenn dein Kaninchen plötzlich ganz entspannt auf die Seite oder den Rücken fällt, ist das ein riesiges Kompliment.
Es bedeutet: „Ich fühle mich hier total sicher und kann mich voll entspannen.“

Schnuffeln & Putzen:
Wenn sie sich gegenseitig oder dich sanft putzen, ist das ein Zeichen von Zuneigung und sozialem Zusammenhalt.


2. Die „Vorsicht & Stress“ Signale:
Kaninchen sind Fluchttiere.
Wenn sie sich unwohl fühlen, zeigen sie das sehr deutlich:

Ganz steife Körperhaltung:
Wenn das Kaninchen plötzlich wie eingefroren dasteht, die Ohren aufgestellt und die Augen weit aufgerissen sind, hat es etwas bemerkt (z.B. ein Geräusch, einen Schatten oder ein anderes Tier,...). Es ist im „Alarm-Modus“.

Aggressives Schnauben oder Fauchen:
Das ist ein klares „Lass mich in Ruhe!“. Meistens passiert das bei Revierstreitigkeiten oder wenn ein Kaninchen wirklich genervt ist.

Ohren flach angelegt:
Wenn die Ohren ganz eng am Kopf liegen, kann das Angst bedeuten, aber auch Aggression oder starke Unzufriedenheit signalisieren.

3. Die „Ich will was!“ Signale - Kommunikation mit dir:
Deine Kaninchen lernen schnell, wie sie dich „steuern“ können:

Nagen an deinen Füßen/Händen:
Das ist oft eine Aufforderung. Sie sagen: „Hey, ich hab Hunger!“ oder „Räum mal das Heu auf, das ist doof!“.

Anstupsen mit der Nase:
Ein sanftes Stupsen ist oft eine Einladung zum Spielen oder eine Bitte um Aufmerksamkeit.

Stampfen:
Wenn ein Kaninchen mit einem Hinterfuß laut auf den Boden stampft, ist das ein Warnsignal.
Es sagt: „Achtung, Gefahr!“ oder „Ich bin gerade richtig sauer!“.

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Achtet immer auf das Gesamtbild! Ein einzelnes Signal sagt manchmal noch nicht alles aus. Erst wenn man die Ohren, die Körperhaltung und die Bewegung zusammen betrachtet, versteht man die wahre Botschaft.

Wichtig:
Wenn dein Kaninchen sich plötzlich ganz anders verhält (z. B. gar nicht mehr hoppelt oder sich zurückzieht), könnte das ein Zeichen für Schmerzen oder andere Dinge wie Depressionen sein.
In solchen Fällen: Ab zum Tierarzt!

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Und jetzt seid ihr dran!
Habt ihr Tiere, vielleicht sogar Kaninchen?
Wenn ja, welches Verhalten zeigen eure Kaninchen am häufigsten?
Sind sie eher die „Binky-Profis“ oder die „Stampfer“?

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Jens Richter am 02.07.2026:

Hallo Anni, die nachfolgende kleine Episode habe ich einmal beobachtet und bestätigt Deine Niederschrift.

Alles für die Katz
Draußen im Garten in der Ecke,
erfüllte ein Kaninchengehege beste Zwecke.

Quer durch vier mal vier Ellen,
sah man zwei Zwerglangohren schnellen.

Sie hießen Puscheline und Mister Flitz,
hatten im Grünen ihren festen Sitz.

Nur gab es auch Cleo, die Miez,
die betrachtete das Gelände als ihren Kiez.

Mit erhobener Nase kam sie zum Stall heranspaziert,
was Flitz, den Rammler arg provoziert.

Die Puscheline hat sich fix verkrochen,
Flitz hörte laut ihr Herzlein pochen.

Und als Cleo ihre Nase an die Maschen vom Gehege presste,
den Rammler diese Dreistigkeit wohl stresste.

Als heimlicher Beobachter kann ich Euch sagen,
der Rammler tat so einiges wagen.

Wehrhaft mit seinem Hinterlauf,
ballerte er blitzschnell auf Cleos Nase drauf.

Die Miez war unterdessen sehr erschrocken
und machte sich flux auf die Socken.

Der Flitz grinste ihr noch hinterher,
die Cleo sah man hier nicht mehr.

Und die Moral von der Geschicht,
unterschätzt die kleinen Tiere nicht.

Ist der Rammler auch noch so klein,
gefährlich ist sein Hinterbein.

Gar mancher Räuber war benommen,
hat er sie schmerzhaft abbekommen.

(C) Jens Richter, 2024

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