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geschrieben von Butterblume.
Veröffentlicht: 10.07.2026. Rubrik: Aktionen


„Put, put, put“

„Put, put, put“

Senckenberg auf die Ohren; diese Info auf einem Flyer, welchen sie im Park gerade in den Papierkorb werfen wollte, weckt in ihr eine Kindheitserinnerung. Sie steht vor dem Senckenberg Naturmuseum. Es ist eines der größten und bedeutendsten in Europa.

Vor dem Gebäude stehen zwei Nachbildungen großer Dinosaurier. Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wurden sie in Originalgröße modelliert. Dies liest sie auf dem Flyer, welchen sie noch in ihrer rechten Hand hält.
Es gibt keine Zufälle. Geplant war, am heutigen Vormittag den Botanischen Garten zu besuchen. Ein bisschen recherchieren, was es so für neue Kannenpflanzen gibt. Es ist, wie es ist, der Eintritt ist bezahlt und schon befindet sie sich in einem wunderschönen alten Gebäude.

Zuerst möchte sie sich das erste Obergeschoss ansehen. Dort befinden sich mehrere Räume mit ausgestopften Säugetieren und Vögeln in historischen Vitrinen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Vor der Vitrine mit den Vögeln bleibt sie wie angewurzelt stehen. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt nun den verschiedenen Arten von Hühnern und natürlich dem ausgestopften Hahn.

Der „Herr im Haus“ oder „König des Hofes“ ist der Hahn so erklärte man es ihr in ihrer Kindheit.

Eine schöne Erinnerung an das Elternhaus ihrer Oma, welche im Jahr 1912 geboren wurde, kommt nun in ihr heutiges Bewusstsein. Viele erlebnisreiche Wochen konnte sie dort in den 1960er/70er/80er Jahren mit ihren Großeltern verbringen.

Sie erinnert sich.
An die vielen Tiere und den alten Gutshof Meltke.

Sie erinnert sich.
An die schneeweißen Hühner und den Hühnerkot.

Sie erinnert sich.
An die Getreidekörner und das „Put, put, put“

Sie erinnert sich.
An die kleinen Entenküken und das Bellen eines Hundes.

Sie erinnert sich.
An die gackernden Hühner und das Kikeriki des Hahnes.

Sie erinnert sich.
An die frischen Hühnereier und das selbstgemachte Apfelgelee.

Sie erinnert sich.
An die quietschenden Ferkel und die rosafarbenen Schweine im Stall.

Sie erinnert sich.
An die fleißigen Bienen und farbigen Schmetterlinge im traumhaften Blumengarten.

Sie erinnert sich.
An die singenden Amseln und Stare in den Kirschbäumen.

Sie verabschiedet sich.
Am Ausgang des Senckenberg Naturmuseums mit den Worten:

„Die schönsten Dinge passieren unerwartet.“

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