Veröffentlicht: 25.07.2026. Rubrik: Satirisches
Alles für die Wissenschaft!
Am vergangenen Donnerstag bewegten wir uns achtfüßig durch die Kante. Also der Hund, die Gattin und meine Wenigkeit. Unter anderem waren wir auf einer Strecke deren Route an dem Aussichtspunkt Alteburg Arnstadt vorbeiführte. Da stand was von archäologischen Ausgrabungen aber auf die Schnelle war da absolut nichts zu sehen, also habe ich etwas im Internet herumgerüsselt und siehe, ich wurde fündig: (das letzte Wort so geschrieben, weil pfündig bin ich eh schon). Den Hund hat diese hochinteressante Angelegenheit überhaupt nicht interessiert, der hat nur ständig markiert (also ein Hinterbein gehoben und gestrullt, manche kennen es auch als pieseln), vermutlich auf wertvollste Artefakte, die noch im Boden stecken und bisher nur noch nicht ausgebuddelt wurden. Na ja, zumindest ist an diesen Stellen der Erdboden jetzt etwas weicher und erleichtert den Archäologen ihr Tun. Vielleicht das man uns im Nachgang mit erwähnt, sozusagen als Bergeerleichterer von geschichtlichen Funden. Das wäre ja wohl das Mindeste!
(O.R.F.)

Ausgrabungen auf der Alteburg
Die vorbereitenden Arbeiten für den Bau eines neuen Spielplatzes auf der Alteburg in Arnstadt haben zahlreiche archäologische Funde zutage gefördert. Gemäß dem Thüringer Denkmalschutzgesetz und aufgrund der historischen Bedeutung des Areals, wurde das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie frühzeitig in die Planungen einbezogen, um die Sicherstellung der Dokumentation und Bergung an Kulturdenkmalen zu gewährleisten. Die Alteburg, auch bekannt als Altenberg oder Schwedenschanze, ist als geschütztes Bodendenkmal ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Arnstadts und als eisenzeitliche Wallanlage mit einer imposanten Größe von 23 Hektar, ein bedeutendes überregionales Zeugnis der Geschichte.
Während der Ausgrabungen sicherten die Fachleute Fundstücke von erheblichem historischem Wert. Diese reichen von der Jungsteinzeit über die Bronzezeit bis hin zur vorrömischen Eisenzeit. Zu den Funden gehören unter anderem Keramikscherben, Spinnwirtel, Überreste von Reibemühlen sowie eine Eisenfibel aus dem 2. Jahrhundert. Auch Werkzeuge aus Hornstein wurden entdeckt.
Die Ausgrabungen sind abgeschlossen und die Funde werden nun wissenschaftlich untersucht, dokumentiert und archiviert. Der Bau des Spielplatzes wird in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes nach der Winterpause fortgeführt.
(arnstadt.de)
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