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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2019 von Eren Jäger (Eren Jäger).
Veröffentlicht: 30.09.2019. Rubrik: Unsortiert


Sturm der Gefühle

Die stille der Trauer umfing mich wie ein seichtes Tuch. Allein saß ich da, auf meinem Bett. Stumm nicht fähig ein Geräusch von mir zu geben. Die stille war trügerisch. In mir Tobte der Sturm der Gefühle. Ein Schlachtfeld, welches Seines Gleichen sucht, zerfraß mich von innen. Mein Atem ging schwer und ich zitterte am ganzen Körper. Wieso. Wieso passierte solches Unheil mir? Enttäuschung. Schmerz. Wie konnte er sich es wagen mir so etwas anzutun? Ich hatte ihm alles gegeben was ich besaß. Noch so vieles mehr. Doch er hatte mein Herz zerschmettert. Meine Gefühle verletz. Mich verletz. Unfähig noch einen weiteren klaren Gedanken zu fassen, brach ich in Tränen aus. Erst ein wimmern, dann ein schluchzen. Ab den Zeitpunkt konnte mich nichts mehr zurückhalten. Die tränen flossen über mein Gesicht und benetzten meine Wangen. In mir tobte ein Sturm, der alles mit sich riss. Zerstörung wütete in mir wie noch nie zu vor. Ich hatte ihn geliebt und geschätzt. Doch wie sollte es jetzt weiter gehen? Kann es überhaupt weiter gehen? Der Gedanke wurde von einem neuen Weinkrampf hinfort geweht, wie ein Blatt im Wind. Es klopfte an die Tür. Schnell richtete ich mich auf und wischte die tränen von meinen Wangen. Ein kurzer blick in den Spiegel verrieten mir das meine Augen rot und verquollen waren. Ich sah mich in einer fürchterlichen Verfassung und fing fast wieder an zu weinen. Es klopfte wieder. Der fürchterliche schmerz rückte kurz zur Seite und Interesse war in mir geweckt. War er es? Wollte er sich entschuldigen und versuchen uns zu retten. Ich würde ihm verzeihen, er war meine liebe des Lebens. Einen Tiefen Atemzug später öffnete ich die Tür. Ich war vor Anspannung zum Zerreißen gespannt. Es war der verdammte Postbote. Ich brach sofort in tränen aus. Der Postbote schaute verdutzt und wusste nicht recht was er machen sollte. Schnell unterschrieb ich und stürmte mit dem Paket unter meinen Armen in mein Zimmer. Neue Tränen füllten meine Augen und ich versuchte meine Gefühle zu unterdrücken. Doch ich schaffte es nicht. Meine Hände ballte ich vor Wut. Ich schmiss das Paket gegen den Spiegel. Er zersprang und zerfiel in tausende Scherben, so wie mein Herz. Alles lag in Scherben und ich schrie. Ich schrei die Enttäuschung, den Schmerz und die entsetzliche Wut hinaus. Meine Stimme brach und nur ein ersticktes gurgeln kam aus meiner kehle. Erschöpft sank ich zu Boden. Wie sollte ich es schaffen abzuschließen, wenn ich ihn jeden Tag sehe. Jeden Tag dasselbe durchleide. Jeden Tag sein Gesicht erblicke und die Trauer mich zerfrisst. Ich wusste es nicht und es war schlimm. Kraft los lag ich nun da. Arme und Beine weit von mir gestreckt. Schluchzend. Zitternd. Meiner Kraft beraubt viel ich in den Schlaf. Selbst dort ließ er mich nicht zu Frieden. Über all erkannte ich uns und unsere zerstörte Beziehung. Es war grauenvoll.

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