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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von die Juditha.
Veröffentlicht: 26.09.2026. Rubrik: Menschliches


Nicht erreichbar

Manchmal staune ich.

In einer Zeit der vielen Medien und Mittel.
Smartphones, Tablets sind immer dabei.
Viele sind immer erreichbar.
Melden sich,
zeigen sich auf mehreren Kanälen.
Doch ich erreiche sie nicht.

Sie schreiben zurück.
- Freundlich und unverbindlich. -
Doch meine Botschaft erreicht sie nicht.
Sie verstehen sie nicht.
Der Kopf ist schon voll.

Ich würde ihnen gerne beibringen
einen Haushalt zu führen,
Wunden zu versorgen,
Ordnung zu halten,
Essen zuzubereiten,
Prozentrechnung.

Sie hören meine Worte.
Doch im nächsten Youtube Kanal
weiß es jemand besser.
Dann ist der Kopf voll.
Wegen Überfüllung geschlossen.

Ich wäre gerne mit ihnen zusammen
spielend in einem Raum,
radelnd Richtung gemeinsames Ziel.
Doch mit jemandem hinter einem Bildschirm,
in einem anderen Raum,
in einer anderen Stadt,
fühlen sie sich stärker verbunden.
Ihr Kopf ist dann voll.

Hier erreiche ich sie nicht.
Also höre ich ihnen erst mal zu.
Vielleicht erreichen sie mich.
Dann kann ich lernen
ihre Welt kennenlernen -
oder mich damit abfinden:
Ich gehöre zu den Alten.

counter3xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Andy Loginius am 26.09.2026:

Hallo JUdithe,
eine gute Nachricht. Dein Text und deine Botschaft hat mich erreicht. Für gute Texte ist mein Kopf nie zu voll. Gern gelesen.
Grüße Andy




geschrieben von Herbstsonne am 26.09.2026:

Hallo liebe Juditha,auch mich haben deine Worte erreicht. Ich 42 Jahre erlebe den Bildschirm zwischen den Menschen beinahe 24/7 und deren Folgen darauß, als etwas sehr schmerzliches. Mir fällt es selbst wenn ich alleine bin oft schwer das Handy weg zu legen, doch ich lasse mir so allerlei einfallen um meine Bildschirmzeit zu reduzieren und private Kontakte gehen absolut vor. Ich hoffe einfach auf Menschen zu treffen, denen ein persönliches Miteinander im Sehen, denen echte Nähe und Wertschätzung und Erlebnisse mehr bedeuten als das Internet. Gleichsam erfahre ich in meinem Alter Ausgrenzung und Verlust von "Freundschaften "wen man ohne Smartphone lebt, per Email anstelle von WhatsApp erreichbar ist. Die Große Herausforderung unserer Generation ist wohl, Technik zu nutzen und sich davon zu befreien wo sie uns Leben nimmt. Viele Grüße, Herbstsonne.

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