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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Christa Mittermayer (Mittermayer Christa).
Veröffentlicht: 29.09.2026. Rubrik: Unsortiert


Mein Onkel und ich

Seit Jahren muss ich mich im meinen Onkel kümmern - ein Vermächtnis meiner leider sehr früh verstorbenen Mutter. Er war ein Nachzügler, 20 Jahre jünger als sie, und sie musste sich um ihn kümmern, denn ihre Mutter, meine Oma, war krank geworden.
Jedes Jahr, zu meinem Geburtstag, er ist im August, taucht mein Onkel auf. Um ihn kurz zu charakterisieren - er schaut gut aus, war ein bezauberndes Kind, von allen verwöhnt. Das bewirkte - er entwickelte leider einen leichten Hang zur Kriminalität.
Also, er steht nun vor meinem Haus, ein verführerisches Lächeln auf seinen Lippen und ein wunderschöner Blumenstrauß in seinen Händen. Eine Vielzahl von bunten Sommerblumen, doch halt! Irgendwie kommen sie mir bekannt vor. "Bist du beim Garten von Frau Huber vorbeigegangen?" Er grinst verschmitzt. "Die Blumen lockten abgepflückt zu werden," Ich erstarrte - das Ende einer freundschaftlichen Nachbarschaft mit Frau Huber.
Die Flasche Sekt eingekühlt, sie bleibt zu. Ich weiß, was nun kommt. "Hast du ein bisschen Geld für mich, ich bin pleite, kann mein Hotel nicht bezahlen." "Wahrscheinlich das teuerste am Platz!" Er nickt, tut beschämt, verlegen. "Da hast du 200 Euro. Und was sage ich nun Frau Huber? Ich habe sie um 16Uhr auf ein Glas Sekt und Brötchen eingeladen:" "Ich glaube, es ist besser, ich verschwinde!" Weg ist er - bis zum nächsten Jahr.
Ich gebe die Blumen in meine schönste Vase und stelle sie in mein Schlafzimmer. Gerade zur rechten Zeit! Es wird Sturm geläutet, Frau Huber stürzt völlig aufgelöst herein. "Meine schönsten Blumen wurden gestohlen! Ich rufe die Polizei!" Ich erschrecke, greife zu einem Glas, bereits gefüllt mit Sekt, und rufe. "Zuerst ein Glas Sekt auf den Schrecken und meinen Geburtstag!" Sie stürzt es hinunter, dann das zweite, das dritte, dann das vierte.....Leicht angeheitert sinkt sie in den nächsten Sessel. "Was soll es, sie werden wieder nachwachsen, Alles Gute zum Geburtstag und ein lange Freundschaft für uns zwei!"
Ich atme auf, mein Onkel ist gerettet! DIESMAL!

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Rika am 29.09.2026:

Eigentlich ja eine schöne Geste, Blumen für die Nichte mitzubringen, aber stehlen sollte man die eben nicht! Ich glaube, wenn ich die Nichte in der Geschichte wäre, hätte ich meinem Onkel sprichwörtlich mal den Kopf gewaschen, damit er den Ernst der Lage erkennt. Ich hätte ihm aber wahrscheinlich kein Geld gegeben. Ok, als Außenstehende kann ich leicht reden, wenn man involviert ist, ist das sicher nicht so einfach. Aber er sollte selbst seine Konsequenzen tragen. Wenn er das teuerste Hotel auf dem Platz bucht, dann muss er auch selbst gucken, wie er das Geld dafür heranschafft. Geld fliegt nunmal nicht vom Himmel und auch du musstest dein Geld erarbeiten. Falls er dann kriminell wird, um das Geld irgendwo hereinzuholen, dann ist das zwar hart, aber auch dann muss er die Konsequenzen seines Handelns selbst übernehmen lernen. Wenn man jemandem immer wieder aus der Patsche hilft, lernt er nicht, Verantwortung zu übernehmen. Ich würde zu ihm sagen: "Ich helfe dir, in ein normales Leben zurückzufinden, aber ich unterstütze dich nicht, indem ich deine teuren Hotels finanziere, und ich unterstütze keine Form der Kriminalität. Auch wenn ich es schön finde, dass du mir Blumen schenken willst, aber Diebstahl ist dafür nicht der richtige Weg!"

Ich habe deine Geschichte dennoch gerne gelesen, und sie hat mich auch zum Nachdenken gebracht, denn ich kann auch nicht ausschließen, dass ich, wenn es mich betreffen würde, vielleicht diese Prinzipien, die ich oben genannt habe, wieder über Bord werfen würde.

Man liest sich, Rika




geschrieben von Herbstsonne am 29.09.2026:

Super Geschichte liebe Christa ☺️!Liebe Grüße, Herbstsonne




geschrieben von Mittermayer Christa am 29.09.2026:

Danke für einen ausführlichen Kommentar. Gott sei Dank entspringt alles meiner Phantasie. So ein Onkel würde mich wahnsinnig machen. Christa
Ja, konsequent muss man sein, du hast recht.




geschrieben von Mittermayer Christa am 29.09.2026:

Danke für deinen Kommentar. Meine Phantasie geht manchmal mit mir durch, mein Onkel bleibt mir aber erhalten. Seine nächsten Untaten muss ich wahrscheinlich auch wieder ausbügeln. Christa




geschrieben von Rika am 29.09.2026:

Sehr gut, dass das nur deiner Fantasie entspringt. Mich würde so ein Onkel auch wahnsinnig machen.

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