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geschrieben von Pierre 64.
Veröffentlicht: 08.10.2026. Rubrik: Unsortiert


Popey der Birmakater Der Spinat Burger

Popey der Birmakater Der Spinat Burger

Es war ein völlig normaler, leicht verschwommener Morgen in Bikini Bottom – bis die Strömung ein seltsames Wesen direkt vor der Krossen Krabbe anschwemmte. Es hatte Fell, zwei markante Unterarme, trug ein verwaschenes Matrosenhemd und war… eine Katze. Genauer gesagt, eine leicht mürrisch dreinblickende Birma-Katze mit den typischen dunklen Abzeichen im Gesicht und strahlend blauen Augen, die jedoch fest zu einem typischen Popeye-Blinzeln zusammengeknept waren. Eine hölzerne Pfeife steckte wie von Zauberhand in seinem flauschigen Maul, während er sanft auf dem Meeresboden landete. Er brauchte keinen Helm; als waschechter Comic-Matrose ignorierte Popeye die Gesetze der Physik einfach komplett.

SpongeBob, der gerade mit dem Pfannenwender in der Hand aus der Küche stürmte, um den Müll wegzubringen, blieb wie angewurzelt stehen. Seine Augen wurden riesig.

„Ein… ein Haustier? Von der Oberfläche?!“, quietschte er vor Aufregung. „Thaddäus! Schau dir dieses majestätische, flauschige Meereswunder an!“

Thaddäus lehnte sich träge aus dem Bestellfenster. „Es ist eine Katze, SpongeBob. Und Katzen hassen Wasser. Warum ertrinkt sie nicht? Und warum sieht sie so aus, als würde sie mich gleich verprügeln wollen?“

Popeye der Birma-Kater stieß eine kleine Wolke aus Seifenblasen aus seiner Pfeife aus, strich sich über seine weißen Pfoten – die aussahen wie kleine Handschuhe – und knurrte mit rauer, kratziger Stimme: „Ich bin, was ich bin, und das ist alles, was ich bin! Ein Seemanns-Kater durch und durch! Und ich habe Kohldampf!“

In diesem Moment schob sich die schwere Tür der Krossen Krabbe auf und Thaddäus’ schlimmster Albtraum (neben SpongeBob) betrat den Raum: Patrick Star. Doch Patrick passte heute nicht auf, wohin er trat. Er balancierte einen riesigen, wackeligen Turm aus leeren Quallenmanaladen-Gläsern, stolperte über seine eigenen Füße und flog im hohen Bogen durch die Luft – geradewegs auf den nichtsahnenden, flauschigen Matrosen zu.

WUMM!

Patrick landete mit vollem Gewicht auf Popeye. Eine riesige Staubwolke aus Sand wirbelte auf. SpongeBob hielt sich entsetzt die Hände vor den Mund. „Oh nein! Der kleine, flauschige Herr Matrose!“

Als sich der Staub legte, lag Patrick rücklings auf dem Boden. Von Popeye war keine Spur zu sehen – bis auf eine kleine, heftig zuckende Beule unter Patricks Bauch. Ein wütendes, tiefes Katzenfauchen, gemischt mit einem gemurmelten „Beim Klabautermann!“, drang nach draußen. Popeye krabbelte mühsam unter dem Seestern hervor. Sein schönes Birma-Fell war zerzaust, seine Matrosenmütze saß schief und er war sichtlich derangiert. Seine Kräfte waren am Ende. Er brauchte sofort seine Geheimwaffe.

Mit zitternder Pfote zog er eine leicht verbeulte, wasserdichte Konservendose aus seiner winzigen Matrosenhose. Auf dem Etikett stand: Unterwasser-Spinat.

Mit einem gezielten Krallenhieb öffnete er die Dose, drückte sie zusammen und schoss den grünen Inhalt in hohem Bogen in die Luft. Er fing den Spinat elegant mit dem Maul auf und schluckte ihn in einem Haps hinunter.

Sofort ertönte eine triumphale Seemanns-Melodie, die irgendwo aus dem Nichts zu kommen schien. Popeyes dünne Birma-Beinchen verwandelten sich in massive, muskulöse Popeye-Schenkel. Seine tätowierten Unterarme schwollen auf die dreifache Größe an. Seine blauen Augen leuchteten auf wie Scheinwerfer.

Mit einem einzigen, gewaltigen „MIAU!“, das die Krosse Krabbe zum Erbeben brachte, sprang er in die Luft. Er packte den völlig verdutzten Patrick am Knöchel, wirbelte den riesigen Seestern dreimal im Kreis herum wie ein Lasso und schleuderte ihn mit so viel Schwung aus der Krossen Krabbe, dass Patrick als Sternschnuppe am Horizont von Bikini Bottom verglühte.

SpongeBob applaudierte frenetisch. „Das war… das Sensationellste, was ich je gesehen habe! Herr Kater, Sie müssen die neue Attraktion der Krossen Krabbe werden!“

Mr. Krabs, der den Lärm gehört hatte, stürzte aus seinem Büro und hatte sofort Dollarzeichen in den Augen. „Eine Spinat fressende Edelkatze, die Seesterne wegschmeißen kann?! Das bringt Kundschaft! Thaddäus, schreib ein neues Schild: Heute Spinat-Burger für nur 10 Dollar!“

Doch Popeye der Birma-Kater dachte gar nicht daran. Seine Muskeln bildeten sich langsam wieder in weiches, flauschiges Fell zurück. Er rückte seine Matrosenmütze gerade, gab ein zufriedenes, tiefes Schnurren von sich und putzte sich ausgiebig die Pfote. Dann blickte er zu SpongeBob, blinzelte mit seinem typischen Ein-Auge-Grinsen und machte sich, leise vor sich hin meckernd und Seifenblasen pfeifend, auf den Weg zurück an die Oberfläche. Bikini Bottom war ihm dann doch ein bisschen zu verrückt.

Pierre Leschek

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