Kurzgeschichten-Stories
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geschrieben 2020 von Neuro.
Veröffentlicht: 03.07.2020. Rubrik: Spannung


Gefallene Engel

Leiana.
Mit starrem Körper,steifem Blick.
Schwer.
Schwerer.
Leblos.
Hämmern.
Die Eingangstür führte Besucher direkt in Maxine Cherniacks Alternative-Rock-Kiffer-Hölle,eine zweite Jalousientür in das angrenzende Schlafzimmer,das zu einem Schriftstellerparadies im Stile einer englische und amerikanische Literatur verschlingenden Katherine Mansfield auf einem Selbstfindungstrip umgebaut worden war.
"Carabinieri",sagte eine gedämpfte Männerstimme auf Italienisch,"öffnen Sie die Tür."
Max wollte schreien,erhielt hingegen einen Herzaussetzer,der sich wie Ersticken im Zeitraffer anfühlte.Sie schob Leiana von sich,setzte sich in ihrem Himmelbett auf.Die Verandatür stand sperrangelweit offen,die Überreste einer privaten Party lagen verstreut auf dem geräumigen Balkon,eine zerschlagene Akustik-Gitarre,zwei Flaschen halb vergossenen Wodkas,dubiose Spritzen,dahinter:Dachterrassen voller Leinen mit sanft in einer Meeresbrise wippenden,feuchten Kleidern,Fernsehantennen,Radioschüsseln,Sonnenliegen,zwei Mädchen,die im Wasser eines sich gemächlich aufwärmenden Pools planschten.Eine Mutter rief ihren Sohn "Paolo" in der von einer miauenden Katze heimgesuchten,von zur Straße geöffneten Mercatos für täglichen Bedarf,hundertjährigen Mietshäusern und einem Kiosk mit brandaktuellen Gazzettas flankierten Via Riviera,als der Carabiniere und drei seiner Kollegen in ein Streitgespräch mit Filomena,Max' Vermieterin,verwickelt wurde.
Es müsse sich um die falsche Tür handeln,sie kenne Maxine wie ihr „Ristorante Famiglia“,sie mache manchmal Krach,aber das lege sich gegen drei Uhr morgens,dann würde der Alkohol in ihrem Blut gegen ihre verkommene Seele ankämpfen.
"Öffnen Sie die Tür",sagte derselbe Carabiniere,legte enorm viel Betonung auf "Porta".
Max war hellwach,sah die hauchzarten,perlweißen Pulverspuren unter Leianas Nasenlöchern,die vergangene Nacht:Eine unkontrollierbare Bilderflut wie Schnappschüsse von der Vermählung der Jungfrau Maria mit einem perversen,die Kunst der Orgien revolutionierenden Senator des alten Roms.
Das Klopfen intensivierte sich um eine Oktave,und Max wurde superhellwach...

...glaubte durch die Zeit gereist zu sein,als sie sich in ihrem über dem schwarzen Top lässig offenen British-Columbia-Trucker-Flanellhemd,den schwarzen Army-Shorts und ihren Adidas-Sportschuhen wiederfand,die ehrlichen,von gelegentlichen Lachern begleiteten Familiendebatten,genuschelten Pärchendialoge und legeren,ländlichen Männerrunden von Filomenas holzverkleidetem,aus altem Stein gehauenem Restaurant als Hintergrundkulisse.
"Sarah Collins",begrüßte Max die hochgewachsene,in einen schwarzen Einteiler,wie eine CIA-Killerin,gekleidete Neuseeländerin,gewohnheitsmäßig mit Vor-und Nachnamen,wenn es ernste Themen zu besprechen gab.
"Maxine Cherniack",konterte Sarah,legte einen Arm um Leianas Hüfte,setzte sich mit ihrem südländischen Fang gegenüber der Kanadierin.Max liebte es Rollen einzunehmen,gerade spielten sie "Der Garten Eden" von Ernest Hemingway,beide in der Rolle der Catherine,beide hatten ihr schulterlanges Haar selbst kurz geschnitten,und nur Max hatte das Wunder vollbracht,sich zu einem Drittel eine halbe Dauerwelle stehen zu lassen.
"Leiana",sagte die Italienerin,nahm die Getränkekarte von Filomena in der Rolle der Kellnerin entgegen,gab sie,ohne genau gelesen zu haben,weiter an Sarah,die sie mit den Worten "Due Wein" an Filomena zurück gab.
Max machte eine Geste wie "War das Alles?".
"Einfach Leiana",sagte Sarah."Einfach..."
"...einfach,verstanden",ergänzte Max."Spricht die Puppe unsere Sprache?"
Sarah reagierte verletzt."Wenn du Menschlichkeit meinst,ja“,und Leiana unterbach:"Ich waren bis zu siebte Klasse..."
"Schon klar,Prinzessin",sagte Max,malte eine Stange von komplizierten Handzeichen,wie Zeichensprache,in die Luft,als seien dies die Moves eines apokalyptischen Rap-Battles."Verstanden?"
Leiana zuckte die Achseln,sah zur peinlich berührten Sarah,die wirklich verstand,obwohl sie der Botschaft nicht zustimmte.Die Schule der "Maxin Cerniako",wie Max sich insgeheim in der Rolle der prostituierten,von Hemingway erfundenen Marita bezeichnete,war eigentlich keine Schule,sondern Unterricht in Reinform,Phrasendrescherei über Phrasendrescherei.
"Erzähl,wie habt ihr euch kennengelernt?",sagte Max,steckte sich eine Marlboro in den Mund,"Und nichts auslassen",fügte sie hinzu,kramte in ihren Brust-und Hosentaschen nach ihrem Feuerzeug,vergeblich,erlaubte Leiana ihr die Zigarette anzuzünden,die den ersten,genüsslichen Rauchausstoss absichtlich in ihr ebenmäßiges Gesicht mit den höchsten Wangenknochen abbekam,die Max je zu Gesicht bekommen hatte.
Leiana wedelte die Rauchwolke mit ihrer manikürten Hand weg,beobachtete wie die dicke Wirtin,Filomena,auf sie zu walzte,vorbei an eintretenden,dem Hauptkellner,Pietro,ihre Platzreservierungen nennenden Touristen,durch eine Gruppe sich erhebender,Stühle zum Tisch rückender Stammgäste.
"Scusi,Signora Max,aber Rauchen ist nach wie vor nicht gestattet in "Il Lupo"",sagte Filomena.
"Wir sind wie lange Freunde?",sagte Max,entdeckte einen zu unrecht übersehenen,hellhäutigen Sunny-Crockett-Sunny-Boy mit verspiegelter Schützensonnenbrille und für einen die toskanischen Weinfelder austrocknenden August zu warme Klamotten,als leide er unter Sonnenallergie,und Max rief:"Ciao,Enrico."
Enrico Barelli lehnte noch einen angespannten Moment an der Theke,nahm die allgemeine Kumpelenergie stoisch in sich auf,haftete mit seiner Sonnenbrille,deren Gläser ausreichend Platz für Scheibenwischer boten,an denjenigen Gästen,die seinem insektenhaften Blick nicht auswichen,durchhielten,skeptisch zurück starrten.
Als Enrico den von energischen Gesprächsfetzen überschwemmten Raum durchquerte,spielte das Radio den Sommerhit aus Italien,eine Pop-Ballade von Nek.
"Wo hast du gesteckt?",sagte Max.
"Wir wollten allein feiern",sagte Enrico zu Sarah,die sich an Leiana wandte,und Filomena hielt hartnäckig ihre Hand ausgestreckt.
"Max,die Zigarette...",sagte Filomena.
"Ist okay",sagte Enrico,schnappte Max die Kippe weg,drückte sie in seiner Handfläche aus,zurück blieb ein roter Brandfleck."Okay?"
Filomena ging,Enrico setzte sich,Max hüpfte auf seinen Schoss,Enrico sagte,als die Küchentür hinter der Wirtin zuklappte:"Nettes Ristorante,die Speisekarte ist vom Fang des Tages abhängig."
Er hatte es für Leiana erwähnt,der in seiner Gegenwart irgendwie mulmig zumute war,als fürchte sie,er,Enrico,bestelle ihr,einer Vegetarierin,blutiges Steak,als Mutprobe,und zwinge sie mit geballten Fäusten, es zu vertilgen.
"Ich esse keinen Fisch",sagte Leiana,war froh,dass Sarah sich fast gehfertig bereitmachte.
"Wir können woanders hingehen",sagte Sarah,und an Max gewandt:"Ich komme gegen Mitternacht zurück."
"Willst du mich verarschen?",sagte Max,"das ist unser Stammlokal,wir essen umsonst",fügte ängstlich gehetzt hinzu:"Un momento,muss mich anziehen",und wühlte sich mit zitternden Händen durch die Gerümpeltruhe im Schriftsteller-Zimmer nebenan,ergriff das Bungeeseil,befestigte den Haken an der Heizung,klickte den Verschluss zu,band sich das andere Seilende um die Taille,hörte den Polizisten ein allerletztes Mal "Öffnen Sie die Tür" rufen,und positionierte sich,wie eine Sprinterin bei den Olympischen Sommerspielen vor dem Startschuss,auf der Geraden zur offenen Verandatür.
Sie schloss die Augen."Konzentrier' dich,Maxine",sagte sie zu sich selbst,"benutz' deinen Verstand,nicht deine Beine."
Acht Jahre Fitness-Studio,und sie sprintete nach dem symbolischen Startschuss in Form des gewaltsamen Eindringens der Polizia in ihr Apartment gen Veranda,sprintete wie ein Rennpferd bei der Überholung eines chronischen Versagers von einem Reiter,die italienischen Justiz-Befehle schossen ihr nach wie Patronen,prallten von ihrem geistigen Panzer ab,und im Nu hoben ihre Füße ab,sie segelte abwärts,drei Stockwerke tief,wie das coole Girl in einem James-Bond-Streifen,und landete hart vor einem reifenquietschend bremsenden Cinquecento.

Salvatore Neroso,Commissario,Morddezernat.
Filomena riss sich zusammen,versuchte sich an Details zu erinnern,wo Alltag das Centro Storico regiert hatte,aufsehenerregend,aber konstant.Neroso steckte seinen Ausweis in die Gesäßtasche,bedeutete der Wirtin sich an einen Tisch zu setzen,nahe der Bar mit Schränken aus säuberlich aufgereihten Whiskey-,Scotch-,Wodka-Flaschen,poliert,im sterbenden Vormittagslicht leuchtend,jedes Staubkorn ein perfekter Stern im düster leeren Ristorante.
Aus der Küche tönte das Scheppern der Vorbereitungen auf die Öffnung um ein Uhr mittags,als Filomena "Mord" sagte.
"Leider",sagte Neroso,"eine Institution fürs Leben."
"Was ist passiert,ist Max in Ordnung?"
"Ich fürchte,ja,wissen Sie,wo Sie steckt?"
"Sie kann nicht weit sein,ihr gehört die Stadt."
"Die Arbeitervororte nicht mitgerechnet,hoffe ich,da wohnen nämlich meine Eltern."
"Sie ist allseits beliebt,Sie müssen nicht sarkastisch werden."
"Bei dem Auftritt,den sie hingelegt hat,dürfte sich das als schwierig erweisen."
"Auftritt?"
Nachdem Neroso Max' verdächtigen Abgang,und den damit einhergehenden Widerstand gegen die Staatsgewalt,erläutert hatte,schlug Filomena entsetzt die Hände vor ihrem aufgedunsenen Gesicht zusammen,sagte:"Mia santa vergine,Max",im selben rustikalen Patois,in dem Neroso die Suche nach der Kanadierin in der schweigsamen Via Riviera und dem anliegenden Centro Storico durch vier Carabinieri geschildert hatte,als hätte der rapide Wechsel von warmer zu kühler Luft beim Betreten des gemütlichen,zur Straße geöffneten Ristorantes Heimatgefühle in seinem Milano-Herzen geweckt.

Leiana Antonino arbeitete als Prostituierte seit ihrem sechzehnten Lebensjahr,die Autobahnraststätten vor Neapel:ihr Anfang,LKW-Fahrer:ihr Metier.Sie zog ihre Nummer auf die altmodische Art durch,oder was sie für altmodisch hielt,denn weder ihre Mutter noch ihre Großmutter hatten sie auf beim Sex schwitzende,grunzende Bierbauch-Typen mit Heavy-Metal-Tätowierungen,Ohrenpiercings,Unterhemden als Tageskleidung vorbereiten können.
Als ihre Mutter sich aus Verzweiflung über den Willen ihres Onkels,seine einzige Nichte nicht einfach auf den Strich zu schicken,sondern auch mit ihrem Cousin zu verheiraten,das Leben nahm,beschloss Roberto Draconi,Oberhaupt des Draconi-Clans der Ferienmetropole Porto Ferraio,zweihundert Kilometer südlich von Rom,dass seine Leiana einer ernsthaften Tätigkeit zugeführt werden sollte.
Ruf den Escort-Service "Bella Donna" des dienstags vor Gelben Säcken an den Rändern der zerschlagenen Straße überquellenden Stadtteils Ravioli an,frage nicht nach Leiana,frage nach der kühlen Verwegenen,dem Dämon mit Engelsaugen,und Leiana trifft sich mit dir an einem vereinbarten Ort,zum Essen,für einen Kinobesuch,um sie auf einer Betriebsfeier vorzuführen,oder einfach,um eine Frau dieses Kalibers zu riechen,während du dich mit ihr in den Laken eines abgetakelten Stundenhotels am Strand wälzst,Meeresrauschen in den Ohren,die ihre geflüsterten Worte über deine Männlichkeit vernehmen,dabei schmelzen,frisch zusammenfließen,ewig lauschen.
Bestellt deine Wolllust sie für einen Tag,mach dich auf was gefasst.Beginnen wir an dem hellbraunen Sandstrand,der sich über drei Kilometer erstreckt,abgegrenzt durch eine hohe Mauer von der gepflasterten Promenade.Du stierst sehnsüchtig auf das im Wind gekräuselte,spiegelglatte Wasser hinaus,träumst von einer Existenz als Delfin,einem vogelfreien Wesen mit der Intelligenz eines Kleinkindes,das sich als einer der Herren der Meere übermütig durch die Fluten windet,ungestört von Terminen in seiner ebenmäßigen Eleganz,Freiheit von jeglichen Fressfeinden,ausgenommen dem Hai,gar der weißen,großen Sorte.
Und diese Sorte schiebt sich durch ein Meer aus Sonnenliegen,Sonnenschirmen auf dich zu,hinterlässt eine Fußspur,verlassen hinter der Linie zwischen nassem und trockenem Sand,das Meer zum Schwimmen noch zu kalt.
Doch die Jahreszeit stimmt für andere italienische Markenzeichen.In einer nach gebratenem Fisch,Eiern und Speck duftenden Osteria nimmst du mit Leiana dein Frühstück ein,siehst,den Zeitungsjungen heran radeln,dem Besitzer die Gazzetta mit der Schlagzeile der Woche überreichen,den titelgebenden Artikel mit dem alten Mann bei einer Karaffe voll Kaffee,und mit auf den Steinofen aufgestützten Ellbogen,durchdiskutieren.
Unter den Alteingesessenen von Porto Ferraio findest du bislang keine Eile,Hektik oder Anzeichen von Stress...außer bei Leiana.Ihre nervösen Augen mustern deine unsichere Figur regelmäßig,erblicken dich immer aufs Neue,als wünsche sich die achtundzwanzigjährige Italienerin ein richtiges Leben,mit einem ehrliches Geld verdienenden Ehemann,drei Söhnen,die sie jeden Morgen zum gemeinsamen Frühstück,der Reihe nach,die Treppe hinauf hinunter ruft,sich nicht mehr vor den Älteren der Stadt schämen musse,Wäsche wäscht,nach Großmutters Rezepten kocht,abends ihre Telenovela über Anita und ihre heimtückischen Freundinnen schaut.
Zur Mittagszeit schlendert ihr, die Geschichte Porto Ferraios besprechend, zum Plaza Panciera,einer weltberühmten Sehenswürdigkeit,die der Gefallenen des italienischen Widerstands gegen Mussolinis Faschisten gedenkt.Du fotografierst Leiana vor dem Springbrunnen der drei Erzengel:Michael,Gabriel und Rafael,lichtest ihre virtuos posierende Erscheinung als den vierten Engel im Antlitz Gottes ab,der gotischen Kathedrale,bemerkst beim Ansehen des Fotos auf deinem Handy-Display erstmals ihre rigoros über den Tänzerschenkeln eng am geschmeidigen Rumpf anliegenden Hüften.
Du schnippst eine Euro-Münze in das von drei Strahlen besprudelte Wasserbecken,siehst mit Leiana zu,wie sie rasch zu den Fünfzig-Cent-Münzen sinkt,und wünschst dir,dass der Rest deiner irdischen Tage in diesen einen Tag hineingepfercht werde,wünschst dir,dass du es hinter dir hättest,wünschst dir, keine halben Sachen mehr zu erleben,ohne,dass Frauen, wie Leiana, davon wissen,und dich durch ihre bloße Präsenz ganz machen.
Im Ristorante ihrer Familie begegnest du ihren Feinden,ihrer Familie,während der Barmann,ihr Cousin,Wodka in zwei Gläser einschenkt,sie locker über die Theke rutschen lässt,um von Leianas verkrampfter Hand gestoppt zu werden, wie in einem Film,der vor zu lachsem Umgang mit Alkohol warnt.
Ihre Mutter,Donnatella,gesellt sich zu euch,nimmt neben dir auf dem Hocker Platz,bittet ihre Tochter, sich auch zu setzen,sieht,wie sich Leiana auf dem Hocker am linken Kopfende der Bar niederlässt,hört sich selbst die Versäumnisse ihres Mädchens auf Männerebene herunter beten,und Leiana behält ihr Abbild im mannshohen Spiegel bei der Toilettentür im Blick,als sei dies der Mensch,den die ihre Köpfe zusammen steckenden,nuschelnden,anzugtragenden Ältesten des Draconi-Clans dulden,und an der Art,wie Leiana ihre Zigarette mit den Zähnen aus der Gitanes-Schachtel zieht,sich die Kippe von ihrem eilends hilfsbereiten,zwanzigjährigen Cousin anstecken lässt,macht sie das glücklich,so weit Glück und Pflicht vereinbar sind.

Neroso betrat die Bar durch die Schwingtüren eines muffigen Vorraums für die Jacken in den Wintermonaten,wenn die See die nackten Füße der wenigen am windigen Strand spazierenden Einheimischen frostig umspülte.
Aber im Sommer aller Sommer liefen die Klimaanlagen,brachten die schweißnassen Hemden deutscher Touristen zum flattern.Nicht so in dieser Bar,ihre Kunden hatten sich mit einem trägen Deckenventilator für eine gewaltige Fläche aus segmentierten Edelholz-Sitzecken,fest im Parkettboden verankerten Polsterstühlen zu begnügen.
Neroso ließ den Blick nicht schweifen,zeigte keine Andeutung von Interesse an diesem großkotzig herausgeputzten Schuppen.Er platzierte seine speckige Militärhose aus dem Irakkrieg am Rand eines Hockers,der weit entfernt war von dem Treffen der älteren Herrschaften mit gestriegelten,lichten Frisuren,schwarzen Anzügen aus messerscharfen Bügelfalten,und einem Tonfall,als kämen sie schnurstracks von der Beerdigung ihres Chefs.
Neroso schielte eine Weile zu den Signori herüber,den gemachten Männern einer Gesellschaft eines am helllichten Tage halb verdunkelten,in gähnende Schatten getauchten Ristorantes,den Ausgang stets im Blick.Es dauerte vierzig Sekunden,ehe Neroso die hochgezogenen Brauen des Barmanns bemerkte.Neroso winkte ablehnend ab,fing den stechenden Blick eines Signore auf,tat es als Zufall ab,dass er glaubte überhört zu haben,Leianas Cousin werde nie über den Verlust hinwegkommen.
Schließlich fragte der Barmann:"Etwas zu trinken?"
"No,grazie."
"Perdono?"
"Habe schon Mineralwasser intus,bei der Hitze kann man Spiegeleier auf seiner Motorhaube braten."
Sie sahen sich einen Moment abwartend an.
"Trink was Richtiges,oder raus,das ist keine Sportbar."
"Schade,es läuft AC Milan gegen Inter,frage mich,wieviel es steht."
"Okay...du willst es nicht anders...raus."
Neroso schielte wieder zu den Signori,sah,dass sie gebannt dem Vortrag des Ältesten lauschten,an entscheidenden Stellen zustimmend nickten,viel Anteilnahme vorbrachten,falls einer sich meldete,um eine Frage zu stellen.
"Hast du mich verstanden?",sagte der Barmann.
Neroso stierte dem Barmann in die dunklen Augenschlitze,stierte zu einem unbeteiligten,fast apathischen Signore,als dieser sagte:"Wer,glauben Sie, gewinnt?"
Neroso spürte einen Stich in der Brust,er war gemeint."Keine Ahnung,Fussball ist nicht mehr meine Stärke,ich war in der Schule Torwart,aber..."
"Auf wen setzen Sie,Inter behält Handanovic bis 21 im Kasten,seine Schwachstelle."
"Donnarumma",sagte Neroso,lächelte,"AC braucht nicht anzugeben,viele Gegentore...Ein Tor ist wie ein Zuhause,und der Torwart ist der Eindringling."
"Ist das so?",fragte der distinguierte Signore,erhob sich von seinem von seinen Kollegen einen Schritt zu weit entferntem Stuhl.
"Ja",fuhr Neroso fort,als der Signore neben seiner kräftigen,topfiten Gestalt Platz nahm,"die Wetten sollten gegen ihn laufen,und sollte er gewinnen,würde er an der Niederlage,dass er allein gegen alle ins Feld gezogen war,wachsen."
"Gin,Sergio",sagte der Signore,Augen auf Neroso,"wie lautet Ihr Name?"
Neroso lächelte,sagte:"Ich habe keinen."
Der Signore sah erst zum Barmann,der skeptisch zu Neroso blickte,dann zu seinen Kollegen,die größtenteils in eine Debatte wegen des Vortrags des Ältesten vertieft waren,und lediglich zwei hatte Nerosos letzter Satz aufhorchen lassen.
"Sie haben keinen Namen?",sagte Sergio,der Barmann,"Sie heißen wohl Niemand."
"Ganz recht",sagte Neroso,"ich bin auch niemand...niemand,den Sie kennenlernen wollen...niemand,der gebildet rüberkommt...niemand,der auf eigenen Beinen steht...und niemand,der mit dieser Spelunke verbunden sein will."
"Hör sich das einer an",sagte Sergio zu dem Signore,der Neroso streng mit seinen Ebenholzaugen fixiert hielt,und sagte:"Sind Sie etwa der Niemand,der die Nachrichten gesehen hat,oder..."
"Der Zweite",sagte Neroso,"falls die Position nicht schon von unserem Trainer vergeben worden ist."

Maxine Cherniack war eine körperlich vierundzwanzigjährige,geistig sechzehnjährige Ausreißerin aus Vancouver,British Columbia,an der rauen Küste Kanadas,begann nach der Verhaftung ihres alleinerziehenden Alkoholikervaters für die Vancouver Fraser Port Authority Container für Lastschiffe abzufertigen,wechselte nach der Verhaftung ihres Freundes wegen Drogenbesitzes freiwillig die Branche,heuerte als Fluchtfahrerin bei einer Robin-Hood-Bande an,die reiche Villen in der California Bay Area in den Vereinigten Staaten von Amerika ins Auge gefasst hatte,die Ware auf dem Schwarzmarkt von Santa Fe oder San Antonio verhökerte,den Winter als Farmhelfer in Texas,New Mexico oder Nevada verbrachte.
Das stand in Sarah Collins' Tagebuch,jemand,der nicht existieren wollte,jemand,der sein Leben vergeigt hatte,dem man alles anvertrauen konnte,und dem man doch nichts verriet,was er nicht geahnt hatte.

Sarah Collins saß rauchend auf dem Balkon,als Neroso die angelehnte Eingangstür des Zwei-Zimmer-Apartments öffnete,das bis vor zwei Tagen mit dem Band „Betreten Verboten“ versperrt worden war.Sie hatte die Beine auf die andere Liege aufgestützt,schreckte hoch,als Neroso vor dem Himmelbett auf einen Karton mit Tabak trat.Sie sprang auf ihre wackeligen Beine,stellte sich vor,im Hintergrund das rauschende Meer,weit weg,und dennoch in seinem Nacken.
"Ho pensato che sarebbero venuti dopo“,sagte Sarah,"wenn es dunkel ist."
"Da komme ich her."
"Bitte?"
Die einundzwanzigjährige Literaturstudentin aus Auckland,Neuseeland,in Ozeanien,dem Ende der Zivilisation,sei,laut dem ältesten Signore,der sich Herr Draconi genannt hatte,nach einem Streit mit ihren Eltern in Richtung Bangkok,Thailand aufgebrochen,eine Sporttasche als Gepäck,die Sportklamotten derart hinein gequetscht,dass die Gepäckkontrolle vier dicht gepackte Würfel,wie Schutzmäntel von Kokainbeuteln,scannte.
Drogen waren nie Teil ihrer unglücklichen,glückliche Kurzgeschichten schreibenden Jugend gewesen,als Tochter eines Chirurgen am Auckland City Hospital,dem größten neuseeländischen Krankenhaus,das als einziges Spital des vier Millionen Einwohner umfassenden Inselstaates Herz-,Augen-,Gehirneingriffe durchführte.
Drogen waren jedoch ihr Tor nach Europa,raus aus dem Himmel der Reisbauern mit den schiefen Zähnen,den Zuckerrohrplantagenhelfern,die ihre eingeschlafenen Muskeln nach zwanzigstündiger Busreise,vorbei an Dschungelgebieten,in den Garküchen nahe der Khaosan Road ausruhten,eine Galaxie aus Neonreklamen über den schwarzhaarigen,sich ameisenartig identisch bewegenden Köpfen,die Schlitzaugen auf zwischen den Backpackern,Touristen und einheimischen Nachtschwärmern rangierenden Autorikschas,Tuk-Tuks genannt,geheftet.

"Du warst allein unterwegs?",sagte Neroso,lud Spaghetti Carbonara mit einer Gabel auf einen Löffel,aß,die beiden Kellner von Filomenas Ristorante hetzten zwischen Küche und Speiseraum hin und her,in einem Spiel mit einer Regel:fressen oder gefressen werden.
"Ich bin Einzelkind",sagte Sarah,die es vorgezogen hatte,Neroso beim Essen zuzuschauen.
"Ich auch",sagte er,schluckte,"wie du."
"Wie ich",sagte Sarah,lächelte zaghaft.
Neroso nahm dies als ein Zeichen,ging mit Sarah ihr Verhältnis zu Leiana,dem Opfer durch.Beide waren Einzelkinder-nein,dachte Neroso,drei,wir waren zu dritt-,beide lernten Maxine Cherniack unter widrigen Umständen kennen,beide waren Einzelgängerinnen-nein,dachte Neroso,die Kindheit kam zuerst,sie kam immer zuerst-beide stammten aus den bevölkerungsreichsten Städten ihrer Heimatländer,Rom und Auckland-nein,dachte Neroso,ihre Herzen waren ihre Heimat,sie flüchteten sich in sich selbst hinein mittels Sarahs Tagebuch,das als ihr erster Roman fungierte,und waren doch zusammen,Glück im Unglück.

Neroso erhielt den entscheidenden Tipp von Leianas Vater,Federico,er war mit der besten Freundin seiner Frau durchgebrannt,als seine Tochter zwölf war.Max hatte ihm mit Sarahs Flamme,Leiana,in Torino einen Besuch abgestattet,Sarah und Leiana hatten einen Streit wegen Sarahs Streit mit ihren Eltern gehabt,Federico Antonino hatte Max sofort ins Herz geschlossen,seine Tochter wiederholt ausgesperrt.
Unterm Strich war Max in eine Falle getappt.Federico zeigte sie bei seinem Bruder,Roberto,an,dem Eigentümer mehrerer Wettbüros in Milano,als heimliche Verführerin seiner Nichte,die mit Leiana durchzubrennen plante,vermutlich nach Paris.
"Il Ultimo Tango A Parigi",flüsterte Herr Draconi der gefangenen Max ins Ohr,die von Sergio festgehalten wurde wie der Joker beim Kartenspiel,ein Messer an ihrer Kehle,ihre Halsschlagader pochte,ihre Augen glühten.
Die 'Ndrangheta stellte die Vereinigung der kalabresischen Mafiagruppen dar,der Stiefelabsatz Italiens litt unter ihren nächtlichen Ausflüglern auf ihren Vespas,den berüchtigten Soldi-Di-Protezione-Agenten,Schutzgeldeintreibern,wie ein kastrierter Straßenköter.
Die Organisation mit Schwerpunkt auf Drogenhandel hatte ihren Mitgliedern absolute Verschwiegenheit gegenüber Ausländern eingebläut.Roberto Draconi,Pate,vor drei Jahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt worden,vertraute Max vor ihrer Hinrichtung das Geheimnis an,warum Leiana sterben musste.
Die Beziehung zu den beiden "Stranieri" sei intolerabel,in katholischen Verbrecherkreisen unerwünscht,hinderlich,finito.Süditaliener seien eine eingeschworene Gemeinschaft,eine Blase,aus der kein unnötiger Ton,kein sinnloses Lied nach außen dringt.Ausländer versuchten,dagegen,unnötig,diese Blase mit den Messern ihrer unter der mediterranen Sonne wiedergewonnenen Lebenslust zu zerstechen,und wenn dies misslang,besorgten sie sich Speere erotischer Gelüste wie die römischen Legionäre des verdrehten Kaisers Caligula.
Enrico Barelli,der wandernde Auftragskiller aus dem teils kaltblütigen,teils weißhäutigen Norditalien,hatte Leiana bei der Zimmerparty im verlassenen Hotel "Scipioni" während ohrenbetäubender Rockmusik,tranceartigem,zusammenhanglosem Kiffer-Gerede,unbeholfenem Gitarrespielen und Max' geringfügig schiefem Gesang ein vergiftetes Getränk gereicht.
Durch den wabernden Drogennebel flirrten Erinnerungsfetzen ihrer Kindheit,als Leiana robotisch,der Ohnmacht nahe,mit vereisten Augen von Enrico,zu Sarah und Max wankte,ein hilfesuchendes Zittern in ihren Pupillen.
Das Heroin befruchtete die elektrisierende Wirkung des Ecstasy,und die "Stranieri" dachten,wenn sie dazu noch imstande waren,dass die Italienerin high war,auf dem übelsten,krassesten Trip,den Hippies sich vorzustellen wagten,wie Sarah vor Neroso und seinem Partner,Luca Dossani,in der von einem Ventilator durchgefächerten Verhörkammer im Quartier Generale Della Polizia ausgesagt hatte.

Am dreiundzwanzigsten August chauffierte Dossani seinen Kollegen Neroso zum Ristorante "Il Lupo" in der Via Riviera.Wie ausgehandelt,diente der acht Jahre jüngere Dossani notfalls als Lockvogel für die dicken Fische unter den Geschäftsleuten,die sich im Gästehaus verschanzen könnten,falls Neroso die Sache aus dem Ruder laufen sollte.
Dabei würde Dossani mit seiner Dienstwaffe,einer Beretta,aus der Deckung des Polizeiwagens heraus knapp über die Fenster schießen,um wiederum die Signori aus ihrer Deckung zu locken,auf dass sie zurückfeuerten.
Neroso hätte zuvor mit seiner abgesägten Schrotflinte im Speiseraum Kalkriesel aus der Decke geballert,"Auf den Boden,das ist ein Überfall" geschrien,woraufhin die wenigen Gäste um die Mittagszeit sich flach hingeworfen hätten,inklusive der meisten Signori,die ihre Colts gezückt hätten,um das Feuer auf den Räuber zu erwidern.
Neroso hätte sich eine Sekunde,bevor eine zischende Kugel sein mit Gel stramm zurückgekämmtes Haar streifte,über die Theke,hinter die Bar gerollt,hätte fünf Sekunden das Hämmern der Colt-Kugeln gegen die Theke und das Zerspringen von Whiskeyflaschen ausgeharrt,bis die Signori mit zackigen Klicks die Magazine wechselten,und ehe sie weiter feuerten,wäre Neroso auf die Beine gesprungen,hätte zwei Signori mit zwei knallenden Salven die schmächtigen Altmännerbrustkörbe zermatscht,hätte den brachialen Rückstoss mühsam ausgehalten,fast das Gleichgewicht verloren.
Anschließend hätte Neroso zu einem imaginären Partner gerufen:"Ins Gästehaus",und wäre die Treppe hoch getrappelt,bloß,um sich in der Besenkammer zu verstecken,während Sekunden später die Signori beim Vorbeilaufen ihre Schatten über den Lichteinfall am unteren Türrand warfen.
Atemlose Momente würden verstreichen,und sobald die sich gegenseitig koordinierenden Signori-Stimmen verstummten,hätte sich Neroso aus der Kammer geschlichen,kaum fähig,das Türquietschen zu unterdrücken.
Dossani hätte nach Nerosos Funksignal von der Straße herauf gebrüllt:"Draconi,die Spiele mögen beginnen",und Neroso hätte jedes klitzekleine Knarren auf den Dielen in den einzelnen Gästezimmern ausgenutzt,um eine Salve durch die Tür zu senden,als Geschenk für die ehrenwerte Gesellschaft,von Neroso,dem Commissario,und Leiana...dem Niemand.

"Commissario",sagte Dossani,nachdem Neroso den Handgriff der Beifahrertür halb herunter gedrückt hatte.Ihre Blicke trafen sich nicht,der abgebrühte zweiundvierzigjährige Neroso und das impulsive Frischfleisch Dossani,alles war möglich,und Neroso schlüpfte in eine kugelsichere Kevlarweste,als Dossani sagte:"Lassen Sie mich mit ihnen reden."
Neroso schob ein Armeemesser in seinen Stiefel,sagte:"Kommt nicht in Frage,als nächstes schmeißt du den Laden allein,und ich langweile mich zu Tode."
"Lassen Sie es mich versuchen."
"Versuche sind was für Mädchen,die keine Frauen werden wollen."
"Wir sind Männer."
"Du bist einer..."
"Und Sie sind...wer,Leiana?"
Ohne Dossani anzusehen,sagte Neroso:"Wir alle sind Leiana."
"Ich bin nicht besessen."
"Du hast auch die Nachrichten nicht verfolgt."
"Die werden von Leuten gemacht,nicht von Polizisten."
Die Uhr tickte,beide Männer sahen einander an,suchten nach Zeichen von Nachgiebigkeit,Fehlerhaftigkeit in der versteinerten Miene des jeweils anderen Carabiniere.
"Ich gehe,du wartest",sagte Neroso,der ultimative Befehl mit magischem Effekt,denn Dossani sprang förmlich aus dem Wagen,schrie heraus,wer sie seien,und was Neroso für einen Amoklauf abzuziehen vorhatte,und als ein Signore mit vorgehaltenem Colt vor die Tür trat,Filomena als Geisel und Schutzschild vor sich her schob,warf Neroso seinem Kollegen und Freund,Dossani,den schwärzesten aller Blicke zu,zog dabei seinen Revolver aus dem Halfter,schoss dem Signore,fast ohne hinzusehen,den halben Schädel weg,er platzte auf wie eine reife Melone.
"Halt",sagte Dossani.
"Zu spät",sagte Neroso,und über die kreischend fliehenden Gäste hinweg:"Zu spät."
Er beugte sich um den Eingang,die Schrotflinte im Anschlag,fünf Signori-nein,sechs-warfen drei Tische auf eine Kante,sandten ihm aus dieser Deckung peitschende Kugeln,er schwang zurück,Rücken zur Wand,Lauf der Schrotflinte an seiner Wange.
Besinnung.
Dossani bediente sich beim Arsenal im Kofferraum,ergriff zwei kleine,ellipsenförmige Objekte,warf eines Neroso zu,der unverzüglich den Ring abbrach,die Granate in die Ansammlung der Signori kullerte,die Explosion abwartete,die Augen geschlossen zu Leiana betete.
Sie waren tot.
Filomena hatte die Polizia gerufen,ehe Neroso Verstärkung anfordern konnte.Er betrat das Ristorante,fünf zerfetzte Leichen lagen in einem Kreis,ein Signore kroch schwerfällig in die Küche,zog eine Blutspur,die aus einem abgerissenen Bein quoll,wie einen Schwanz hinter sich her.
Neroso stampfte einen Stiefel auf den Kopf des Signore.Der malträtierte Körper fror in seiner winselnden Bewegung ein.Neroso drehte den Mann mit einem Tritt auf den Rücken um.Sein bittender,das "Warum" erfragender Blick war die Ausgeburt eines krepierenden Geschäftemachers,der seine Nase zu tief in die Angelegenheiten des normalen Mannes hineingesteckt hatte.
"Maxine Cherniack",sagte Neroso.
Der Signore gurgelte,spuckte Blutklumpen aus,sprach:"Nicht Ihre Welt."
"Aber Ihre."
"Ja,meine."
"Dann gehört sie jetzt mir."

counterhab ich gern gelesen

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