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geschrieben 2020 von Lieselotte Poewe (Lieselotte Poewe).
Veröffentlicht: 27.11.2020. Rubrik: Nachdenkliches


Der listige Fuchs und die arme Maus

Der Tag geht langsam zu Neige. Draußen wird es dunkel. Die Tiere im Walde begeben sich langsam zur Ruhe. Nur ein Fuchs schleicht langsam unter den Bäumen entlang.
Sein Magen knurrt fürchterlich. Ich habe Hunger, brummt er vor sich her – grossen Hunger -
aber ich muss warten bis es ganz finster ist. Dann werde ich einen guten Fang machen. Ein Hase wäre jetzt das richtige um meinen Hunger zu stillen. Er legt sich auf die Lauer.
Die Hasen aber haben das Knurren im Magen des Fuchses gehört. Flucht denken sie – weg – nur schnell weg – und hoppeln eilig davon. Nur eine Maus konnte sich nicht so schnell in Sicherheit bringen. Sie versteckte sich unter einem grossen Blätterhaufen. Der Fuchs aber hatte die Maus beobachtet. Erbarmungslos schlug er mit seiner Pfote zu. „Dich habe ich“ sagte der Fuchs und hör auf zu zappeln, es nützt dir doch nichts, ich werde dich fressen! Die Maus zitterte am ganzen Körper – sie piepste jämmerlich und flehte um ihr Leben.
Dem Fuchs aber knurrte unerbittlich der Magen. Die Maus erschrickt.
„Bitte“ sagt sie – tu mir nichts und halt mich nicht so fest, du tust mir weh – jammert die Maus. „Haha,du willst mir nur entwischen, daraus wird nichts“ sagte der Fuchs. Die Maus bettelt weiter. Sie überlegt. „Fuchs- sagte sie,weisst du, wir können einen Vertrag machen.“
was für einen Vertrag wollte der Fuchs wissen. Ach, das ist ganz einfach - du lässt mich leben, dafür kratze ich dir dreimal täglich den Rücken und sammle dir deine Läuse und Flöhe ab, antwortete sie ihm. „Nein“sagte der Fuchs, darauf gehe ich nicht ein, du willst mich nur reinlegen! Aber jetzt, wo wir uns kennen, kannst du mich doch nicht töten – wimmerte sie – das ist doch Mord! „Nein -antwortete der Fuchs listig, es ist Not. Ich habe Hunger und du kommst mir gerade recht!“ Aber von mir alleine wirst du doch nicht satt -wimmerte die Maus. Ihre Barthaare zitterten vor Aufregung.
Da knurrte schon wieder der Magen vom Fuchs. Es hörte sich ganz gefährlich an.“Du bist dran“ sagte der Fuchs böse und leckte gierig seine Lefzen.
In allerletzter Not hatte die Maus eine Idee. „Weisst Du, sagte sie zum Fuchs, wenn du mich leben lässt zeige ich dir wo du dich richtig satt fressen kannst. Dort gibt es Schinken,Würste,Käse
Eier und vieles mehr.“ Dem Fuchs lief das Wasser im Maul zusammen. Sein Magen knurrte immer lauter. Er überlegt. „Das hört sich gut an, zeig mir den Weg.. Aber ich werde dich tragen, so kannst du mir nicht entwischen.“ Er pakte die Maus, setzte sie auf seine Pfote und hoppelte nun auf drei Beinen davon.
In allem Eifer haben beide nicht bemerkt, dass sie beobachtet wurden. Es war ein Jäger.
Nanu – dachte der Jäger -der Fuchs kann ja nicht laufen – wo will er wohl hin? Vorsichtig folgte er dem humpelnden Fuchs.
Inzwischen sind der Fuchs und die Maus im Keller eines grossen Hauses angekommen.
Der hungerige Fuchs sah nun all die Herrlichkeiten. Ein wunderbarer Duft kroch in seine Nase. Voller Entzücken lies er die Maus fallen. Die hatte damit gerechnet und verschwand schnell in einem Mauseloch.
Der Jäger, der vorsichtig hinter beiden her geschlichen war, machte leise die Kellertür zu.
Den hab ich, dachte er, der kann ja nicht laufen. Der Fuchs erschrak. Ein gewaltiger Schreck lief ihm durch seinen Körper. „Maus, wo bist du, rief er. ,,Du musst mir helfen, ich bin gefangen.“ „Hilf dir selber, du meinst doch du bist der Schlauste unter uns Tieren. Sie zu wie du wieder raus kommst.“kicherte sie schadenfroh. Sie piepste fröhlich und verschwand.
Ich bin gefangen dachte der Fuchs. Es gab keinen Ausweg mehr für ihn.
Der Jäger wartete eine Weile, dann machte er die Kellertür einen Spalt breit auf.
Der Fuchs hatte das gesehen. Vergessen waren Würste und Schinken. Nur fort von hier dachte er und schoss wie ein Blitz zu Tür hinaus. Der Jäger schaute ihm verdutzt hinterher.
Mit knapper Müh und Not war der Fuchs entkommen. Er rannte in den Wald hinein.
Erschöpft legte er sich dort unter einem Busch. Müde vom Laufen und vor Hunger murmelte
er vor sich her:“Die Maus hat mich reingelegt, hat mich schlauen Fuchs überlistet.
Nie wieder werde ich einer Maus vertrauen. Ich fresse sie lieber gleich auf, damit mir so etwas nicht nochmal passiert. Die Maus jedoch freute sich ,dass sie den Fuchs ausgetrickst hat und frass sich in der Vorratskammer kugelrund.

2xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Ben Warrik am 01.12.2020:
tolle Geschichte :)) hat Spass gemacht zu lesen. Schön, dass die Maus überlebt hat und sich dann auch noch voll fressen konnte :)




geschrieben von Susi56 am 16.01.2021:
Ein paar Rechtschreibfehlerchen haben sich eingeschlichen, aber die Idee der pfiffigen Maus ist wirklich hübsch.

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