Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie Du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
FacebookMenu anzeigenMenu anzeigen
hab ich gern gelesen
Diese Geschichte ist auch als .pdf Dokument verfügbar.
geschrieben 2018 von Sally (Sally).
Veröffentlicht: 07.11.2018. Rubrik: Nachdenkliches


Somnium Materna 2. Teil

1. Geschichte
Think
Neugierig wie die kleine Elfe ist, ich bleibe mal bei den weltlichen Bezeichnungen, denn für die wahren Namen gibt es in unserer Sprache keine Begrifflichkeit, war sie ein häufiger Begleiter meiner ersten Wanderungen.
Wir löcherten uns gegenseitig mit Fragen und hörten dem anderen verwundert und staunend zu. Dabei lernte ich diesen unglaublichen Ort näher kennen, wir gingen an Beeten vorbei in denen Blumen in einer Farbenpracht blühten wie ich es noch nie gesehen hatte. Wiesen von so unglaubliche sattem Grün, Bäume voll mit Früchten, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen ließen. An diesem Ort scheint alles mit einer schier endlosen Energie gesegnet zu sein. Nie habe ich meine Blumen zu Hause in so intensiven Farben gesehen.
Häufig fragte ich Think nach dieser oder jener Pflanze und sie brachte mir so viel über bei! Nach einigem Nachdenken erkannte ich die Zusammenhänge die sich auf unsere Welt übertragen lassen, wie z.B, dass alle Bäume und Pflanzen sind mit einander verbunden! Unglaublich! Jeder Baum überträgt über die Wurzeln Informationen weiter. Ob Schädlinge auftauchen, ein Baum gefällt wurde und vieles mehr.
Unsere Wissenschaft inzwischen etwas ähnliches festgestellt hat. Pflanzen kommunizieren miteinander, ebenso wie jede einzelne Zellen in uns Menschen. Man hat nachgewiesen, das Blutzellen über eine Entfernung von 60 Kilometern die gleichen Reaktionen zeigen. Unglaublich was das Bedeutet!
Ich habe viel von Think gelernt, zum Beispiel über die Energie mit der man etwas macht. so gedeiht eine Pflanze wenn sie mit Liebe versorgt wird viel besser, als eine die eben nur gegossen wird. Ist es nicht bei uns Menschen genauso? Ein Essen das mit liebe gekocht wird
schmeckt besser als irgendetwas liebloses hingestelltes. Oder? Ist das vielleicht der Grund, das bei Mama immer am besten schmeckt? Sollte man nicht viel dankbarer für so etwas sein?
Dankbarer für die anscheinend so kleinen Dinge des Lebens? Ein nettes Wort, ein Lächeln oder für Hilfe wenn man sie gerade dringend braucht. Für eine Umarmung oder für eine Blume am Wegesrand die uns zum lächeln bringt? Ich überlege ob das vielleicht die großen Dinge des Lebens sind und nicht die materiellen Sachen? Macht mich alles das was ich besitze oder besitzen möchte wirklich glücklich? Wenn ich darüber nachdenke, sind es die Menschen die mich glücklich machen. Die mein Herz erwärmen und zum strahlen bringen. Eben die Umarmung, ein aufmunterndes Lächeln wenn ich traurig bin. Das sind die wertvollen Momente im Leben!! Wenn ich darüber nachdenke, erinnere ich mich an viele schöne gemeinsame Unternehmungen mit Freunden und Familie, aber wann ich das letzte Handy, das ich unbedingt haben musste, gekauft habe weiß ich nicht mehr.
Was bedeutet das alles für das Leben? Was bedeutet es wenn alles in Verbindung miteinander ist? Sind die Menschen so oft einsam, weil sie im Außen leben? Außen bedeutet für mich, Konsum. Mir wird das Innen immer wichtiger. Innen, das beinhaltet für mich, meine Gefühle und Träume, aber auch Menschen die in meinem Herzen wohnen. Wann habe ich die Verbindung verloren und noch wichtiger: Wie stelle ich sie wieder her?
Think brachte mich an eine Stelle in diesem phantastischen Garten in dem es etwas anders aussah. Hier war es nicht so bunt. Auf meine Frage was den Pflanzen den fehle, sagte sie, das ich es richtig erkannt habe. Ihresgleichen haben diesen Teil etwas vernachlässigt, deshalb blühen diese Blumen weniger.
Sie erklärte mit das es in Somnium Materna viele verschiedene Elfen gebe. Jede Art hat einen eigenen Aufgabenbereich. Think gehört zu den Pflanzenelfen. Sie kümmert sich um die Nährstoffe die benötigt werden. Dann gibt es noch Blütenelfen, Wasserelfen und Fruchtelfen.
Ich betrachtete Think etwas genauer. Ein kleines grünes Wesen, die Kleidung schien aus blättern und Fasern gewebt zu sein. Die Schuhe waren wohl aus den Stielen von Sonnenblumen- gemacht. Sie war so unbegreiflich zierlich und anmutig, bewegte sich mit einer Leichtigkeit in der Luft, getragen von Flügeln aus feinsten …. ja aus feinsten was? Ich sah aus als wären es Spinnennetze. Sie glitzerten in der Sonne in allen Grüntönen.
Es waren keine Spinnennetze, sondern gewebt aus jungen Sprösslingen der verschiedensten Arten. Getreide, Blumen, Sträucher. Erstaunt fragte ich wie sie denn damit fliegen könne, wenn es Teil ihrer Kleidung ist. Think lachte amüsiert und erzählte mir die Geschichte der Elfen.
Vor langer Zeit konnten Elfen nicht fliegen und da sie ihre Arbeit nicht so erfolgreich erledigen konnten, gingen sie andere Wege. Weil im Leben nichts unmöglich ist, wenn man fest daran glaubt, gestalteten sich die Elfen Flügel. Mit etwas Übung und Ausprobieren, erschufen sie sich zwei wundervolle Schwingen. Heute kommen die ganz kleinen Wesen schon mit den Flügeln auf die Welt.
Diese Geschichte finde ich phänomenal, ich lernte was Glaube und Wille tatsächlich wachsen lassen können und das sogar nachfolgende Generationen davon profitieren!

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Weitere Kurzgeschichten von diesem Autor:

Somnium Materna 1. Teil
Somnium Materna Einführung
Der Fall Winter
Amalie