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geschrieben 2023 von Ernst Paul.
Veröffentlicht: 10.12.2023. Rubrik: Aktionen


Winterzauber (Dezemberaktion)

Ein Wintermärchen

Es war einmal …

Jedes Jahr hatte der Winter das Land fest im Griff. In den Städten und Dörfern bedeckten dicke Schneedecken die Dächer der Häuser und Straßen. Ein kleines Dorf, im tiefen Wald des Erzgebirges gelegen, war fast abgeschnitten von der Außenwelt. Die Bewohner dieses Dorfes waren deshalb mit den Pferdeschlitten unterwegs, um ihren Tätigkeiten nachzugehen. An den Geschirren der Pferde waren kleine Glocken angebracht, die immer läuteten, wenn die Pferde liefen. Die Kinder fuhren Schlitten oder liefen auf Ski.
Viele Bewohner arbeiteten während des Winters zu Hause. Sie fertigten Schwibbögen, die sie mit Kerzen bestückten. In diesen Bögen gestalteten sie Motive aus ihrer Heimat.
Auf den Weihnachtspyramiden, die sie ebenfalls fertigten, stellten geschnitzte Figuren die Weihnachtsgeschichte nach. Nussknacker, Räuchermännchen und kleine Sagenfiguren aus dem Erzgebirge wurden gedrechselt und bemalt. Gut verpackt, standen alle Erzeugnisse für den Verkauf auf dem Winterzauberfest bereit.
Auch um das leibliche Wohl ihrer Besucher sorgten sich die Bewohner des Dorfes. Sie boten Bratwürste und Bratäpfel an, auch Stollen, Pfefferkuchen und Weihnachtsgebäck.

Jedes Jahr feierten sie das Winterzauberfest. Tief verschneit, war es besonders schön. Mit Beginn der Dunkelheit erstrahlten dann die Lichterketten auf den geschmückten Bäumen. Die Lichter auf den Schwibbögen in den Fenstern wurden angezündet und strahlten in die Dunkelheit. Sie umgaben dieses Fest mit einem besonderen Zauber.

Doch in diesem Jahr wollte und wollte kein Schnee fallen. Das Fest drohte auszufallen. Die Einwohner weigerten sich, dieses Fest ohne Schnee zu begehen. Das Winterzauberfest ohne Schnee konnten sie sich nicht vorstellen. Auch Isabell konnte sich das Winterzauberfest ohne Schnee nicht vorstellen und war sehr traurig.
Isabell war ein kleines Mädchen aus diesem Dorf. Es liebte den Winter und besonders das Winterzauberfest. Sie war aufgeweckt und neugierig. Stets suchte sie nach Abenteuern. Der Winter hatte in ihrem Herzen einen großen Platz. Immer wieder war sie fasziniert von der Schönheit der fallenden Schneeflocken. Doch, weil in diesem Winter keine Schneeflocken fielen, machte sie sich Sorgen.
Tieftraurig ging sie einen Tag vor dem Winterzauberfest in den Wald. Plötzlich bemerkte sie eine glitzernde Lichtspur. Wie von einer magischen Hand geführt, folgte sie dieser Spur. Neugierig lief sie auf diesem strahlenden Pfad, der sie immer tiefer in den Wald führte. Schließlich gelangte sie zu einer wundersamen Lichtung. Die Lichtung wurde von dem aufgehenden Mond leicht erhellt. Dort tanzten Hunderte funkelnde Schneeflocken im fahlen Mondlicht. Die Schneeflocken sahen aus wie Tänzerinnen. Sie trugen weiße Tüllkleider, die mit silbernen Sternen bestickt waren und weiße Schuhe. Anmutig und graziös bewegten sich die Schneeflocken beim Tanz. Es war eine Freude, ihnen zuzusehen.
Inmitten dieses Schneetanzes stand eine besonders schöne und elegante Schneeflocke. Sie trug eine weiße Krone auf ihrem goldenen Haar. Ihr Kleid war mit goldenen Sternen bestickt. Isabell konnte nicht anders, als fasziniert stehen zu bleiben und das atemberaubende Schauspiel zu bewundern. Die schöne und elegante Schneeflocke schien lebendig zu sein. Sie wandte sich Isabell zu und begann zu sprechen.
„Willkommen, Isabell“, sagte sie, „ich weiß, Du liebst den Winter sehr. Ich bin die Hüterin des Winterzaubers, die Königin der Schneeflocken. Du hast den Weg zu uns gefunden, weil Dein großes Herz rein und voller Freude ist.“
Isabell war erstaunt, aber auch glücklich, von der Königin der Schneeflocken begrüßt zu werden. Weiter sagte die Königin: „Isabell, Du bist auserwählt, den Winterzauber zu bewahren und in die Welt zutragen. Möchtest Du diese Aufgabe übernehmen?“
Isabell war begeistert von dieser Aufgabe und stimmte freudig zu. In der Nacht des Winterzauberfestes kehrte Isabell in ihr Dorf zurück. Die Königin begleitete sie. Auch die anderen Schneeflocken ließen es sich nicht nehmen, das Dorf zu besuchen. Gemeinsam zauberten sie einen Winter über das Dorf, der die Herzen der Menschen mit Freude erfüllte. Das Winterzauberfest konnte nun stattfinden.

Wie jedes Jahr kamen sehr viele Besucher und erfreuten sich. Sie kauften viele der angebotenen Produkte und stillten ihren Hunger mit den dargebotenen Speisen. Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, mit dem Pferdeschlitten durch den Winterwald zu fahren. Kinder hängten ihre Schlitten an und hatten ihren Spaß beim Mitfahren.
Isabell wurde jedes Jahr von der Königin der Schneeflocken besucht, um gemeinsam den Zauber des Winters zu verbreiten.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Marlies am 10.12.2023:
Kommentar gern gelesen.

Unglaublich schön!
Ein echtes Winterwundermärchen .
Da leuchten auch meine Oma Augen .
Lieber Ernst Paul
vielen Dank dafür
Marlies




geschrieben von Ernst Paul am 11.12.2023:

Vielen Dank für Deinen schönen Kommentar, Marlies.
Liebe Grüße




geschrieben von Weißehex am 12.12.2023:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Ernst Paul,

eine wunderschöne Geschichte! Da lässt man sich gerne mit verzaubern.

LG Weißehex




geschrieben von Christelle am 13.12.2023:
Kommentar gern gelesen.
Eine wunderschöne Geschichte! Zuerst der Teil, der das Winterlzauberfest und seinen jährlichen Ablauf beschreibt, anschließend das romantische Märchen. LG





geschrieben von Gari Helwer am 19.12.2023:
Kommentar gern gelesen.
Eine sehr hübsche Geschichte! Die kleine Isabell könnte gerne hier auch einmal vorbei kommen! LG

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