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1xhab ich gern gelesen
geschrieben von bobbi.
Veröffentlicht: 10.06.2019. Rubrik: Unsortiert


Ehla 4. Teil

Kapitel 5.1

Abenteuer mit Ehla:

Mit der Zeit wußten wohl alle Bekannten und Verwandten das ich auf den Hund gekommen bin und eigentlich sah man uns nur noch zusammen, meine Frau meinte schon schmunzelnt ich und Ehla wackeln schon gleichmäßig mit den A.... (Hintern).
Nun stand in dem Begleitbüchlein das ich hatte, man kann einen RR ohne weiteres auf einer Windhundanlage mitlaufen lassen, diesen Satz hätte ich mir lieber genau merken sollen.
Einen Tag war ich mit Ehla wie so oft auf dem abgeernteten Feld am Stadtrand und wir streiften umher,
öfter waren dort auch Rehe in der Ferne zu sehen, so auch an diesen Tag. Als Ehla die Rehe sah kam ihr natürlicher Jagdinstink zum Vorschein, sie trabte aber nur kurz an, die Rehe flüchteten sofort und Ehla kam gleich wieder zu mir. Nach diesen Erlebnis dachte ich nicht weiter darüber nach und lobte im Stillen Claudias gute Erziehung.
Tage später gleiche Stelle gleiche Situation, an diesen Tag zeigte mir Ehla was RR so drauf haben. Sie trabte wieder leicht an, nur blieb sie diesmal nicht stehen als die Rehe flüchteten, ihr Lauf wurde immer schneller, die Rehe erreichten ihrerseits die maximale Geschwindigkeit und dann kam etwas was ich bisher nie gesehen hatte bei einem Hund. Als würde Ehla den Turbo zünden flog viel Schmutz und Staub hinter ihr auf und Null Komma Nichts befand sie sich zwischen den Rehen, ich war so erschrocken wie erstaunt, das ich von Anfang an mit offenen Mund da stand. Nun stieben die Rehe in alle Richtungen auseinander und Ehla blieb unentschlossen stehen, sah zu mir rüber und ich hob mehr aus Verzweiflung meinen Arm. Sie reagierte darauf sofort und kam zu mir, ich atmete tief durch und ließ mir das eine Lehre sein. Von da an rief ich sie bei den ersten Anzeichen von Jagdlaune sofort zu mir und es gab keine böse Überraschungen mehr.

Kapitel 5.2

Ein Jahr ist vergangen:


Man kann sagen Ehla hatte sich nach einem Jahr total eingelebt, ihre Lauflaune war ungebremst und ich gab ihr so oft es nur ging Gelegenheit dazu, zu Fuß wie auch am Fahrrad. Wir waren beim Tierarzt zum Check alles ohne Probleme, mit anderen Hunden kam sie zurecht, besonders kleinere Rüden. Dazu muß ich sagen, Ehla wurde vor meiner Zeit schon sterilisiert also war kein Nachwuchs zu erwarten.
Wenn sie mit anderen Hunden tobte war es immer eine Augenweide, ihre Schnelligkeit und Wendigkleit konnten die anderen nicht mithalten. Einmal lief sie wieder mit einen anderen Hund wie um die Wette, Ehla vorweg der kleinere Rüde hinterher. Im vollen Lauf sausten die beiden auf einen kleinen Zaun zu, Ehla drehte kurz vorm Zaun im rechten Winkel ab, das schaffte ihr kleiner Freund nicht und rutschte gegen den Zaun.
Wenn man nun liest das die RR in Südafrika zur Löwenjagd gehalten wurden, wundert es nicht das Schnelligkeit und Wendigkeit zum Charakter gehörten, das war für die dortigen Hunde einfach lebensnotwendig.
Ein weiterer Charakterzug war Ehlas Abneigung vor Wasser, egal wie heiß es im Sommer war, ins Wasser rein mußte ich alleine. Inzwischen machte Ehla es sich am Strand oder wo wir uns sonst in Wassernähe aufhielten gemütlich während ich mich abkühlte. So lange sie mich im Sichtfeld hatte blieb sie ruhig, aber wehe ich schwamm etwas abseits oder tauchte, totale Unruhe war die Folge.
Einen heißen Sommertag sind wir mal wieder zum Abkühlen an einen Bachlauf gewandert, wie immer lag Ehla am Ufer und ließ mich nicht aus den Augen. Ich durchquerte den Bach an der flachsten Stelle und nun lockte ich sie so gut ich nur konnte. Tatsächlich folgte sie mir durch den Bach auf den selben Weg, erst zaghaft und zum Schluß mit zwei drei Riesensprüngen. Mit ganz viel Lob und Streicheleinheiten bekam ich sie noch ein paar Mal durch den Bach gelockt und machte mit der Handykamera Beweisfotos, meine Familie hätte es mir sonst nie geglaubt. Damit ist bewiesen, was so ein Wesen aus Liebe und Vertrauen für seinen Menschen alles zu tun in der Lage ist.

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