Kurzgeschichten-Stories
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geschrieben von Lorson.
Veröffentlicht: 18.06.2019. Rubrik: Unsortiert


Avalia

Die große Manifestation, so nannten es die Gelehrten. Ein Ereignis, größer als der Verstand es erlaubte. Die Vereinigung von Dimensionen, Welten, welche sich niemals hätten begegnen und berühren dürfen. Menschen, Elfen, Orks, Dunkelelfen, Feen, alle Wesen lebten gemeinsam in einer Welt, einer gewaltigen Welt ohne bekannten Ausmaß.
Avalia war Teil dieser Welt. Als Dunkelfe bewohnte sie mit ihrem Volk die dunklen, gewaltigen Höhlen, nahe magischer Kristalle und Schwingungen, welche ihr Volk als heilig betrachtete. Die Dunkelfen glaubten dass Malessa, die Herrin der Nacht, diese Lichterfüllten, sanft rosa leuchtenden Steine auf dem Weg in die ewige Dunkelheit als Spur hinterlassen hatte, damit die Dunkelfen dieser Spur in die Finsternis folgen konnten, der Traum eines jeden von ihrer Rasse.
Dadurch, dass sie so tief unter der Erde lebten und ein sehr abgeschottetes Dasein fristeten ließen die anderen Rassen sie häufig in Ruhe.
Die Menschen lebten in Arosia, in Avalias Sprache. eine Welt auf der Oberfläche. Sie bevorzugten Technologie und andere mechanische Kunst, seltsam in Avalias Augen, nahezu unvorstellbar.
Die Lichtelfen lebten in Velien'del, dem Land des Lichts. Es herrschte kein Hass zwischen ihren Völkern, doch man wollte absolut nichts mit seinen Namensvettern zu tun haben. Beide rassen gingen sich aus dem Weg, deswegen geschah auch nichts. Die Waldelfen bewohnten die hohen Wälder Gilgiels, Avalia hatte noch nie einen gesehen. Die kleineren Abstammungen der Elfen waren Scheu und kontaktlos.
Alle Orks, Goblins, Gnome, Trolle und so weiter, lebten in Hragash, ein dumpfes, triestes Land, ihre bescheurten Clans führten ununterbrochen Krieg gegeneinander. Avalia verabscheute diese pimitiven Missgeburten. Sie sah in ihnen keine Eleganz, keine Schönheit. Sie waren der Abschaum aller Rassen.
Soweit Avalia wusste gab es drei große Dunkelef Städte. Die Hauptstadt Sheroin, in der auch Avalia lebte, die westliche Höhle nahe der Menschen mit dem Namen Targiew und die südliche Höhle nahe den Lichtelfen mit dem Namen Arangien. Die kleineren Höhlen udn Städten zogen sich durch die unendlichen Höhlensysteme hindurch. Laut Schätzungen ihrer Gelehrten betrug das Volk der Dunkelelfen etwa 90 Millionen Staatsbürger und zählte somit zu den kleinsten der Rassen.
Die Hirarchie war ganz klar organisiert. An oberster Stelle waren ihr Hirarch und ihre Hirarchin, Dolevin und Arnicha. Der Prunkvolle Palast war das Herz der Hauptstadt, mit dem großen Stein der Göttin in der Mitte. Der Thronsaal liegt genau ihm zu Füßen erzählte man sich, nur die wenigsten Dunkelfen hatten das Privileg einer Audienz bei ihnen, auch Avalia hatte sie noch nie gesehen, oder den Thronsaal. Unter den Hirarchen kamen dann die beiden Prinzessinen Ashila und Urshia, welche den großteil der öffentlichen Arbeit der Königsfamilie erledigten. Mit Urshia hatte Avalia sogar schon einmal gesprochen, eine sehr weise und strenge Prinzessin.
Unter der Königsfamilie Kamen die Schattenmatriarchinen und Schattengebieterinnen, Dunkelelfinnen mit unfassbarer magischer Kraft. Man musste geboren dafür sein, und hatte man Glück und wurde auserwählt, so begann die langwierige Ausbildung. Unter den Matriarchinnen gab es die Schattenhexen, weniger Starke Dunkelfinnen, aber immer noch die zweithöchste Instanz unter der königlichen Familie. Die besondere Bindung zu ihrer Göttin prägten den hohen Stand der Dunkelfinnen diesen Ranges, denn man sagte, dass Malessa selbst die jungen Dunkelelfinnen auserwähle, diese Ränge zu besteigen.
Neben den Magierinnen herrschten auch die Drachenreiter, Dunkelelfen, welche die monströsen Schattendrachen der Höhlen zähmten und auf ihnen Ritten und kämpften. Sie waren die oberste Spitze des Militärs der Dunkelelfen und ihre Künste und ihr Respekt war weit über die Grenzen ihres Terretoriums bekannt.
Die Hauptstadt war in vier Ebenen aufgeteilt. Ganz unten waren die Sklavenbaracken, für Minotauren, und Kriegsgefangene. Darüber kam die Arbeiterschicht der Dunkelelfen, dann die Militärs, dann die der MAtriarchen und Drachenreiter und ganz oben, nahe des Kristalls der Göttin der Palast der königlichen Familie.
Avalia war eine Junghexe der Matriarchinnen, somit also von allerhöchstem Rang. Als sie noch ein Säugling war fand man sie einfach vor der der Türschwelle des Altars der Matriarchinnen. Die hohen Herrinnen entdeckten ihr Potential und bildeten sie aus. Seit nun mehr 40 Jahren diente Avalia unter ihnen, mit einer weiteren Junghexen. Die drei Matriarchinnen waren Segsha, Kardashia und Alovia.
Dunkelfen waren wie ihre Artgenossen die Lichtelfen unsterblich.

Avalia stand vor den gewaltigen PForten des Altars ihrer Herrinnen. Große Treppen führten herunter auf den Vorplatz, ein verzierter Brunnen stand in der Mitte, dampf traat heraus und er leuchtete Rot. Jeden Tag opferten sie dort eine Blutjungfer, eine Kriegerin der Armee, um Malessa um einen gelehrigen Tag zu bitten. Zum Zweichen des Respekts wurden drei wunderschöne Statuen von Blutjungfern um den Brunnen herum gebaut, die Dolche angriffsbereit, der Gesichtsausdruck Willensstark, Avalia bewunderte den Mut dieser starken Dunkelfinnen. Über den Eingangspforten war eine gigantische Statue von Kardashia errichtet worden, der obersten der MAtriarchinnen. In der linken Hand war ein roter Fluxwirbel aus Magie zu sehen, welcher immer leuchtete und welchen man schon von weit vor den Stadttoren sehen konnte. Links und rechts neben den Treppen lagen die Statuen von Segsha und Alovia, alle drei nackt. Nacktheit war bei den Dunkelelfen nicht verpöhnt, ganz im Gegenteil. Je attraktiver und schöner eine Dunkelfe aussah, um so weniger zog sie an, um den anderen zu zeigen, mit welchen Attributen Malessa sie gezeichnet hatte. Nur die Schüler und Auszubildenden mussten etwas tragen, als Zeichen des Respekts ihren Herren und HErrinnen gegenüber.
Avalia blickte den gewaltigen, rosanen Kristall in der Mitte der Stadt an, und entsandte ein schnelles Gebet an Malessa. Ihre Herinnen hatten sie gebeten einen Boten zu empfangen und dieser ließ nicht lange auf sich warten. Ein Junger Dunkelelf schritt rasch die vielen Treppen zu der Pforte des Altars heraus, blieb vor dem Brunnen stehen, schnitt sich in die Hand und treäufelte etwas Blut in das dampfende Loch, ein Zeichen der Wehmut Malessa gegenüber. Andererseits hätte Avalia ihn jetzt getötet, wegen respektlosigkeit. Er verband die Wunde Rasch und verneigte sich als er vor ihr Stehen blieb.
Avalia hatte lange, nahezu weiße Haare, phal wie das Mondlicht, welches ab und zu durch die gewaltige Höhlendecke fiel. Sie trug ein schwarzes Leinentuch um ihre Brüste und ein schwarzes Lendentuch um ihre Scheide zu verdecken. Dieses Lendentuch fiel seitlich an ihren Beinen bis knapp zu den Waden herab und bedeckte ihren Arsch auch nur so gerade. Doch auf Grund ihres unfassbar attraktiven Körpers hatten die Herinnen dieses Aussehen für sie erwählt. Ihre Füße bedeckten feine, schmale Schuhe aus schwarzem Samt. Mit einem leichten neigen des Kopfes bedeutete Avalia ihm zu sprechen.
"Ich habe Kundschaft von den Echsenreitern. Ich soll sie Euren Herinnen überreichen.", sprach er vornehm, doch Avalia spürte seine Anspannung. Alle Dunkelelfen die herkamen waren nervös, eine Audienz bei den hohen Herinnen war sehr besonders und sehr gefährlich. Falsches, oder ungebührliches Verhalten führte zum Tod. Der hohe Stand den sie hatten spielte auch eine Rolle.
"Folgt mir, junger Bote.", sie bedeutete ihm zu folgen und schritt elegant voran. Sie betraten die gewaltigen Pforten. Vor den Pforten waren links und rechts verzierte Skulpturen angefertigt, rote magische Astrallichter erhellten den Weg. Die Tore sprangen von alleine auf. Die beidne betraten den gewaltigen Saal, Säulen stützten das Steingebälk hoch über ihnen. Die Wächter, allesamt Bluntjungfern verneigten sich tief, als Avalia an ihnen vorbeischritt. Am Ende des Saals saßen vor dem Abbild Malessas die drei hohen Herinnen. Tief sank Avalia auf die Knie, und wagte nicht aufzublicken.
"Meine Gebieterinnen. Der von Euch angekündigte Bote ist soeben eingetroffen.", sprach sie demütig.
Avalia hoffte um das wohl des jungen Elfen, dass auch er auf den Knien lag.
"Avalia Schätzchen, steh auf, du weißt doch, dass du nicht so zu uns sein musst.", erklang die warme Stimme von Kardashia.
"Sie meint es doch nur gut, Liebste.", ertönte Segshas Stimme.
"Immerhin hat sie Anstand, wisst ihr noch die letzte Junghexe?", fragte Alovia und alle drei Hexen lachten.
"Respektloses Gör, sie hat ihre Lektion schnell gelernt. Erhebe die Avalia, und komme neben uns.", befahl ihr Kardashia sanft. Avalia erhob sich. Die drei Matriarchinnen saßen nackt auf den prunkvollen Trhonen. Die leicht blass gräuliche HAut der Dunkelfen und die weißen mit fast blutroten Pupillen versetzten Augen, welche jeder Dunkelf besaß gaben ihnen ihr unfassbares Aussehen. Avalia kannte keinen Makel an den Herrinnen. Alle drei hatten die Beine überkreuzt, die langen, silbergrau langen Haare reichten jeder von ihr von fast zu den Kniekehlen. Doch den blick auf ihre Scheiden durften nur die Junghexen sehen, kein Fremder, kein Bote und kein anderer Dunkelf durften sie sehen.
Avalia verneigte sich tief und schritt neben Segsha, welche links saß, faltete die Hände unterhalb ihres Bauches und wartete die Reaktion des Dunkelelfen ab, welcher die Stirn auf den violetten teppich presste.
"Hast du unserer Göttin opfergetan, junger Elf?", fragte Alovia streng.
"Ja, oh Gebieterin.", sprach er demütig. Alle drei MAtriarchinnen blickten sie an. Avalia nickte nur sanft.
"Nun gut, was ist dein Anliegen?", fragte Segsha nun etwas freundlicher.
"Ich komme im Auftrag des Echsenreiterführers Slovein, er gab mir dies um Euer GEsuch.", ohne aufzublicken hielt er eine zusammengeschnürte Rolle hoch. Kardashia nickte in seine Richtung und Avalia holte rasch die Rolle, verneigte sich tief und hielt der obersten Herrin die Rolle hin.
"Danke Schätzchen.", Avalia schritt neben Segsha. Kurzes Schweigen.
"Slovein möchte nach Arosia zu Konkudator Slithers. Dafür würde er gerne eine unserer Junghexen mitnehmen, als Repräsentation unserer geliebten Göttin Malessa. Es geht um die Verlängerung eines Abkommens zwischen den Menschen und unserem Volke über eine Handelsroute. Was sagt ihr, Schwestern?", sprach Kardashia ruhig.
"Wie wichtig ist dieses Anliegen für deinen Herrn, Elf?", fragte Alovia streng. Sie war immer etwas harscher als die anderen Herinnen.
"Er beschrieb es als gute Investion und Aufrechterhaltung für das Reich der Dunkelfen.", antwortete er gedroschen und die hohen Herinnen lachten.
"Ja, dass hört sich ganz nach Slovein an.", gab Segsha von sich.
"Wie sicher ist diese Reise Elf, eine unserer Junghexen ist mehr Wert als die ganze Abteilung der Echsenreiter.", nun lag absolute Härte in Kardashias Stimme und Avalia lief ein kalter Schauer den Rücken herunter.
"Hochverherte Herrin, dies übersteigt meine Kenntnis, ich selber habe den Weg noch nie bestritten und werde auch beim Tage des Ausmarsches nicht answesend sein.", angst war in seiner Stimme zu hören. Kardashia seufzte.
"Das war klar, dass Slovein keinen Teilnehmer schickt.", die anderen Herinnen stimmten mürrisch zu.
"Wie lange würde die Junghexe fortsein? Sprich rasch!", erklang Segshas harsche Stimme und der junge Elf zuckte kurz.
"Zwei, maximal drei tage, verehrte Herrin.", die Herrinnen begannen zu flüstern.
"Also gut.", meldetete sich Kardashia nach einigen Minuten zu Wort.
"Wir kommen dem Anliegen deines Herren bei. Avalia hier wird ihn begleiten. Doch richte ihm eines aus.", sie machte eine kurze Pause.
"Sollte unserer Junghexe auch nur eine Kleinigkeit passieren, sollte man sie ein einziges mal ohne gebührenden Respekt behandeln, dann droht allen von euch der Zorn Malessas. Sie ist eine geweihte unserer geliebten Göttin.", messerscharf zischten ihre Worte durch den Saal und der Elfe verneigte sich bis fast komplett auf den Boden.
"Euer Befehl, gnädigste Herrin."
"Geh nun, und richte unseren Entschluss Slovein aus. Er kann Avalia in einer Stunde hier abholen.", der Elf sprang nahezu auf, und verließ rasch den Saal. Kardashia seufzte.
"Avalia Schätzchen, es tut uns leid, aber wir setzen das meiste Vertrauen in dich. Wir wissen um deine Liebe zu unserer Göttin, du wirst die Kunde ihrer Gnade und ihrer Worte sicher mit zu den Menschen tragen. Deswegen fiel unsere Wahl auf dich.", Avalia verneigte sich tief.
"Ich fühle mich mehr als geehrt, hohe Herrin. Ich werde Euch nicht enttäuschen und die Kunde Malessas mit mir tragen."
"Sei auch vorsichtig auf der Reise, junge Hexe. Nicht alle teilen unsere Liebe zu Malessa so wie wir es tun, auch nicht jeder Dunkelef spürt die Nähe zu ihr so stark, wie wir es tun.", fügte Segsha besorgt hinzu. Avalia blickte ihr leidenschaftlich in die Augen.
"Ihr habt mich gut unterrichtet hohe Herrin, ich weiß mich zu wehren, sollte mein Leben in gefahr sein. Malessa ist mit mir, egal wohin mich ihr weg auch führen mag.", Kardashia stand auf und schritt vor sie.
"Komm her Schätzchen.", sie breitete die Arme aus und als Avalia vor sie trat schloss die Matriarchin sie fest in die Arme.
"Wir lieben dich, Avalia, dass weißt du, oder?", Avalia erwiderte die Umarmung respektvoll.
"Das weiß ich, hohe Herrin. Ich liebe Euch auch.", Kardashia löste sich.
"Geh nun und ziehe die unsere Reisetracht an.", befahl ihr Alovia gutmütig. Avalia verneigte sich und schritt in einen Nebentrakt des Thronsaals. auf der rechten Seite war ihr Heim, ein wohliges, verziertes Bett, weicher Teppich auf dem Boden, verzierte Fenster in den Wänden, ein Hexentisch, viele andere kleinere Tische, Avalia lebte in Luxus. Sie schritt zum Kleiderschrank und holte ein langes, schwarzes Samtgewand heraus. Von unten stieg sie in das Gewand und der Rock fiel ihr bis zu den Knöcheln, die Arme waren etwas durchsichtiger. Avalia stübte sich eine Schwarze Kapuze über die den Kopf, sodass man nur noch ganz wenig ihrer weißen Haare sehen konnte. Ein langer, sehr feiner, durchsichter umhang wehte leicht auf und ab. Der dunkle Ton der Farben des Gewandes repräsentierte sie als eine Junghexe und Dienerin Malessas, nur welche unter ihr dienten trugen solche Trachten, in jeder Welt wusste man das und überall sorgte eine solch hohe Dienerin für Aufsehen. Das Gewand der hohen Herinnen war von noch viel größerer Schönheit uns Ausstrahlung. Alle Dunkelfen fielen auf die Knie, wenn die HErinnen aus dem Altar schritten.
Avalia packte noch einige Bücher, Schriftrollen und Tränke ein, ehe sie den Schrank schloss. Dann nahm sie das geschmeidige, pechschwarze Einhandschwert von der Wand und steckte es in die Scheide an der linken seite Ihres Gewandes. Der lange und Breite Umhand ließ nur noch den verziehrten Griff des Schwertes erblicken, nach hinten heraus beulte es den Umhang leicht aus. Wenn Avalia ging konnte man etwas mehr sehen, doch der Großteil blieb verdeckt. Avalia kehrte zu ihren herinnen zurück, welche nun deutlich offener auf ihren Stühlen saßen, und die Beine spreizten, sodass man ihre Scheiden sehen konnte, doch Avalia war diesen Anblick bereits mehr als gewöhnt.
"Toll siehst du aus, Schätzchen. Wie eine würdige Dienerin unserer geliebten Göttin. Malessa ist stolz auf dich, junge Hexe.", Avalia verneigte sich.
"Ich fühle mich geehrt, hohe Herrin.", antwortete Avalia sanft.
"Blutjungfer, trage bitte die Sachen unserer Junghexe heraus.", sofort preschte eine Kriegerin herbei, den Blick stets gesenkt und trug Avalias Reisetasche heraus, als Segsha es befohlen hatte. Alle drei Herinnen standen auf.
"Möge unsere geliebte Göttin dich auf deiner Reise Beschützen, mögen ihre Arme über dir wachen und ihr Geiste in dir. Mögen ihre Hände die deinen Führen, in Zeiten der Gefahr, und möge ihre Stimme die deine sein, wenn du ihre Gande kundtust.", sprachen die Herinnen gleichzeitig und Avalia fiel tief auf die Knie.
"Geh nun, Junghexe, wir werden jeden Tag für dich beten. Malessa wacht über dich.", Avalia erhob sich, neigte das Haupt und schritt hinaus vor die Pforte. Mehrere Blutjungfern standen links und rechts, als Avalia an ihnen vorbeischritt verneigten sie sich demütig. Ganz unten vor den Treppen des Altars war ein gewaltiger Tross an Echsenreitern zu sehen. An der Spitze, in prunkvoller Rüstung, Slovein, Avalia kannte ihn bereits aus dem Altar. Elegant schritt sie die Stufen herab, ließ Blut in den Altar ab, sprach ein stilles Gebet an Malessa und schritt hinab zu den Echsenreitern. Kurz bevor sie ankam rief Slovein etwas zu dem Tross.
"Vorsicht! Salutiert, Elf und Tier!", schrie er, und ein gewaltiger Ruck ging durch die ganze Schar. Mit einem Mal saßen alle Reiter aufrecht und die Tiere hatten ihre Köpfe hocherhoben. Ein kurzer Schauer überflog Avalia, so wurde sie noch nie begrüßt. Rasch sprang der Anführer von seinem furchteinflößendem Tier und verneigte sich zutiefst.
"Junghexe, wir fühlen uns über alle Maße geehrt, dass Ihr uns begleitet und den Willen unserer geliebten Göttin kundtut."
"Die hohen Herrinnen richten ihre Grüße aus, Meister Slovein.", Avalia neigte mit diesen Wortne leicht das Haupt, sie wusste, dass sie deutlich über allen der hier anwesenden Stand, die Echsenreiter waren nur normales Fußvolk der Dunkelelfen, Avalia gehörte zur zweiten Kaste. Ihr wurde ein schwarzes, edles Pferd gebracht und Avalia erklomm dieses Tier grazil. Slovein sprang auf seine Echse.
"Trupp, Marsch. Rasches reiten, rasches Gallopieren, ich möchte bis Tagesanbruch menschlicher Zeit in Thagasien sein!", Thagasien war der name der Hauptstadt der Menschen in ihrer Sprache, eigentlich hieß sie 'New York', doch nahezu alle Dunkelelfen waren der Sprache der MEnschen nicht mächtig. Ein Übersetzer begleitete die truppe, Avalia war die einzige Dunkelelfe. Mit einem Male setzte sich der knapp 70 Mann starke tross in Bewegung, ganz hinten zogen vier Echsen einen wuchtigen Proviantwagen. In der Mitte des Trosses, umgeben von zahlreichen Wächtern ritten Avalia und Slovein.
"Ich habe nicht damit gerechnet, dass Eure hohen Herrinnen mir eine Junghexe mitschicken würden, Gändigste.", sprach er unterwürfig.
"Sie handeln im Wille unserer Göttin, Meister Slovein. Der Weg Malessas ist uns allen verborgen. Wenn meine Gebieterinnen mich mitschicken, dann weil Malessa es so wünscht.", der Anführer antwortete auf ihre Worte nichts.
Die Truppe ritt aus der Hauptstadt, und Avalia warf einen schnellen Blick zurück auf den Kristall, der Anblick von ihm gab ihr Kraft und Zuversicht, es war ihr erster Auftrag im Namen der hohen Herrinnen.
Nach knapp einer stunde angenehmen Ritts verließen sie die Höhle und Avalia kniff die Augen vor dem gleißenden Licht zusammen. Das Sonnenlicht war ihr unangenehm, es war gegen die NAtur Malessas, welche stets im Zwielicht wandelte.
"Also gut Elfen, nun reiten wir Geschwind, dann schaffen wir es in knapp drei Stunden nach Thagasien.", brüllte er, und Avalia verzog das Gesicht. So ungrazil und unelegant war das Militär, sie alle hatten nichts mit der Erhabenheit ihrer hohen Herinnen gemein. Sie gab dem Pferd das Zeichen zum Gallopieren und die Truppe schoss nach vorne, vorbei an schönen Wiesen, Wäldern und Flüssen. Doch schon nach anderthalb Stunden wadnelte sich das Bild, die typischen Bauten der Menschen wurden in der Ferne größer, Avalia kannte sie von Bildern und Erzählungen. Sie sprach ein rasches Gebet zu Malessa.
Bevor die Bauten wirklich größer werden konnten kamen sie vor einer gewaltigen Mauer an, Avalia schätzte sie so hoch wie die höhle ihrer Hauptstadt.
"Unglaublich." hauchte sie aus.
"Das ist die Tikensil, die große Mauer. Sie schützt das Reich der Menschen.", erklärte ihr Slovein. Eine seltsame, graue, platte Straße führte durch ein dch verhältnismäßig kleines Tor, es war vielleicht so groß wie das zu ihrem Altar und wurde von dem gewaltigen Ausmaß der Mauer nahezu verschluckt. Keine Statuen, keine Eleganz, nur eine graue Mauer. Der Tross wurde langsamer und eine Truppe menschlicher Krieger hielt vor ihnen. Sofort ritt der Übersetzer nach vorne und unterhielt sich mit den Menschen. In den Händen trugen sie seltsame, metallene Geräte, Gewehre, nannten die Menschen ihre Waffen. Sie verschossen stählerne Projektile in unglaublicher Geschwindigkeit. Der Übersetzer kam zu Slovein zurück.
"Meister, uns wird ein Gefährt bereitgestellt, doch die Menschen müssen dies erst anfordern. Es wird einige Zeit dauern, um all unsere Krieger samt Reittier unterzubringen.", Slovein nickte. Der Übersetzer gab den beiden anschließend seltsame geräte, die man sich in die Ohren führen musste.
"Diese Geräte übersetzen sofort alles Gesprochene der Menschen, so sagt man.", Avalia schaute das kleine Teil skeptisch an und führte es in ihr spitzes Ohr. Leichte Zacken bildeten diese in der Kapuze. Ein kurzes Knacken, wobei sie zusammenzuckte, dann Stille.
"Die Dunkelelfen warten hier, Sir. Bestellen sie bitte den Z-34 zum südlichen Tor. Gabers Ende.", verstand sie nun die Sprache des Mannes, welcher vor ihnen in ein anderes gerät sprach.
"Unglaublich.", gab sie fasziniert wieder. Die Menschen und ihre Technik, sie hatte schon viel davon gehört, doch noch nie hatte sie sie ausprobieren können.
"Allesamt runter von den tieren und abpacken.", schrie er und seine Elfen gehorchten sofort.
"Gnädige Herrin, wäret ihr so gütig und übergebt mir Euer Ross?", bat er sie demütig und senkte das Haupt. Avalia sattelte sich ab.
"Sehr gerne, Meister Slovein.", der Anführer der Echsenreiter nahm ihr Pferd und führte es ab. Der Mensch mit dem seltsamen Gerät kam zu ihr herüber, und sofort spannten sich alle Dunkelelfen an. Drei von ihnen Schritten sofort mit Speer und Schild bewaffnet hinter sie und blieben bereit stehen. Der Mensch bemerkte die Reaktion der Elfen, seine Wächter wirkten prompt ebenfalls Angespannt.
"Entschuldigung, Sie sind keine Echsenreiterin?", verstand sie durch das Gerät in ihrem Ohr seine Sprache.
"Nein, gnädiger Herr. Ich bin im Auftrag meiner Gebieterinnen und unserer geliebten Göttin Malessa hier. Ich bin Junghexe Avalia.", leicht neigte sie das Haupt und der Mensch vergrub das Gesicht in den Händen.
"Ach du scheiße, die haben eine ihrer bekloppten Priesterinnen mitgenommen.", sprach er gedemmt in die Hand und Avalia verstand dies nicht ganz. Sofort zückte er das andere Gerät.
"Finn, wir haben ein Problem. Die Dunkelelfen haben eine ihrer Priesterinnen mitgeschickt, wir wissen ja das die in der Hinsicht echt keinen Spaß verstehen. Was soll ich tun?", Avalia konnte die sprache nicht ganz deuteten, was was bedeutete. Ihr Gewandt wehte sacht im Wind, ihre Kapuze bedeckte stets ihr Haupt, Avalias blasse Haut schien ein wenig zu glänzen unter dem schwarzen und grauen Gewand. Jeder Echsenreiter warf ihr demütigende Blicke zu.
"Oh Gott, nicht im ernst?", erklang es aus dem Gerät des Meschen.
"Doch, eine junge Dunkelelfe. Soll ich sie einfach mit in den Zug schicken, oder mit dem Auto rüberfahren lassen?", kurzes Schweigen.
"Die würden die nicht nur eine Sekunde aus den Augen lassen, dass können wir nicht bringen. Fuck, warum mussten die nur eine von denen mitnehmen!", Avalia erkannte ein wenig Zorn in der Stimme und verzog das Gesicht.
"Wenn wir die Elfe nicht absolutem Respekt behandeln, dann wars das Tim. Dann sind wir tot und das Abkommen mit den Dunkelelfen ist hin."
"Ich weiß, ich weiß.", antwortete der Mann vor ihnen.
"Schickt den feinen zug. Erst holen wir die Tiere von denen ab, dann die Elfen. Schicke auch ne Nachricht an den Rat, dass die den Konkudator direkt mitschicken sollen."
"Wird gemacht.", danach ertönte ein Rauschen aus dem Gerät und der Mensch schritt auf sie zu.
"Gnädige Herrin, bald schon wird ein Gefährt hier eintreffen, welches sie mitnehmen wird.", gab der Mensch so höflich wie es ein Mensch eben konnte, wieder. Avalia senkte ganz leicht das Haupt. Die Menschen drehten sich ohne ein weiteres Wort um und gingen weg. Sofort machte sich eine Art Entspannung breit, unter den Elfen, und lediglich ein Wächter blieb dicht hinter ihr stehen.
"Herrin, ist Malessa auch hier mit uns, so fern ab ihrer gelegten Spur?", sprach der Wächter hinter ihr und kniete sich hin, das Haupt gesenkt. Avalia drehte sich zu ihm herum, die Händer vor unter dem bauch gefaltet.
"Das ist sie, Krieger. Unsere geliebte Göttin ist immer bei uns, denn sie liebt jeden einzelnen von uns und sie würde uns niemals unbeaufsichtigt lassen. Trage ihre Liebe stets in deinem Herzen, junger Krieger, dann musst du nichts fürchten.", sie küsste ihn auf den Kopf. Der Körper des Soldaten bebte förmlich vor Ehre und Gerührtheit.
"Es ist mir eine solche Ehre mit Euch hier zu sein, Herrin.", der Elf stand auf, und standt stocksteif vor ihr. Avalia lächelte ihm schmal zu und drehte sich herum.
"Telen, bleib bei der Junghexe und weiche ihr nicht eine Sekunde von der Seite.", donnerte die raue Stimme von Slovein über die Masse und der Soldat hinter ihr Salutierte.
"Zu Befehl, Meister Slovein.", der Anführer der Echsenreiter nickte. Aus dem Nichts ertönte ein schrilles quietschen und Avalia verzog angewidert das Gesicht, so furchtbar war das Geräusch in ihren Ohren. Auf der seltsamen Straßehielt ein langes, metallenes Gefährt, welches donnernd zum stehen kam und laut pfeifte, als es vollends hielt.
"Was in der lieben Göttin Namen ist das denn?", fragte Avalia misstrauisch.
"Die Menschen nennen es 'Zug'", erklärte der Übersetzer neben ihr.
"Es ist ein Verkehrmittel für viele Personen, Reittiere und Objekte.", Avalia nickte nur stumm. Einer der menschlichen Soldaten kam herbei und blieb vor ihr stehen.
"Wo ist euer Hauptmann, oder was auch immer?", fragte er forsch. Ein Ruck ging durch die Krieger um Avalia und sie begaben sich in Angriffsstellung auf den Menschen. Sofort eilten die menschlichen Krieger herbei und richteten ihre Waffen auf die Elfen. In Sekunden hatten die Elfen eine undurchdringbare Phalanx aufgebaut, die Speere ragten zwischen Schilden hervor und Avalia wurde dahinter gezogen, weitere Krieger standen rings um sie herum. Slovein schritt vor die Phalanx, sowie ein junger Mensch vor die menschlichen Soldaten.
"Stopp. Was soll das, was ist in euch gefahren?", schrie Slovein seine Krieger an.
"Los, Waffen runter ihr Vollidioten, was fällt euch eigentlich ein, seid ihr bescheuert?", schrie der Mensch seine Leute an. Die Dunkelelfen salutierten sofort, und richteten sich auf. Lediglich der Krieger vor Avalia ließ sein Schild vor dem Leib und stand dicht vor ihr. Die Menschen zögerten noch.
"Runter mit den Scheiß Waffen, oder ihr landet allesamt als Wachposten auf der Mauer und dürft Gewehre putzen.", mit diesen Worten ließen auch die Menschen ihre Waffen sinken und Avalia stand ein wenig verdutzt hinter Telen, ihrem Leibwächter. Der Mensch kam auf Telen zu, welcher nicht einen Schritt beiseite wich.
"Ich würde gerne mit der gnädigen Herrin sprechen.", er verneigte sich, und Telen schritt beiseite.
"Meine Teuerste, ich bitte um verzeihung. Meine Männer sind solch hohen Besuch wie Euch nicht gewohnt. Wenn ihr mir bitte folgen würdet, Eure Abfahrt steht bevor.", er deutete an sich vorbei. Avalia ging los, und telen stets hinter ihr. Jeder Elf den sie passierte verneigte sich tief. Die Menschen senkten auf Blick des Menschen ebenfals das Haupt, obwohl sie nicht wirklich zu verstehen schienen warum. Slovein stand mit einem weiteren Mann in sehr seltsamer Kleidung neben dem Ungetüm aus Metall. Der Mensch trug eine schwarze, enge Hose, ein sehr seltsames schwarzes Hemdähnliches Etwas und eine schlange Stoff auf der Brust. Als Avalia näher kam neigte er den Kopf.
"Welch Ehre eine Junghexe bei uns willkommen heißen zu drüfen.", gab er schmierig von sich. Avalia lächelte es stumm ab.
"Euer Aufenthalt wird so reibungslos und angenehm wie möglich sein, Herrin, ich gebe mein Wort darauf."
"Ich danke Euch, mein Herr. Doch soll die Aufmerksamkeit nicht mir gelten, sondern meinen hohen Herrinnen und unserer geliebten Göttin Malessa, wegen ihr bin ich gekommen.", sprach Avalia sanft. Der Mensch blickte sie kurz verdrossen an.
"Ehhm, ja, natürlich.", er schien nicht ganz zu verstehen was Avalia meinte.
"Sergeant, führen sie die gnädige Herrin bitte in ihr Abteil.", der Mensch salutierte.
"Zu Befehl, Sir. Folgt mir bitte.", Avalia betrat hinter dem Menschen das Abteil, es war recht eng, und es roch sehr seltsam. Sie wurde durch eine schmale Tür geführt und kam in einem prunkvollen Raum an, mit Stühlen, Tischen und einem Gerät, welches an der Decke herunter hing, auf dem ein Abbild von einer Frau zu sehen war, welche irgendwas redete.
"Macht es Euch bequem, Herrin. Darf ich Euch etwas zu trinken anbieten?", fragte er vornehm. Avalia setzte sich auf einen der weichen Stühle und musste ihr Schwert so richten, dass es durch die Armlehnen herunterhing.
"Danke nein, ich brauche nichts.", der Mensch zuckte mit den Schultern. Telen stets hinter ihr, wachsam und bereit einzugreifen.
"Euer Name ist Sergeant?", fragte Avalia neugierig. Kurz lachte der Mensch und ließ sich vor ihr auf dem Stuhl nieder.
"Nein, Herrin. Das ist mein Titel, so wie Ihr eine Junghexe seid, bin ich ein Sergeant, wenn es so ausdrücken kann.", der Mensch war freundlich und hatte Anstand, Avalia empfand ihn als angenehm. Er hatte kurze, braune Haare, und war jungen Alters für einen Menschen. Auch er trug ein 'Gewehr'.
"Ich heiße Joshua, und betreue Dunkelelfen, welche in unsere Heimat kommen.", Avalia nickte nur schmal lächelnd.
"Dies muss alles sehr neu für Euch sein Herrin, ihr fühlt euch sicherlich überrumpelt.", fügte er ernster hinzu.
"Nun ja, ich hörte von der Technologie der Menschen, doch hatte ich nie ein Bild vor Augen.", antwortete sie und blickte sich um.
"Verlaubt mir die Frage, Herrin, aber was tut Ihr auf dieser Reise? Bisher kamen die Anührer Eurer Kriegerkasten stets alleine.", respektvoll blickte er Avalia an, und sie erkannte schlichte Neugier in seinen Augen.
"Ich komme mit, um unsere geliebte Göttin Malessa zu repräsentieren und sie in die Herzen meines Volkes zu lassen. Mein Beisein bedeutet die Anwesenheit Malessas.", antwortete sie kühl. Der Mensch nickte interessiert.
"Wie ist Eure Göttin, Herrin, erzählt mir von ihr.", er legte das Gewehr zur Seite, und stützte sich mit den Ellenbogen auf den Knien ab.
"Vor langer Zeit, vor dem Zusammenschluss der Welten, vor unserer Welt, vor der Euren, gab es die Götter. Die einen wohnten im Tage, die anderen in der Nacht. Vargon, der Lichtbringer, war der erste der Götter, welcher ein lebendes Abbild Schuf, die Lichtelfen. Malessa war davon angetan, verbascheute jedoch das Licht, also erschuf sie die Dunkelelfen. In ihrer Fürsorge für uns wurde Vargon darüber neidisch, und erschuf ewiges Licht auf der Oberfläche. Malessa floh, jedoch nicht ohne eine Spur zu hinterlassen, damit ihre geliebte Schöpfung eines Tages auf sie und die ewige Finsternis stoßen kann. Also ließ sie auf ihrem Weg in die Dunkelheit ihre Kristalle fallen, um uns einen Weg zu weisen, wie wir sie wiederfinden können. Den größten davon findet man in unserer Hauptstadt. Jeden Tag, jede Stunde suchen unsere Jäger nach den Kristallen unter der Erde. Eines Tages, Joshua, werden wir die Finsternis finden und zusammen mit unserer geliebten Göttin leben, dass weiß ich.", beendete sie die Prophezeiung der Göttin. Völlig überwältigt blickte Joshua sie an.
"Herrin, Ihr seid...umwerfend.", flüsterte er völlig in ihrem Bann.
"Nicht ich, mein Herr, meine Göttin ist es, welche aus mir spricht.", erwiederte Avalia gutherzig.
"Kennt Eure Göttin auch uns Menschen?", fragte er neugierig. Avalia kicherte kurz.
"Diese Frage übersteigt mein Wissen. Nur Malessa alleine kennt jene und solche, ob auch ihr Menschen ihr bekannt seid, dass weiß ich nicht.", mit einem Ruck bewegte sich plötzlich das Gefährt und Avalia blickte sich erschrocken um. Telen spannte sich an udn blickte sich wild um.
"Nur ruhig, der Zug ist angefahren. Die Reise wird bis auf den Start schnell und angenehm.", er machte eine beruhigende Geste mit den Armen. Avalia nickte nur und schaute nach draußen, die Häuser, Bäume und Menschen zogen immer schneller an ihr vorbei, so schnell irgendwann, dass sie nur noch Schemen davon sah, was nahe am Zug war.
"Sagt, Herrin, gibt es die Drachen wirklich?", Avalia wandte ihm verspielt den Blick zu.
"Ja, mein Herr. Es gibt sie, und es sind die majestätischsten Kreaturen, welche diese Welt zu bieten hat.", der Mensch seufzte bewundernd.
"Ich bewundere Eure Kultur und Eure Gattung so sehr Herrin, mein Traum ist es, einmal selbst in Eure Hauptstadt zu reisen.", träumte er und schaute aus dem Fenster.
"Dann tut dies, mein Herr. Die Dunkelelfen sind ein gastfreundliches Volk, und unsere Kultur ist atemberaubend.", antwortete sie freundlich.
"Nicht nur Eure Kultur, hohe Herrin.", er warf ihr einen bewundernden Blick zu. Avalia bickte ebenfalls aus dem Fenster. Die Stadt der Menschen war viel dichter besiedelt und um ein vielfaches größer als die ihre Hauptstadt. Die Häuser sahen komisch aus, mit scharfen, länglichen Dächern, vielen durchsitigen Fenstern und seltsamer Bauweise. Auf dem Boden fuhren eigenartige Gefährte herum, es war laut und stinkte fürchterlich. Joshua bemerkte ihren Blick.
"Willkommen in Thagasien, Herrin, dem dreckigen, korrupten Loch unseres Reiches.", sprach er missmutig. Avalia schaute nur neugierig nach draußen und konnte erkennen, dass ihre Fahrt auf einen großen, silbernen Turm hinfuhr. Joshua schien ihren Blick zu bemerken.
"Das ist das Kapitol, der Hauptsitz des Konkudators und unseres Rates. Dort werden wir Euch hinbringen Herrin. Euer Aufnethalt ist bis morgen Mittag angesetzt.", erklärte er und Avalia nickte nur ein wenig abwesend. Der Zug fuhr in das Gebäude herein, spiegel ließen das Gebäude hell erleuchten, sodass Avalia die Augen zusammnekneifen musste, dass war zu viel Licht für ihre Sinne. Der Zug hielt sanft und Joshua stand auf.
"Kommt, Herrin, wir sind angekommen.", Avalia erhob sich und folgte dem jungen Menschen aus dem Zug heraus. Vor der Tür, aus der sie stiegen stand eine ganze Kohorte Elfenkrieger, welche sich verneigten, als Avalia aus dem Zug schritt. Joshua drehte sich um und senkte tief das HAupt.
"Es war mir eine unaussprechliche Ehre, gnädige Herrin. Ich werde morgen hier auf Euch warten.", Avalia nickte leicht.
"Die Ehre war ganz meinerseits, Sergeant Joshua.", Avalia schritt an ihm vorbei, hinter ihr setzte sich der Tross Elfenkrieger in bewegung udn bildete links und rechts ein U um sie herum. Neben Slovein blieb sie stehen. Der Konkudator warf ihr ein billiges Lächeln zu.
"Hohe Herrin, ich hoffe die Fahrt war angenehm?", Avalia nickte höflich.
"Durchaus, Konkudator Slithers.", erleichtert nickte der Mann.
"Sehr schön, dann folgt mir bitte in mein Büro, und lasst uns die Formalia besprechen.", er ging vor und hielt vor einer eisernen Tür. Slithers drückte auf etwas, was daraufhin in der Wand zu leuchten begann, ein Pfeil nach unten.
"Anführer Slovein, mir liegt viel an der Aufrechterhaltung des Handels auf dem Gorgavia Pass nahe Eurer Hauptstadt. Haben sich die Angelegenheiten mit den Gebirgsleuten gelegt?", fragte er so aalglatt wie eh und je. Der in Rüstung stehende Anführer der Echsenreiter räusperte sich.
"Nun ja, Konkudator, die zeigen sich nunmehr seltener, aber es sind defintiv Menschen, und keine Orks, wie ursprünglich angenommen.", Slithers drehte sich herum.
"Woran ist das auszumachen, Anführer?"
"Wir fanden die Waffen Eures Volkes und die Toten trugen Uniformen Eurer Krieger. Zugegeben, es waren etwas ältere, doch ohne Zweifel menschlich.", der Konkudator schwieg daraufhin. Mit einem hellen Ton schwang die Tür beiseite, und Slithers trat ein. Slovein, Avalia und telen folgten. Das Gefolge Elfen blieb vor der Tür stehen. Die Tür schloss sich und der verglaste Kasten begann surrend nach oben zu fahren. Fasziniert blickte Avalia aus den Fenstern.
"Welche der Transporte wurden überfallen sagtet Ihr?", fragte Slithers.
"Vor allem Lebensmittel Euren Volkes für das unsere.", der Konkudator nickte nur nachdenklich.
"Ich werde die Sache investigieren lassen, Ihr habt mein Wort, Anführer.", was auch immer das bedeutete, Avalia verstand eh kaum etwas.
"Ich danke Euch, Konkudator.", der Raum hielt an und die Tür schwang auf. Sie waren ganz oben in der Spitze des Turmes angekommen, von dem man aus die ganze Stadt überblicken konnte. Ein großer, eleganter Tisch stand ihnen vor der Wand gegenüber. Slither setzte sich mit dem Rücken zur Verglasung und bedeutete ihnen, sich vor ihn zu setzen. Avalia ließ sich auf dem Stuhl nieder und musste erneut ihr Schwert richten, damit es nicht störte beim Sitzen.
"Also, der abgelaufene Vertrag besieht eine Lieferung von Nahrung auf 32 Prozent des Ertrags sowie der sicher Ein und Ausweg für Dunkelelfen durch unser Reich. Im Gegenzug erhalten wir 30 Ladungen eurer Kristalle sowie den Garant des sicheren Handelsweges durch den Pass.", las Slithers von einem Blatt ab. Slovein winkte Telen herbei, welcher dem Anführer ebenfalls eine Papierrolle gab. Slovein rollte sie aus.
" Von den 32 Prozent waren im letzten Jahr kanpp 30,67 Prozent der Lieferungen angekommen, ein durchaus akzeptables Ergebnis. Die königliche Familie zeigt sich zufrieden.", Slithers nickte.
"Abgesehen der Angriffe der bisher unbekannten Feinde waren auch die Lieferungen Eures Volkes zu unserem Einverständnis.", Slovein gab die Rolle zurück an Telen. Slithers faltete die Hönde auf dem Tisch.
"Anführer Slovein, in Anbetracht der misslichen Lage, dass die Angreifer menschlich zu sein scheinen, was haltet Ihr von einer Zusammenarbeit in dieser Hinsicht, beider Streitkräfte?", Slovein schien zu überlegen.
"Was genau meint Ihr mit Zusammenarbeit, Konkudator Slithers?"
"Nun, Eure Streitkräfte könnten unsere Spezialisten gebrauchen, und meine Spezialisten Euren Schutz. Warum also nicht zusammenarbeiten, um mühevolle Zeit zu sparen?", Avali wusste nicht wieso, aber das hatte irgendwie einen bitteren Nachgeschmack für sie. Aus einem ihr unbekanntne Grund traute sie Slithers nicht.
"Das übersteigt meine Befugnis, Konkudator. Dies zu authorisieren gebraucht das einverständnis der königlichen Familie.", wehrte Slovein sofort ab.
"Wir haben hier doch eine Junghexe bei uns sitzen, kann sie so etwas nicht authorisieren?", fragte er grinsend. Slovein stand erbost auf.
"Konkudator Slithers, solch ein respektloses Verhalten gegenüber einer Repräsentantin unserer Göttin verlange ich strikt zu untersagen.", Telen spannte sich hinter ihr an.
"Gnädiger Herr.", erklang ihre zarte Stimme, und Slovein setzte sich sofort demütig auf den Stuhl.
"Mein Beisein liegt nicht im Sinne der Politik, sondern im Auftrag unserer Göttin Malessa. Meine hohen Herrinnen wünschten mich hier, also verbreite ich die Kunde unseres Volkes, nicht die der militärischen Aktionen.", beendete sie ruhig ihren Satz. Der Konkudator schien ebenfalls völlig gebannt von ihren Wortne zu sein.
"Entschuldigt bitte, gnädige Herrin. Mein Verhalten war ungebührlich. Ich dachte nur an das Wohl Eures und meines Volkes.", Avalia nickte sanft.
"Lasst uns doch heute Abend weiter darüber beraten, bei einigen Speisen und Getränken.", Slithers war aufgestanden. Avalia und Slovein folgten.
"Sehr gerne, Konkudator.", sprach Slovein, Avalia neigte leicht das HAupt und drehte sich herum.
Als beide Elfen im fahrendem Raum waren blickte Slovein nachdenklich aus dem Fenster.
"Was belastet Euren Geist, Meister Slovein?", fragte Avalia fürsorglich. Slovein verneigte sich tief.
"Verzeiht, hohe Herrin, ich wusste nicht, dass man mir dies so sehr ansah.", Avalia bedeutete ihm auf, sich zu erheben und blickte ihm von unten in die Augen, da sie deutlich kleiner war.
"Meister Slovein, gehabt Euch nicht so stur. Was liegt auf Eurem Herzen?", der Anführer seufzte kurz.
"Irgendwas stimmt hier nicht, Herrin. Irgendein Gefühl sagt mir, dass etwas im Begriff ist, sich zu erheben. Etwas dunkles, böses.", der Raum hielt und die Türn sprangen auf. Die Dunkelelfen salutierten als sie heraustraten.
"Was verleitet Euch zu dieser Sorge, Meister?", fragte Avalia ruhig.
"Ich kann es Euch nicht sagen, Herrin, ich weiß nicht, ob ich es vielleicht gar nicht selber glauben sollte.", Avalia schritt direkt neben ihn, legte ihm eine Hand auf die Wange und drehte sein gesicht sanft in ihre Richtung.
"Meister Slovein, ich glaube Euch. Malessa tut es. Doch wir sind zusammen hier, Ihr und ich, und wir werden den Weg, welcher vor uns liegt, sei er steinig, oder eben, gemeinsam bestreiten.", mit nun beiden Händen zog sie den Kopf des Anführers herunter und küsste ihn auf die Haare.
"Malessa ist mit Euch, Meister Slovein.", flüsterte sie. Völlig gerührt von der Ehre und der Geste versank er vollen Respekts und Ehrerbietung auf den Knien. Alle Dunkelelfen um sie herum sanken mit ihm auf die Knie und neigten die Häupter vor Avalia. Die Menschen um sie herum blickten nur verwundert auf die Szenerie.
"Ihr seid wahrlich gesegnet von unserer geliebten Göttin, Junghexe Avalia. Eure Anwesenheit erfüllt mich mit größtem Stolz und höchster Ehre.", sprach er nach unten.
"Kommt, Meister, begeben wir uns ein wenig zur Ruh.", Avalia deutete ihm auf sich zu erheben und Slovein stand auf. Der gesamte Tross schritt zurück in den Zug. Dieser fuhr an und brachte sie weg von dem grellen Turm, ein wenig Abseits des Zentrums. Das Haus, in welches sie gebracht wurden glich nichts von dem, was Avalia kannte. Sie wurden über unfassbar plumpe Treppen in bere Stockwerke gebracht. Man öffnete ihr die Tür und Avalia betrat einen recht gemütlich eingerichteten Raum. Ein kmfortables Bett stand ihr gegenüber, die Wände waren in angenehmen Tönen gefärbt, Avalia empfand dies als durchaus angenehm.
"Mein Gemach liegt direkt neben dem Euren, Herrin.", sprach Slovein ruhig. Avalia nickte.
"Ich lege mich nun etwas zur Ruh, Meister.", der Elf verneigte sich.
"Selbstverstädnlich, hohe Herrin.", er ging aus der Tür hinaus, lediglich Telen blieb mit in ihrer Stube, stellte sich neben die Tür und blickte streng geradeaus. Avalia zog sich das Gewand aus und stand lediglich in ihrer ursprünglichen Tempeltracht im Raum. Fein säuberlich faltete sie ihre Reisetracht und legte sie auf den Stuhl.
"Komm, junger Krieger, lass uns gemeinsam zu unserer geliebten Göttin beten.", freundlich winkte sie Telen herbei, welcher sofort zu ihr herüber kam. Avalia kniete sich auf ihre Waden, senkte das HAupt und faltete die Hände auf dem Schoß. Telen kniete mit dem linken Bein, während das andere im 90 Grad Winkel auf dem Boden stand, Rücken und Haupt gesenkt, den Speer und das Schild in den Händen.
"Geliebte Göttin. Ich möchte dir für unseren ersten Tag danken, für die sichere Reise und die gastrfreundschaft, welche die Menschen uns entgegenbringen. Ich danke dir für die Kraft, die du unserem Volke mitgibst, sodass auch wir bald im Zwielicht wandeln. Gelobet sei deine Liebe und deine fürsorge. Gelobet seist du, Malessa.", daraufhin schwieg sie einige Zeit. Als sich Avalia aufrichtete stand auch Telen auf und neigte das Haupt.
"Aus Eurem Munde spricht wahrlich unsere Göttin, Junghexe Avalia.", demütig schritt er zur Tür. Für Avalia jedoch schien es, als würde plötzlich die Zeit stehen bleiben. Alles geschah in Bruchteilen von Sekdunden, doch für sie war es ganz langsam. Ein lauter knall, die Mauern bei der Tür zerplatzten und wurden weggefetzt. Avalia riss die Arme nach vorne und eine rosafarbene Kuppel bildete sich um Telen und sie. Dann setzte die normle Zeit wieder ein. Es knallte unvorstellbar laut, Steinsbrocken, Feuer und eine unglaubliche Druckwelle donnerten gegen ihren Schild, Telen stand sofort bereit, den Schild erhoben, den Speer angriffsbereit. Durch die Kraft der Explosion wurde Avalia einen halben Meter nach hinten geschleudert. Als die Explosion weg war, nahm sie die Hände herunter, breitete den rechten Arm in Richtung ihres Schwert aus, welches aus der Scheide schoss, in ihre Hand. Sie flüsterte einige Worte, woraufhin die schwarze Klinge in violettem Feuer aufging. Telen stellte sich genau vor sie. Vermummte Gestalten traten vor den Raum und begannen aus ihren Gewehren auf sie zu feuern. Telen rückte sie hinter sich und das breite Schild, die Kugeln prallten an diesem mühelos ab.
"Bleibt dicht hinter mir, Herrin.", schrie er über den Lärm hinweg. Avalias HErz raste, sie wurden tatsächlich angegriffen.
"Zerschlagt hinter mir die Glasfront!", schrie er ihr zu. Langsam gingen sie Rückwärts auf das Glas zu und Avalia hieb mit dem Schwert dagegen. Dieses splitterte und sie stand knapp einen Schritt weit vom Abgrund entfernt. Gute 15 Meter fiel es dort in die Tiefe.
"Nun klammert Euch an meinen Körper, Herrin.", sie schlang die Arme um seine Rüstung, das flammende Schwert verletzte ihn nicht. Mit einem Satz sprang er rückwärts aus dem zerbrochenem Fenster, rammte seinen Speer in das Glas. Mit einem lauten krachen bremste dieser den Weg nach unten ab und Gestein und Glas krachten mit ihnen nach unten. Als der Boden gut drei Meter entfernt war ließ er sich fallen und beide kamen wuchtig auf dem Boden auf. Sofort standen vor der zerbrochenen Glasfront die Männer und schossen wieder auf sie. Die Menschen um sie herum rannten in wilder Panik weg, die Geschosse schlugen überall um sie herum ein. Telen deckte sie erneut. Avalia schloss die Augen und kanalisierte ihre Kraft, schwarze Adern traten um ihre Augen herum auf.
"Auf mein Zeichen springt ihr zur Seite, Krieger.", sprach sie ruhig.
"Euer Befehl, hohe Herrin.", antwortete der Krieger noch immer die Kugeln abwehrend. Avalia sprach einen stummen spruch.
"JEtzt.", rief sie und Telen sprang zur linken Seite. Sie streckte den linken Arm aus, aus diesem Schossen in kurzen Abständen zahlreiche dunkle, arkane Geschosse, ein gazes Dutzend. Donnernd schlug die Magie gegen die Fassade wo die Krieger standen, sodass die gesamte Front weggefetzt wurde und das Haus beängstigend knackte und ächzte. Avalia drehte sich um.
"Kommt, Krieger, wir müssen aus dieser Stadt, und zwar schnell.", Telen nickte und sie rannten los. Alle Menschen waren weg oder schauten sie ängstlich an. ZWei metallene Ungetüme schossen hinter ihnen um eine kurve und erneut schoss man auf sie. Avalia packte Telens Hand und teleportierte beide auf eines der Dächer. Dieser war so erschrocken, dass er stehen blieb.
"Nein, lauft weiter, hier oben erwischen sie uns nicht.", der Elfenkrieger rannte weiter.
"Karuno.", schrie er plötzlich, was in einem weiten Echo verhallte. Mit einem kräftigen Satz sprangen beide auf das gegenüberliegende Dach.
"Weiter, Krieger, immer weiter.", rief Avalia ihm nach hinten. Die Scherben hatten zahlreiche kleinere Schnittwunden in ihrem Körper hinterlassen, schließlich trug sie nur die Tempeltracht. Es explodierte erneut neben ihnen, und Avalia wurde von der Druckwelle nach links geschleuderte und rutschte das abfallende Dach herunter. Doch bevor sie den Abgrund erreichte packte Telen sie und drückte sich angestrengd ab. Sie fielen herunter auf den Boden zu, doch bevor sie diesen erreichten landeten sie perfekt auf dem Rücken seiner Echse. Die beiden Ritten im vollen Galopp auf das Gefährt der Angreifer zu. Avalia holte mit dem linken Arm aus und als sie ihn ausstreckte schoss eine violette, Blitzkugel auf dieses zu und ließ es tosend explodieren. Die Echse ritt unbehindert durch die Flammen und Avalia spürte wie die Hitze ihre Kleidung versengte. Sie saß vor Telen, welcher sie mit Schild und Speer beschützte. Wie ein rasendes Monster galloppierte die Echse nach vorne und machte vor nichts halt.
"Bring uns zur Mauer, mein treuer Freund.", Avalia spürte langsam die eintretende Erschöpfung der Magie. Schon nach 15 Minuten erreichten sie das Tor der Mauer. Die menschlichen Soldaten kamen sofort auf sie zu und richteten die Waffen auf Tier und Elf.
"Langsamer werden, Krieger.", befahl sie kühl. Telen gab der Echse zu verstehen, langsamer zu werden und stehen zu bleiben.
"Was ist hier los?", fragte einer der Männer, die Waffe im Anschlag.
"Wir wurden angegriffen und müssen sofort in unsere Heimat zurück.", Avalia war abgesprungen und ging mit dem flammenden Schwert auf den Mann zu.
"Keinen Schritt weiter.", schrie dieser nun.
"Mein Herr, wir werden verfolgt, man hat uns...", erneut verlangsamte sich die Zeit, doch zu langsam. Avalia spürte einen stechenden Schmerz in der Schulter und der Schläfe und irgendwas hatte sie nach hinten gerissen. Erst einige Sekunden später realisierte was passiert war. Man hatte sie angeschossen und sie begann zu schreien.
"Meine Herrin!", schrie Telen, sprang ab und kniete sich neben sie. Die Menschen blickten sich völlig perplex um.
"Scharfschütze!", schrie jemand plötzlich, Avalia verstand nicht, was dies bedeutete. Telen hob sie mit beiden Armen hoch, schwang sich auf seine Echse, setzte sich vor sich und galloppierte einfach los.
"Hey, wartet! Ihr könnt doch...", rief ihnen einer der Männer hinterher. Telen hielt nicht an sondern preschte durch den Tunnel unter der Mauer hindurch. Avalia blutete aus der Schulter und der Schläfe, es tat furchtbar weh.
"Bleibt bei mir, meine Herrin, ich flehe Euch an.", der Dunkelelf weinte.
"Lauf, kräftiges Tier, laufe mit der Schnelligkeit unserer Göttin und der Kraft unseres Volkes.", flüsterte sie die Worte und legte der Echse die Hand auf den in einen Helm umfassten Kopf. Die Segnung Malessas gab dem Tier Kraft und Ausdauer und mit einem lauten schrei rannte es es an den perplexen Menschen vorbei. Die Wunde in ihrer Schulter war unnachgiebig am Bluten, ihr ganzer Brustschutz war bereits getränkt darin, und Avalia wurde schwindelig.
Sie hörte wie Telen hinter ihr irgendetwas tat.
"Hier, Herrin, presst dies kräftig vorne auf Eure Wunde, auch wenn es Schmerzt.", er drückte ihr ein Stück leinenstoff seiner Handschuhe entgegen. Avalia tat wie gehießen, es tat weh, doch sie kannte die Wirkung des Drucks. Die Echse schoss vorbei an Stock und Stein und die Gegegend wadnelte sich immer mehr ins vertraute.
Gegen Abenddämmerung erreichten sie den Höhleneingang, Avalia ging es immer schlechter, die Wunden schmerzten, auch wenn die Blutung sichtlich nachgelassen hatte, doch sie brauchte Arznei und Magie. Als sie die Tore der Hauptstadt nach weiteren 30 Minuten passierten war die Echse an den Grenzen ihrer Kraft angekommen und schnaufte wild. Alle Dunkelelfen blickten sie verängstigt an und wichen aus. Vor dem Tempel angekommen sprang Telen ab und hob sie sanft herunter.
"Wach bleiben, hohe Herrin, wir haben es beinahe geschafft.", sprach er hastig und rannte die vielen Treppen hoch, Avalia trug er mit beiden Armen vor dem körper. Als Avalia die Augen öffnete sah sie die vertraute Decke, roch den bekannten Geruch und lächelte.
"Wir sind zu Hause, Krieger.", sprach siw schwach.
"Bleibt bei uns, Herrin, bitte.", außer Atem kam er am Brunnen an und rannte immer weiter. Die Tempelwächterinnen kamen sofort auf ihn zu gestürmt um ihn für Respektlosigkeit zu töten.
"Wartet, wartet. Ich habe hier eine verletzte Junghexe.", schrie er zu seiner Verteidigung. Keine Sekunde später donnerten die Pforten auf und die drei höchsten Matriarchinnen kamen herausgestürmt. Die Blutjungfern fielen auf die Knie. Sie traten auf Telen zu, Avalia konnte sie nur verschwommen erkennen.
"Oh nein. Avalia.", vernahm sie die besorgte Stimme von Segsha.
"Bring sie herein Krieger, rasch.", erklang die strenge Stimme von Kardashia. Telen rannte hinter den hohen Herrinnen her, sie bogen hier und dort ab, als er sie vorsichtig auf einen Tisch legte.
"Nun geh, Krieger, warte draußen auf uns.", befahlt sie harsch. Der Krieger verneigte sich demütig und verließ den Raum. Avalia wusste sie war in der Ritualkammer. Alovia beugte sich über sie und löste ihren Brustschutz.
"Ein Geschoss durchschlug ihre Schulter, klassische Wunde von einer Menschenwaffe.", sprach sie bitter. Kardashia stieß einen Zornerfüllten Schrei aus.
"Wie können sie es wagen!", fauchte sie und schwarze Adern traten um ihre Augen herum auf.
"Wir brauchen noch keine Magie, herkömmliche Heilkunst reicht hier aus. Magie wäre zu gefährlich in ihrem Zustand.", sprach Alovia.
Nun wurden ihre salben auf die Wunden gestrichen, Verbände angelegt, und einige andere sachen verabreicht. Schon nach wenigen Minuten nach der Behandlung wurde ihre Sicht klarer, und sie sah wie die drei hohen Herinnen sie von oben anblickten.
"Meine geliebten Herrinnen.", flüsterte sie glücklich. Die Augen der drei Gebieterinnen glänzten erleichtert.
"Avalia, Kind, wie geht es dir?", fragte Kardashia warm.
"Es schmerzt noch, aber dank Eurer Fürsorge besser."
"Der Schmerz wird heute Abend weg sein, und die Wunde morgen verheilt.", sprach Alovia sanft. Segsha half ihr auf die Beine und die Matriarchinnen begleiteten sie nach draußen. Telen, welcher die ganze Zeit vor einer Statue Malessas gebetet hatte sprang auf, fiel jedoch sofort auf die Knie, als er die Herrinnen erblickte.
"Gelobte Herrinnen, wie geht es der Junghexe Avalia?"
"Besser, Krieger. Doch kannst du mir erklären, wie das passieren konnte, obowhl sie von 70 der besten Echsenreiter unseres Volkes beschützt werden sollte?", donnerte die Stimme Kardashias durch die Hallen. Telen zuckte.
"Hohe Herrin, zum Zeitpunkt des Angriffs waren wir lediglich zu zweit und bereits in der Obhut der Menschen.", sprach er mit bebender Stimme.
"Wie bitte?", entfuhr es allen drei Herrinnen gleichzeitig.
"Der erste Teil der Verhandlung war abgeschlossen und wir wurden zu unseren Gemächern geführt. Anführer Slovein ließ mich als Leibwache für Junghexe Avalia mit ihr im Raume, da sie sich ein wenig zur Ruh legen wollte, nach dem Kräftezehrenden Tag, dann geschah es."
"Geschah was, sprich, Krieger!", befahl Alovia ungestüm.
"Eine Explosion, wahrscheinlich ein Attentat, auf die Junghexe. Ohne ihr schnelles Handeln wäre auch ich getötet worden, doch sie erschuf eine schützende Kuppel, welche die Explosion abfing.", erklärte er hastig. Die Matriarchinnen wandten ihr gerührte Blicke zu.
"Avalia, Kind, du bist eine erstaunliche Junghexe.", gab Alovia gerührt wieder, und sie verneigte sich für die Worte der hohen Herrin tief, auch wenn es schmerzte.
"Was geschah dann?", fragte Segsha.
"Ich brachte Junghexe Avalia in Sicherheit, und wir flohen über die Dächer Richtung Mauer. Ich rief meine Echse, und nachdem wir weitere Angreifer besiegt hatten, folgte uns niemand mehr und wir erreichten das Tor zur Mauer. Junghexe Avalia redete mit dem Menschen, als plötzlich Geschosse sie verwundeten. Ich wusste nicht von woher sie kamen, und sie kamen mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit, unmöglich zu reagieren.", beteurte er fest.
"Ich habe von diesen Waffen der Menschen gehört. Damit ist man in der Lage aus unvorstellbarer Distanz jemand zu töten.", grummelte Kardashia.
"Ich packte also die Junghexe und ritt einfach davon Richtung unserer Hauptstadt.", beendete er seine Geschichte.
"Es liegt wahrheit und Aufrichtigkeit in deiner Stimme, Krieger, ich glaube dir.", sprach Kardashia nun etwas freundlicher, und man merkte seiner Erleichterung.
"Wenn deine Geschichte wahr ist, dann müssen wir dies unbedingt der königlichen Famlie zutragen.", in diesem Moment ging die Tempeltür auf, und das Hirarchenpaar kam mit Leibgarde herein. Sofort fielen die Matriarchinnen und Avalia und alle anderen zutiefst auf die Knie.
"Eure Majestät.", sprach Kardashia demütig.
"Erhebt euch, Matriarchinnen.", befahl er kühl und die hohen Herinnen standen auf. Sie trugen bereits Gewänder, sehr zu ihrem Glück, sonst wäre ihre Nacktheit als Beleidung aufgegriffen worden. Avalia bebte vor Demut, die Hirarchend der Dunkelelfen standen vor ihr.
"Wir haben Kunde vom reich der Menschen. Anführer Slovein ist tot, gefallen bei einem Anschalg auf einen Tross Echsenreiter in der Hauptstadt. Die Kunde war auch von einer verschollenen Junghexe, wo ist sie?", fragte der König besorgt.
"Sie ist hier, Majestät.", Kardashia schien auf sie zeigen, und der König schritt auf sie zu.
"Erhebe dich, junge Gesegnete.", befahl er gütig. Avalia erhob sich aufgeregt. Der Hirarch ihres Volkes stand vor ihr, in feinen, farbigen Gewändern und mit einem Ausdruck tiefster Gütigkeit und Weisheit im Gesicht. Er war der schönste Dunkelelf, welchen Avalia je gesehen hatte, und sie widerstand dem Reiz, sich zu unterwerfen.
"Wie ist dein Name?", erklang seine glatte, sanfte Stimme.
"Avalia, Majestät."
"Welch ein schöner Name. Wie geht es dir, Avalia?", fragte Dolevin.
"Noch schmerzt die Wunde in meiner Schulter, doch durch die Fürsorge meiner geliebten Herrinnen ist mir BEssrung gelobt.", erleichter nickte der Hirarch. Dolevin schritt an ihr vorbei, und zog sie sachte mit sich.
"Komm, geh ein Stück mit mir, Junghexe.", Avalias Körper bebte vor Ehre, der Hirarch ihres Volkes berhrte sie, die wahrlich größte Ehre für einen Dunkelelfen. Sie schritten an den Drachenreitern und der Kohorte Leibgarde vorbei, hinaus aus dem Tempel und blieben am oberen Rand der Treppen stehen.
"Ich weiß, es fällt dir wahrscheinlich schwer jetzt schon darüber zu reden, doch deine Aussage ist gerade unbezahlbar für das Reich und unser Volk. Kannst du mir sagen, was sich in Thagasien zugetragen hat?", ernst, aber fürsprglich blickte er auf die junge Elfe.
"Der erste Teil der Verhandlungen mit Konkudator Slithers war vorbei. In meinen ungelehrten Augen war diese Verhandlung auch recht erfolgreich, von unserer Seite aus, als auch von der der MEnschen. Es gab eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Slithers und Slovein, um Angriffa auf dem Gorgavia Pass auf Lieferungen der MEnschen.", fiel es ihr ein und der Hirarch blickte sie neugierig an.
"Eine Meinungsverschiedenheit?"
"Ja, Majestät. Es war kein Streit oder ähnliches, doch eine klare Disparenz der Meinungen war erkennbar.", nachdenklich nickte Dolevin.
"Wie ging es dann weiter?", wandte er den Blick auf sie.
"Slithers schlug vor bei Speis und Trank am Abend weiter zu verhandeln, und Anführer Slovein empfand dies, auf Grund der langen Reise, als angenehm und willigte ein. Wir wurden in eine Unterkunft der Menschen geführt, wo ich mich ein wenig zur Ruhe legen wollte, um neue Kräfte für den Abend zu sammeln. Wächter Telen blieb mit mir im Raum, während Anführer Slovein das Nebenzimmer bezog.", Avalia erzählte daraufhin detailliert, was sich vorgetragen hatte, der Hirarch hörte geduldig zu, unterbrach sie nicht, und ließ sie bis zum Ende der Geschichte reden.
"Das sind sehr beunruhigende Neuigkeiten die du mir gerade erzählst Junghexe. Anführer Slovein kam bei dem feigen Attentat ums Leben, sowie 13 weitere Echsenreiter. Der Rest des Trupps ist auf dem Weg hierher. Konkudator Slithers versicherte mir größte Unterstützung, doch ich werde nicht dulden, dass Krieger meines Volkes so Ehrenlos ermordet werden, und beinahe eine usnerer Junghexen stirbt.", sprach der Hirarch erzürnt.
"Werdet Ihr einen Krieg anfangen, Majestät?", fragte Avalia schüchtern und ängstlich zugleich. Dolvein seufzte.
"Seit Jahrhunderten gab es keinen Krieg mehr, und mir gelüstet es auch nicht danach, doch der Gedanke schweifte bereits durch meinen Kopf, Junghexe.", traurig blickte Dolevin auf sie.
"Ihr seid ein weiser Hirarch, Majestät. Eure Ruhe und Geduld gleicht die unserer geliebten Göttin. Ich bin mir sicher, dass egal welche Entscheidung Ihr auch treffen werde, es wird die Richtige sein, und Malessa wird Euch begleiten und betreuen. Ihr findet sie in Eurem Herzen, und Euren Träumen, Mejstät. Wenn Ihr sie ruft, um nach Rat zu fragen, dann wird sie antworten.", sprach sie zart. Der Hirarch blickte sie bewundernd an.
"Junghexe Avalia, Ihr seid...unglaublich. Solch wundersame Worte. Ich bin sprachlos.", hauchte er aus. Avalia kämpfte gegen das Rotwerden an.
"Ich trage nur die Güte Malessas zu unserem Volk, Majestät, nichts weiter."
"Ich werde wenn ich Rat suche und nach Malessas Wort frage zu Euch zurückkehren, Junghexe, darauf gebe ich mein Wort.", er neigte leicht das HAupt.
"ICh fühle mich zu tiefst geehrt, Majestät.", die beiden gingen zurück in den Saal, wo die drei Herrinnen mit der Hirarchin sprachen.
"Matriarchinnen, ich werde die Ausbildung von Junghexe Avalia mit größtem Interesse verfolgen. Erneut wird mir bewusst, dass Eure Arbeit und Eure Weisheit im Altar unserer Göttin die Beste des gesamten Reiches ist."
"Eure Worte ehren uns, Majestät. Avalia zählt zweifellos zu den talentiersten Junghexen, die wir in unserer Unendlichkeit hatten.", lobte Kardashia in den höchsten Tönen, Avalia war dies langsam mehr als unangenehm.
"Daran gibt es keinen Zweifel.", er schritt auf sie zu.
"Wir werden uns wiedersehen, Junghexe Avalia."
"Es wird mir eine unbeschreibliche Ehre sein, Majestät.", Avalia verneigte sich tief. Danach folgten noch kurz abgesprochene Termine, dann verschwand die königliche Familie samt Tross und Telen und ließ die Matriarchinnen zurück.
"Avalia Schätzchen, du hast dir einen Freund gemacht.", scherzte Alovia und die anderen beiden lachten.
"Mir ist das sehr unangenehm, Gebieterin.", gab sie nur schüchtern wieder.
"Na na na, Liebes, du kannst stolz sein, den Hirarchen so beeindruckt zu haben, dass schaffen wahrlich wenig Dunkelelfen.", fügte Kardashia hinzu.
"Aber geh nun und ruh dich aus, du hast es dir mehr als verdient.", Avalia verabschiedete sich und legte sich ins Bett. So schnell schlief sie wahrscheinlich noch nie ein, vor lauter Erschöpfung und Müdigkeit.

Als sie am nächsten Morgen erwachte war der Schmerz in ihrer Schulter vollends verschwunden und die Wunde gleich mit ihm. Sie erhob sich, ging in die Waschstube und säuberte ihre Kleidung. Dann schnitt sie von dem Brustschutz einen schmalen Streifen Stoff ab und band ihn sich um den Oberschenkel, als Andenken an den vergangenen Kampf. Dann wusch sie schnell ihren Körper, kleidete sich ein und ging in den großen Saal. Segsha saß auf ihrem Thron und studierte einige Papierrollen. Als Avalia in den Saal kam blickte sie auf, nackt wie immer.
"Avalia, Schätzchen, ich sehe, du hast dir ein Andenken gemacht?", fragte sie und nickte auf ihren Oberschenkel.
"Ja, Herrin, ich fand es sei angebracht, für meinen ersten Kampf.", die Matriarchin nickte nur zustimmend.
"Das finde ich auch, es ziert deiner normalen Tracht.", grinste sie amüsiert.
"Ich danke Euch, Herrin.", die Dunkelelfe winkte ab. Dann befahl sie Avalia mit einem Kopfnicken heran.
"Diese Rollen kamen von den Menschen an uns, lauter bürokratischer Abfall, doch wir müssen es studieren und der königlichen Familie vortragen, bitte hilf mir bei einigen Fragen."
"Mit Vergnügen."
Die nächsten Stunden beantwortete Avalia die noch offenen Fragen, oder korrigierte falsch formulierte Fakten. Irgendwann unterbrach eine Blutjungjer sie.
"Hohe Herrinnen, ein junger Echsenreiter bittet um eine Audienz bei Junghexe Avalia.", verneigte sie sich. Segsha zog eine Augenbraue hoch.
"Er soll reinkommen.", sie überschlug die Beine und die Blutjunger schritt zurück zur Pforte. Avlia schaute interessiert zu den Toren und erkannte Telen. Demütig schritt er in den Saal und warf sich auf die Knie.
"Hohe Herrin, Junghexe.", sprach er respektvoll.
"Was ist dein Anliegen?", fragte Segsha ruhig.
"Ich wollte mich um das Wohlbefinden der Junghexe erkundigen, bevor ich meine Schicht antrete.", verschmitzt lächelte Segsha ihr zu.
"Nun, frag sie selbst.", Avalia schritt mit klopfendem auf den Krieger zu und befahl ihm per Handzeichen aufzustehen. Telen erhob sich mit Schild und Speer und blickte sie aus erleichterten Augen an.
"Herrin, mich erfüllt es mit größter Freude euch wohlauf zu erblicken.", Avalia senkte gerührt den Blick.
"Deine Fürsorge rührt mich, Krieger.", sprach sie schüchtern.
"Ich war nur in Sorge, Euch könnten schlimmere, lnagfristige Schäden zugefügt worden sein."
"Nein, glücklicherweise nicht.", sie blickte ihn wieder an. Er räusperte sich verlegen.
"Nun, ich breche dann zu meiner Schicht auf, bevor der Kommandant mich versetzt.", Avalia kicherte kurz und Telen wollte sich gerade umdrehen, als sie ihn unterbrach.
"Warte.", sprach sie verlegen. Telen drehte sich erneut zu ihr um. Avalia löste das Stoffband, welches um ihren Oberschenkel gewickelt war und hielt es ihm hin.
"Nimm es, Krieger. Das es dich immer an mich erinnern möge und dir Kraft und Mut schenkt, zu jeder Stunde, wenn du es bei dir trägst.", Telen riss die Augen auf und nahm es zitternd entgegen.
"Meine Herrin, ich...", er brach ab und wusste gar nicht was er sagen sollte.
"Wir haben das gestern zusammen durchgestanden, Krieger. ICh werde jeden Tag für dein Wohl beten.", Telen band sich den Stoffstreifen feste um den rechten Oberarm und kniete vor ihr nieder.
"Ihr seid meine Heldin, Junghexe Avalia. Ich verdanke Euch mein Leben und fühle mich zutiefst durch Eure Güte geehrt.", sprach er mit gesenktem Haupt.
"Besuch mich gerne wieder, Krieger, und erzähl mir von deinen Abenteuern."
"Mit höchstem Vergnügen.", mit diesen Worten verabschiedete er sich und verließ den Altar. Avalia seufzte und ging zurück zu Segsha die nur grinsend auf ihrem Thron saß.
"Er ist süß.", sprach sie nur und schaute dem Krieger hinterher.
"Meine Gebieterin.", verteidigte sich Avalia peinlich.
"Er hat Anstand, ist talentiert und besitzt Ehre.", Avalia war ebenfalls tief beeindruckt von Telen, die Hirarchischen unterschiede spielten dabei keine Rolle. Den Rest des Abends arbeiteten die beiden noch die Rollen durch. Erst spät in der Nacht ging Avalia zu Bett, konnte jedoch nicht einschlafen. Sie schritt aus dem Altar, das fahle licht der Nacht fiel durch die Höhlendecke und eine kühle Brise striff ihr durch die Haare. Avalia setzte sich auf die Treppenstufen und schloss die Augen. Eine Hand riss sie aus der angenehmen Stille, welche sich auf ihre Schulter legte. Erschrocken wandte Avalia sich um und erkannte Segsha, welche in durchsichtigen, Seidenen Gewändern neben sie setzte.
"Meine Herrin.", verneigte sich Avalia. Segsha lächelte schmal.
"Du kannst nicht schlafen, Junghexe?", fragte sie kühl.
"Nein, Herrin."
"Liegt es an dem Kampf, oder jagen dir andere Gedanken durch den Kopf?", Avalia überlegte einige Zeit.
"Ich weiß nicht Herrin, ich finde irgendwie keine Ruhe.", antwortete sie und die Matriarchin nickte langsam.
"Als ich in der Ausbildung zur Matriarchin war, gab es lediglich zwei Gebieterinnen, du kennst ihre Namen. Die Ersten unserer Kaste.", Avalia nickte.
"Aloa und Trichitin.", fügte Avalia respektvoll hinzu. Segsha nickte in Gedanken.
"Ganz genau. Mit Kardashia und Alovia zusammen erklommen wir die schwierigen Stufen der Macht. Alovia, als Tochter von Aloa geboren, hatte es stets etwas leichter, von Geburt an war sie staark mit der Magie und unserer Geliebten Göttin verbunden. Dann kam der Große Krieg der Völker. Menschen, Orks, Elfen, Nekromanten, einfach alle Völker dieser Welt führten bittere Fehden gegeneinander. Unsere Gebieterinnen starben, und wir nahmen ihren Platz ein.", interessiert hörte Avalia der sanften Stimme ihrer Herrin zu.
"Ich hatte damals einen Geliebten, entstanden aus den selben Umständen wie bei dir und Krieger Telen. Ein junger Bogenschütze. Wir wurden vom Heer separiert, als eine Kohorte Wargreiter der Orks unseren Schlachtzug überfiel. Dabei brach eine marode Höhlendecke ein und ich fiel zusammen mit dem Bogenschützen in einen tiefen Schacht. Wären wir nicht in einem See gelandet, so wäre auch ich nun tot.", Segsha blickte sie ernst an und Avalia bekam Gänsehaut.
"Tagelang suchten wir einen Weg hinaus an die Oberfläche, wir kämpften gegen Kreaturen der dunklen Höhlen und ohne den Willen des Kriegers und ohne seine Liebe und seinen Glauben an mich, hätte ich es wahrscheinlich niemals geschafft.", Segsha wechselte ein wenig die Sitzhaltung.
"Wir schafften es zurück zu unserem Heer. Der Bogenschütze blieb dort, ich wurde zurück zum Tempel geschickt. Jeden Tag bat ich Malessa um ihren Schutz für den Krieger, und unsere Göttin erhörte meine Gebete. Er kam Heim, unversehrt. Eine Liebschaft entstand zwischen uns, doch weder eine feste Bindung, noch offenbarten wir je unsere Gefühle dem jeweils anderen und es kam, wie es kommen musste.", sie machte eine kurze Pause.
"Der Bogenschütze fiel dem Krieg zum Opfer."
"Das tut mir leid, Herrin.", Segsha winkte sofort ab und Avalia verstummte.
"Es war eine schöne Zeit mit ihm, doch ich bereue, dass ich niemals meine Gefühle ihm gegenüber gezeigt habe. Der Gedanke an den Unterschied unserer Kasten hidnerten mich damals, ehrlich und offen zu sein.", die MAtriarchin blickte sie an.
"Begehe nicht den selben Fehler wie ich, Junghexe Avalia. Die Unendlichkeit kann manchmal sehr lang sein....oder viel zu kurz.", fügte sie nach kurzem Schweigen hinzu.
"Denn es zieht etwas auf, Avalia, ich spüre es. Das selbe Knistern, die selben Spannungen wie damals liegen in der Luft.", Segsha war beinahe am flüstern.
"Meine Herrin, darf überhaupt jemand unseren Standes mit einem gewöhnlichen Krieger eine Liebschaft haben?", fragte sie schüchtern. Segsha nickte.
"Aber natürlich, Avalia. Es gibt da weder Verbote, noch Eiinschränkungen. Unsere Kaste hat lediglich mit Respekt zu tun, und unsereins muss respektvoller behandelt werden, als die Kaste des Militärs. Doch Liebe, Junghexe, bricht durch die Kasten hindurch und sollte mit allen Mitteln gefördert werden. Liebe unter Dunkelelfen ist etwas anderes, als die Liebe, wie Menschen sie titulieren.", aus glänzenden Augen blickte Avalia ihre Gebieterin an. Segsha erhob sich.
"Finde ein wenig Ruhe, Avalia, in deinem Körper und deinem Herzen.", die Matriarchin wandte sich ohne das abwarten auf Reaktion ab und schritt in den noch immer streng bewachten Altar. Sie sprach kurz mit einer der Blutjungfern, welche sofort zu Avalia herüber preschte.
"Hohe Herrin, ich soll stets an Eurer Seite bleiben, weohin auch immer ihr geht.", sprch sie respektvoll und verneigte sich tief. Avalia nickte nur und blickte wieder über die Stadt auf den großen Kristall.
"Kriegerin, wo sind die Echsenreiter Stationiert?", fragte sie die Blutjungfer.
"Sie beziehen die tiefen Kavernen in der dritten Ebene der Stadt, Herrin.", Avalia stand auf und löste die Stoffe um ihre Brüste. Mit einem Mal waren sie entblößt, doch das störte Avalia nicht im geringsten.
"Schneide einen dünnen Streifen des Stoffes ab.", die Blutjungfer tat wie gehießen und schnitt mit einem ihrer beiden Dolche einen Streifen Stoff heraus. Avalia band den großen Stoff wieder um ihre Brüste und den schmalen Streifen um ihren linken Oberschenkel, nicht den rechten. Ihre normale Tempeltracht zeigte allgemein unglaublich viel Haut, sie mochte das kleine Accesoir um ihren Oberschenkel sehr.
"Bring mich zu den Echsenreitern.", befahl sie kühl und die Blutjungfer verneigte sich.
"Mit Vergnügen.", zusammen schritten die beiden in gemächlichem Tempo durch die Stadt. JedeDunkelelfen denen sie begneten verneigten sich tief vor Avalia.
Nach knapp einer halben Stunde Fußmarsch kamen sie vor der kräftigen Bastion an. Aus dem Untergrund hörte man das Zischen und Schnauben der Echsen. Die hohen Wälle waren alle Pechschwarz mit zahlreichen Schießscharten. Vor der Pforte standen vier gepanzerte Echsenreiter. Als die beiden sich näherten fielen sie tief auf die Knie.
"Hohe Herrin, welch unaussprechliche Ehre Euch hier willkommen heißen zu dürfen.", sprach der linke vordere Krieger.
"Erhebt euch.", gab Avalia kühl von sich und die Krieger taten wie gehießen.
"Was ist Euer Anliegen?", fragte der rechte ehrgebietend.
"Ich möchte zu einem eurer Kameraden.", der Krieger nickte daraufhin.
"Ich suche Telen.", der Krieger verneigte sich tief.
"Folgt mir bitte, hohe Herrin.", der Echsenreiter ging voran, dann kam Avalia und hinten behielt die Blutjungfer alles wachsam im Auge. Die Gruppe schritt über den imposanten Innenhof wo eine große, feine Statue einer Echse war. Fackeln erhellten alles in ein angenehmes Licht. Sie gingen zu einer Treppe die auf die Mauer führte und betraten das große Hauptgebäude. Vor einer Tür blieb der Krieger stehen.
"Sprecht bitte mit unserem Kommandanten, er weiß, wo Telen sich zur Zeit aufhält, hohe Herrin.", Avalia nickte und betrat den Raum. Der Kommandant, ein Elf mit vielen Narben und einem kantigen Gesicht blickte von einigen Schriftrollen auf und warf sich sofort auf die Knie, als er Avalia erblickte.
"Hohe Herrin, welch unbeschreibliche Ehre Euch hier zu sehen. Wie kommen wir zu diesem Anlass?", fragte er mit gesenktem Blick.
"Ich würde gerne Krieger Telen sehen, lässt sich das einrichten Kommandant...?", fragte sie, beischwänglich auch nach seinem Namen.
"Archion, Herrin.", Avalia nickte.
"Kommandant Archion."
"Selbstverständlich, er ist unten bei den Echsen. Bitte, lasst mich Euch zu ihm führen.", der Kommandant erhob sich und ging mit Avalia und der Blutjungfer in die Katakomben unter der Festung. Dort angekommen waren überall große Gehege um einen kleinen See errichtet, in denen hunderte von Echsen zu sehen waren. Krieger pfelgten die Ausrüstung, oder kümmerten sich um das Wohl der Tiere. Als der Kommandant eintrat schrie er einmal durch hallend durch die gewaltige Höhle.
"Soldaten! Salutiert!", mit einem Mal unterbrach jeder eizelne Krieger seine Arbeit und stellte sich stramm hin.
"Eine Repräsentantin unserer geliebten Göttin Malessa ist zu Besuch.", donnerte er weiter, und alle Soldaten fielen augenblicklich auf die Knie. Sie schritten auf eine Stelle zu, wo die Soldaten die Rüstungen der Echsen restaurierten und Avalia erkannte Telen mit klopfendem Herzen.
"Krieger Telen, Junghexe Avalia wünscht dich zu sprechen. Erweise ihr den gebührenden Respekt.", sprach der Kommandant harsch. Doch sofort schritt sie dazwischen.
"Ist schon gut Komandant Archion.", unterbrach sie ihn sanft, und der grimmige Dunkelelf verstummte augenblicklich. Avalia schritt auf Telen zu.
"Steh auf.", sprach sie liebevoll, und der Krieger erhob sich. Sie erkannte das Stoffband, welches sie ihm am Mittag gegeben hatte an seinem Arm, er trug es noch immer fest um ihn geschnürt und ihr Herz raste. Der Krieger blickte sie gerührt an.
"Hohe Herrin, was führt Euch hierher?", fragte er gerührt.
"Ich wollte dich sehen, Krieger. Nach deiner Schicht.", sprach sie ein wenig hilflos und senkte den Blick.
"Nun, ich bin wohlauf. Ich musste an der Grenze Patroullie schieben, doch es ist nichts vorgefallen. Ich fühlte Euch stets an meiner Seite durch Euer unglaubliches Geschenk.", er hob seinen Arm und striff mit der anderen Hand sanft über den schmalen Streifen Stoff. Avalia errötete sofort.
"Das freut mich zu hören, Krieger. Besuchst du mich morgen im Tempel, wenn du die Zeit findest?", fragte sie schüchtern. Telen verneigte sich tief.
"Mit dem allergrößten Vergnügen, meine Herrin.", antwortete er mit bebender Stimme. Avalia machte einen Schritt auf ihn zu, fasste mit beiden Händen seine Wangen an und küsste ihn auf den Hinterkopf, während er sich verneigte.
"Ich denke an dich, Krieger Telen, und erwarte dein Kommen mit Freude.", sprach sie sanft. Sie spürte wie sein Körper bebte, vor lauter Ehre und Freude.
"Die Freude liegt noch viel größer bei meiner Seite, meine Herrin.", antwortete er. Avalia machte einen Schritt zurück und als Telen sich aufrichtete und ihre Blicke sich trafen zog sie überwältigt die Luft ein. Avalia drehte sich mit bebendem Herzen um und der Kommandant schritt rasch vor die beiden. Avalia verließ die Katakomben und freute sich, Telen noch einmal gesehen zu haben. Oben vor der Festung vor den Toren blieben sie stehen und sie wandte sich Archion zu.
"Ihr seid ein aufrichtiger und pflichtbewusster Anführer. Ich werde unsere geliebte Göttin um Euer Wohl bitten, Kommandant und wünsche Euch viel Weisheit und Pflichtbewusstsein. Solltet Ihr je den Rat unserer Göttin suchen, so zaudert nicht, mich im Tempel zu besuchen.", sprach sie sanft und der Kommandant fiel auf die Knie.
"Ihr ehrt mich mit Euren Worten, Junghexe Avalia. Ich werde Euch besuchen, sollte ich Rat brauchen, ich gebe mein Wort darauf.", antwortete er demtütig. Avalia verabschiedete sich und trat mit der Blutjungfer den Rückweg an.
Zurück im Tempel angelangt fiel Avalia in einen tiefen Schlaf.
Die zarte Stimme Kardashias weckte sie.
"Junghexe, steh auf, wir haben Arbeit für dich.", Avalia öffnete die Augen. Die oberste Matriarchin saß auf der Bettkante und blinzelte ihr liebevoll zu.
"Meine Herrin, ich werde mich rasch waschen und einkleiden. Erwartet mich in wenigen Minuten im Saal.", Kardashia lächelte schmal und winkte ab.
"Nur keine Eile, Avalia, es ist viel früher als gewohnt, lasse dir also Zeit.", Kardashia küsste sie auf die Stirn und verließ Avalias Zimmer. Diese blieb noch einige Sekunden liegen, erhob sich, packte sich eine frische Tempeltracht und betrat den Waschraum. Dort verweilte sie nur kurz, und betrat den großen Saal. Mit sorgenvollen Gesichtern waren dort die Matriarchinnen am Reden. Avalia verneigte sich tief, und Alovia seufzte einmal.
"Junhexe, wir haben schlechte Kunde.", Avalia schluckte einen großen Kloß im Hals herunter.
"Wir befinden uns im Krieg, Jungehexe Avalia.", fügte Kardashia ernst hinzu. Avalia fühlte wie eine Kraft sie ein wenig nach unten Riss und ihr die Luft entzog. Aus riesigen Augen blickte sie die Gebieterinnen an.
"Die Entscheidung fiel heute Nacht, nachdem eine Gruppe unserer Diplomaten in Thagasien erneut durch ein Attentat um die Unendlichkeit kamen."
"Was?", hauchte Avalia nur unlgäubig aus. Segsha nickte nur langsam.
"Die königliche Familie hat sofort den Kriegszustand mit dem Volk der Menschen ausgerufen.", Avalia hatte das Gefühl, als würde der Boden unter ihr wegkrachen.
"Doch es kommt noch weiter.", setzte KArdashia an und blickte kurz zu ihren beiden Freundinnen.
"Deine Mitauszubildende Ticha hat den Tempel verlassen.", dass war zu viel für Avalia und sie fiel auf die Knie. Sofort eilte Segsha herbei und legte ihr einen Arm um die Schultern.
"Wieso? Warum?", fragte Avalia den tränen nahe.
"In der Zeit des Krieges sind unsere Aufgaben weit gefächert. Wir müssen studieren, forschen, segnen und kämpfen, auch ihr Junghexen. Wir zwingen keine Junghexen zu bleiben, die Ausbildung ist freiweillig und jederzeit kündbar. Aus diesem Grunde fragen wir dich, möchtest du bleiben?", fragte Kardashia sorgenvoll.
"Natürlich, Gebieterin.". Erleichterung breitete sich auf den Gesichtern nder MAtriarchinnen aus.
"Das freut uns, Avalia, wirklich. Du bist eine so unglaublich talentierte Junghexe, dein Gehen hätte diesem Tempel einen schweren Schlag versetzt.", atmete Alovia aus. Avalia richtete sich auf und Segsha ging zurück zu ihrem Thron.
"Die Hirarchen sagten, dass jeweils zwei von uns Matriarchinnen an der Front sein werden, und eine hier im Tempel. Das heißt, dass wir uns abwechseln werden. Erst gehen Alovia und ich, dann kehrt Alovia zurück und tauscht mit Segsha, und danach kehre ich heim. Es wird also eine Zeitspanne geben, wo du diesen Tempel beaufsichtigen wirst, Avalia, doch wir haben keine Zweifel daran, dass diese Aufgabe zu schwer für dich sein könnte.", erklärte Kardashia gutmütig.
"Wann werdet Ihr aufbrechen, Herrin?", fragte sie beängstigt.
"Schon heute im Laufe des Tages. Späher berichteten von großen Truppenbewegungen nahe Tikensil, und die königliche Familie geb den Befehl, den Gorgavia Pass und die östliche Ebene abzuriegeln, somit ist es den Menschen unmöglich in unser Terretorium einzudringen, ohne das wir es bemerken, und mit einer solchen Streitmacht ist es ihnen auch nicht erlaubt, über das Gebirge zu kommen. Wir ließen ein die Schattenhexen dort wachen, und magische Schilde und Fallen errichten. Sie bewachen die Gebirgspfade.", Avalia nickte betrübt.
"Deine Aufgabe wird das Studieren menschlicher Schriften und das entwickeln von Nutzpflanzen unter der Erde sein. Wir müssen rasch handeln und Ergebnisse erzielen, da wir nun keine Nahrung der Menschen mehr bekommen. Gehe dazu in die Bibliothek und unternehme was auch immer notwenig ist, damit wir untertage Getreide und andere Pflanzen erfolgreich anbauen können.", Avalia nickte, damit hatte sie sich zwar noch nie befasst, doch ihr würde schon ein Erfolg gelingen.
"Nun begebe dich an deine Arbeit, Junghexe, die Zeit drängt.", sprach KArdashia ernst, und Avalia verneigte sich und begab sich in die gewaltige Bibliothek des Tempels. In riesigen Regalen standen Bücher, Schriftrollen, Bildbände, Leinwände, alles was ein Gelehrter benötigte.
Avalia fand schnell die Buchbände die sie benötigte, doch wurde aus den Texten nicht schlau.
Das Problem war, dass normale Nutzpflanzen nicht im Klima der Höhle wuchsen, und somit musste umpdisponiert werden. Doch Avalia hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie das anstellen sollte. Stunden über Stunden wälzte sie Bücher und Schriftrollen, doch das Klima der Höhle war nicht angepasst auf Nutzpflanzen.
Erst bei Nacht verließ sie die Bibliothek, immer noch so schlau wie zuvor. Eine Blutjungfer eilte herbei.
"Hohe Herrin, der Hirarch will Euch sprechen.", Avalia zog die Augenbrauen hoch. Rasch ging sie hinter der Blutjungfer her. Dolevin stand alleine vor den ganzen Stufen den Tempel hinab. Als Avalia näher kam wandte er sich um. Demütig fiel sie auf die Knie.
"Nicht doch, Junghexe, hier ist dein Reich und ich bin der Demut verpflichtet.", erklang seine perfekte Stimme. Avalia erhob sich und trat vor ihn.
"Wie kann ich Euch helfen, Majestät?", fragte sie ruhig.
"Ein Kampf wütet gerade an der Oberfläche und ich brauche alle Matriarchinnen an der Front. Du musst so lange über den Tempel wachen, Junghexe?", traurig blickte er sie an. Avalia verschlug es die Sprache.
"Majestät, ich bin überwältigt.", Dolevin drehte sich Richtung Kristall.
"Sag mir, Junghexe, womit hat unser Volk das verdient?", fragte er wirklich erschüttert.
"So viel Dunkelelfenblut, und das obwohl wir schon so zurückgezogen leben.", Avalia trat neben ihn.
"Majestät, ich glaube es ist nicht die Frage des verdienen, sondern eher die Frage warum passiert dies.", Dolevin schwieg auf diese Worte.
"Was sagt Melessa dazu?", fragte er und blickte sie direkt an. Avalia schüttelte mit dem Kopf.
"Malessa schweigt darüber. Es gibt auch Ereignisse, die kann nicht einmal unsere wundervolle Göttin beeinflussen.", gab sie leise wieder.
"ICh verstehe, Junghexe.", antwortete Dolevin traurig.
"ICh bin so hin und hergerissen, Avalia.", er ging an der KAnte der Stufen entlang Richtung des BRunnens und Avalia folgte kurz dahinter.
"Wäre es zu verhindern gewesen?", flüsterte er mehr zu sich selbst. Avalia schritt direkt vor ihn, legte ihm sanft die Hände auf die Wangen und zog seinen Blick zu sich hinunter.
"Majestät, als unser Hirarch müsst ihr Entscheidungen Treffen, Wege gehen und Opfer erbringen, von denen hat kein Dunkelelf des Reiches den Ansatz einer Vorstellung. In all der Zeit habt Ihr uns nie fehlgeleitet, nie enttäuscht und ich weiß, dass Ihr das auch jetzt nicht tun werdet, und Malessa weiß es auch. Diese Entscheidung war lediglich das öffnen eines neuen Pfades, der auch ein Ende haben wird, selbst wenn Euch dieses vielleicht momentan unerreichbar erscheint. Aber ihr beschreitet diesen Pfad nicht alleine, Ihr habt Eure wundervolle Gattin, Ihr habt ein Volk, welches Euch liebt, Ihr habt diesen Tempel als Zuflucht und Ihr habt Malessa, die stets ihre schützenden Hände um Euch legt.", vorsichtig zog sie den Kopf des Hirarchen zu sich herunter und küsste ihn auf die Stirn.
"Eure Gemahlin liebt Euch, Malessa leibt Euch und ich liebe Euch, vergesst das niemals, Majestät.", flüsterte sie, ließ ihn los schaute ihn einfühlsam an. Dolevin blickte sie sprachlos an.
"Junghexe...ich...finde keine Worte auf die Euren.", haspelte er.
"Ihr müsst ein Kind von Malessa sein, anders geht es nicht. Eure wundervollen Worte bewegen mein Herz wie nie zuvor und schenken mir Vertrauen und Stärke wie nichts anderes.", sanft winkte Avalia ab.
"Nein, Majestät, nicht meine Worte sind es, sondern der Glaube und die Kundgebung über unsere wundervolle Göttin sind der Antrieb unseres HErzen.", fügte sie hinzu. Dolevin schüttelte mit dem Kopf.
"Seid nicht so bescheiden, Junghexe."
"Bescheidenheit ist angebracht, mein Gebieter, Ihr seid der Hirarch und Euer lob ehrt mich über alle Maßen, doch stehe ich lediglich im Dienste unserer Göttin und in dem Euren.", sie breitete beide Arme kurz vor dem Körper aus und deutete eine Verbeugung an. Dolevin schritt ganz dicht an sie heran und legte ihr beide Hände auf die Schultern.
"An diesem Ort, Avalia, stehe ich unter Euch, und nicht anders herum.", Avalias Körper bebte vor stolz. Dolevin machte einige Schritte zurück.
"Wir sehen uns in kürze wieder, Jungehexe, ich fühle es.", mit diesen Worten verbeugte er sich tief. Avalia erwiderte dies.
"Mit allergrößtem Vergnügen, Majestät.", Dolevin schmunzelte leicht und verschwand einfach.
Als sich Avalia endlich zur Ruhe legen konnte schlief sie ein. Doch der Schlaf war furchtbar, geplagt von schrecklichen Träumen und undeutlichen Visionen, welche nur Tod und Schmerz ausdrückten schreckte sie am frühen Morgen Ruckartig aus dem Schlaf auf und war sofort senkrecht im Bett aufgerichtet. Eine Blutjungfer zuckte beinahe zusammen und unterwarf sich demütig.
"Herrin, der Hirarch möchte umgehend mit Euch sprechen.", erklang ihre ein wenig von Angst erfüllte Stimme. Avalia nickte, stand auf und zog sich die schlichte Tempeltracht an, band das Stoffband um ihren Oberschenkel und ging hinter der Blutjungfer her. Dolevin stand vor den Thronen der Herrinnen, den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen geschlossen richtete er seinen Blick auf die Statue von Malessa. Als er die beiden hörte wandte er ihr den Blick zu und eilte auf Avalia zu, sein Gesicht zerfurcht vor Trauer und Zorn.
"Mein Gebieter, was ist los?", fragte Avalia besorgt. Dolevin blieb vor ihr stehen.
"Junghexe...die MAtriarchinnen sind gefallen.", er redete kaum zu Ende, da wurde Avalia schwindelig. Ihr Gehör wurde dumpf und Tränen rannen ihre Wangen herunter. Avalia taumelte rückwärts, kaum in der Lage sich auf den Beinen zu halten. Dolevin schoss neben sie und fing sie auf. Avalia krallte sich in sein Gewand und stieß einen durhc Knochen und Mark schneidenden Schrei der puren Verzweiflung aus. Alle Blutjungfern fielen auf die Knie und wurden von der schieren Trauer der Junghexe so gepackt, dass auch sie zu weinen begannen. Sogar dem Hirarchen lief eine Träne die Wange herunter.
Völlig der Trauer hingegeben preste Avalia ihr Gesicht in das Gewand des Dunkelelfen, welche sanft durch ihre Haare streichelte.
Nach knapp Zehn Minuten rappelte Avalia sich auf, die Blutelfen knieten demütig vor ihr auf dem Boden.
"Ich vermag Euren Kummer gerade wahrscheinlich nicht ansatzweise nachempfinden zu können, Junghexe.", mit mitfühlendem schaute Dolevin sie an.
"Sie waren meine Mütter, Gebieter. Ich hatte nie eine Familie, die MAtriarchinnen fanden mich auf der Pforte zu diesem Tempel und bildeten mich aus. Alles was ich hatte waren sie und dieser Tempel.", flüsterte Avalia mit leerem Blick. Der Hirarch schritt auf sie zu und Avalia wandte ihren traurigen Blick zu ihm auf.
"Was hätten die MAtriarchinnen jetzt gewollt, Avalia?", fragte er hoffnungsvoll.
"Das es weitergeht. Das dieser Tempel in einem neuen Glanz erblüht, wie nie zuvor.", sprach sie mehr zu sich selbst als zu Dolevin.
"Das sehe ich genau so. Ihr seid die letzte aus der Kaste der Matriarchinnen, Avalia, die letzte ihres Standes.", Dolevin schritt zurück und breitete die Arme aus.
"Ich, Hirarch Dolevin, ernenne Euch, Avalia, mit der Kraft meines Standes zur Schattenmatriarchin.", sprach er sicher und entschlossen. Avalia fiel aus allen Wolken.
"Aber Gebieter, meine Ausbildung war noch nicht abgeschlossen.", hauchte sie fassungslos aus. Dolevin lächelte schmal und zog ein kleines Bündel Papyrus hervor. Kurz räusperte er sich.
"Mein hoher Gebieter,
ich, Schattenmatriarchin Kardashia, schreibe Euch diese Bitte im Namen meiner Schwestern und mir selber. Wir spüren, dass es mit usnerer Zeit zu Ende geht. Schon länger weist uns die Göttin darauf hin, dass unsere Zeit sich dem Ende neigt, und wir bald in die ewige Finsternis übergehen werden. Lange haben wir überlegt, wie wir mit diesem Umstand umgehen sollen. Der nun ausbrechende Krieg erschwert diese Tatsache sehr, doch wir sind uns alle einer festen Meinung geworden. Ich all unseren Jahren, welche wir der Göttin und Eurem wundervollen Reich Dienen durften, hatten wir noch nie eine so unglaublich talentierte Junghexe wie Avalia. Ihre Worte stammen von Malessa höchst persönlich, ihre Verstand ist messerscharf und ihr Herz ist rein und einfühlsam. Da wir schon seit längerer Zeit auf diesen Augenblick hinarbeiteten gaben wir den großteil unseres Wissens bereits an sie weiter. Ihre Fähigkeiten und ihre Macht übersteigen wahrscheinlich schon die Unseren, und ihre Gabe neues zu erlernen ist beachtlich. In unseren Augen ist Avalia die perfekte Nachfolgerin für unsere Postion, den Tempel und das Reich der Dunkelelfen.
Hier also unsere Bitte: Wenn wir in die ewige Finsternis eingehen werden, und das in ein Umstand welcher unausweichlich ist, dann ernennt sie danach zu unserer Nachfolgerin. Wundert Euch nicht, wenn sie sich wehrt, sie tut dies aus Respekt uns gegenüber und ist zu bescheiden, um das Amt anzunehmen, doch lasst Euch davon nicht beeinflussen. Sie wird ihre Aufgabe perfekt ausüben.
Mit höchstem Respekt
Schattenmatriarchin Kardashia.", Dolvein rollte das den Papyrus ein und wandte ihr den Bick zu. Freudentränen liefen ihr die Wange herunter und Avalia musste tatsächlich Grinsen.
"Eure Herinnen kennen Euch gut, Avalia, zu gut.", er machte einige Schritte auf sie zu.
"Und da auch ich Euch nun ein wenig kenne, habe ich auf große eine große Zeremonie verzichtet.", Avalia verbeugte sich.
"Ich danke Euch, Hirarch."
"Doch die Statuen des Tempels wurden bereits geändert. Euer Abbild ziert nun die Mitte der Pforte.", Avalia verstand wieso, alles musste weitergehen, so hätten es die Herinnen gewollt. Sie nickte nur. Dolevin legte ihr eine Hand auf die Schulter.
"Ich werde hinter Euch stehen, Matriarchin, zu jeder Zeit.", Avalia nahm seine Hand und küsste sie.
"Ich danke Euch, Hirarch.", Dolevin nickte und lächelte ihr warm zu.
"Ich überlasse Euch nun Eurer Arbeit.", mit diesen Worten verschwand er. Die Blutjungfern waren aufgestanden und blickten sie erwartungsvoll an. Avalia schloss die Augen und hörte plötzlich Segshas Stimme.
"Wir glauben an dich, mein Kind.", flüsterte es in ihrem Kopf. Avalia unterdrückte die Tränen, öffnete die Augen und blickte enetschlossen auf die Kriegerinnen.
"Bereitet die tägliche Zeremonie der Opferung vor. Wählt eine Kriegerin unter euch aus, welche die Ehre hat, mit unserer geliebten Göttin jagen zu gehen.", die Blutjungfern verbeugten sich gleichzeitig und machten sich an die Arbeit. Avalia ging links an der Statue vorbei zu den Gemächern der Matriarchinnen und betrat die Kammer von Segsha. Sie war beinahe so eingerichtet wie die ihre, nur ein wenig größer und überall hingen die feinen Gewänder für Schattenmatriarchinnen für verschiedene Anlässe. Avalia nahm ihren Brustschutz ab und zog die feine, elegante und sehr durchsichtige Tracht der MAtriarchinnen an. Man konnte problemlos ihre Brüste durch den seidenen, schwarzen Stoff sehen, doch störte sie das nicht, nun durfte sie ihre Nacktheit zeigen.
Die Beine waren unbedeckt, das Gewand ging etwa bis zum Becken, war eng anliegend, die Arme waren etwa so lang bis zur Elle und vorne zeigte ein tiefer Ausschnitt viel Haut. nach hinten zierte ein langer, dünner Schleier die Tracht und der Rücken wurde lediglich von ein paar Bändern zusammengehalten. Avalia griff sich das feine Schwert der MAtriarchinnen, die schwarze, perfekte klinge freute sich anscheinend, in die Hand genommen zu werden, und eine Scheide erschien an ihrem linken Oberschenkel. Sie führte die lange einhandwaffe ein und verließ das Gemach. Entschlossen schritt Avalia auf das Tor zu, welches aufging und sie ins Freie trat. Die Blutjungfern standen unten vor den Treppen vor vielen Dunkelelfen, welche morgens zu der Zeremonie kamen um den Worten der MAtriarchinnen zu lauschen. Nun würde Avalia diese Rolle einnehmen. Blutjungfern standen links und rechts von ihr, eine nackte Dunkelelfe kniete vor dem Brunnen. Avalia atmete einmal durch und ging zud em Brunnen herunter. Jede Blutjungfer fiel auf die Knie, als sie an ihnen vorbeischritt und unten angekommen wollte jeder Dunkelelf die neue Matriarchin einmal sehen. Ihr schleier wehte im sachten Wind und ihre Brustwarzen wurden wegen der kühlen Luft hart, doch das störte sie nicht, ihre Nacktheit war ein Teil von ihre und ihrem Stand und Avalia war es egal, dass jeder Dunkelelf nun ihre Brüste sehen konnte.
"Steh auf.", flüsterte sie sanft zu der am Boden knieenden Blutjungfer, welche sich erhob und sie demütig anblickte.
"Matriarchin, Eure Anwesenheit erfüllt mich mit Stolz.", entgegnete die Blutjungfer die Worte. Avalia kannte den Ablauf der Zeremonie bereits. Nun kam die Kundgebung Malessas. Avalia trat um den Brunnen herum und schritt auf den großen Vorplatz vor den Stufen, welche den Tempel hinabführte. Die Dunkelelfen drängten sich nun immer dichter nach vorne, und die Blutjungfern zogen alle gleichzeitig ihre zwei Doppelklingen um zu signalisieren, dass die Bevölkerung auf Abstand bleiben sollte. Die Dunkelelfen wichen einige Schritte zurück und warfen sich auf den Boden, als Avalia dicht hinter den Blutjungfern stehen blieb.
"In Zeiten wie diesen passieren unvorhersehbare Dinge.", begann sie mit fester Stimme und blickte abwechselnd über die Bevölkerung. Die Blutjungfern blieben unbehelligt stehen, und behieltne jeden einzelnen Wachsam im Auge, bereit zu töten, wenn er oder sie der neuen Matriarchin zu nahe kommen wollen würden.
"Dinge, die weder ich, noch unser weiser Hirarch, noch unsere geliebte Göttin vorhersehen kann. Dinge, die man nicht abwenden, oder verändern kann. Man muss sie akzeptieren.", Avalia machte eine kurze Pause. Die Bevölkerung kniete auf den Stufen, die Köpfe demütig gesenkt.
"Ich bin nun eine Schattenmatriarchin, meine Herrinnen haben mich dafür ausgebildet, mein Leben lang und trotzdem kam dieser Umstand sehr plötzlich und unvorhersehbar.
Sie haben mir immer beigebracht stets weiterzumachen, nicht auf der Stelle zu verweilen, egal wie die Umstände sind. Das ist nicht immer leicht, da wir uns alleine, oder im Stich gelassen fühlen, doch das stimmt nicht. Wir sind niemals alleine. In unseren Herzen finden wir Malessa, die für jeden einzelnen von uns ein offenes Ohr für Probleme, für Sorgen, aber auch für Dankbarkeit hat. Sie steht hinter jedem von uns, hinter jedem Krieger, jedem Handwerker, jeder Mutter, jeder Blutjungfer und jedem Hirarchen.", Avalia blieb stehen.
"Wir haben auch uns gegenseitig. Unser Volk ist durch Zusammenhalt und Vertrauen geprägt. Ein jeder steht für den anderen ein und sind die Zeiten noch so dunkel, und genau daran sollten wir uns orientieren. Vielleicht haben einige von euch Angst, wir würden untergehen.", sie schritt dicht hinter die Blutjungfern und spürte das Beben vor Stolz der Blutjungfer, hinter welcher sie so dicht stand.
"Aber das werden wir nicht. Unser Volk wird niemals untergehen. Unsere Hirarchen sind die weisesten unseres Volkes, sie werden uns durch diese Zeit leiten und MAlessa begeleitet sie und uns auf diesem Wege, ich weiß es. So zaudert nicht, sie zu fragen und zu kontaktieren, unsere geliebte Göttin wird Euch erhören.", mit diesen Worten beendete sie ihre Kundgebung und trat zurück zu der Blutjungfer vor dem Brunnen. Das Volk erhob sich nun und blickte voller Demut auf Avalia und die Zeremonie.
Sie breitete die Arme seitlich aus und legte den Kopf in den Nacken.
"Geliebte Göttin, diese junge, tapfere Kriegerin wurde auserkoren, in deine Finsternis einzutreten um mit dir zu jagen und dir von uns zu berichten. Erhöre unsere Demut und unsere Liebe für dich und empfange ihren Körper als Zeichen unseres Respekts und unserer niemals endenden Liebe.", sie wandte nun Blick auf die Blutjungfer welche vor Anspannung und Ehre bebte. Avalia zog ihr Schwert.
"Bist du bereit, Kriegerin, in die Jagdgründe unserer Göttin einzutreten?"
"Ja, Matriarchin.", Avalia nickte und stieß ihr Schwert schnell durch das Herz der Butjungfer. Mit einem Lächeln im Gesicht verließ die Unsterblichkeit ihren Körper, Avalia zog ihr Schwet aus dem leblosen Körper und legte sie sanft auf den Rand des Brunnens. Sachte glitt der Körper der Blutjungfer in diesen hinein. Nun kniete auf Avalia sich hin und schloss die Augen. Alle folgten ihrem Beispiel, bis auf die wachenden Blutjungfern, welche noch immer mit gezückten Waffen die Bevölkerung abhielten. Der Brunnen erstrahlte in purpurnen Rot und als die Farbe etwas abkling und weißer Dunst aus diesem herausquoll war der LEichnahm verschwunden.
"Die Kriegerin ist erfolgreich bei unserer geliebten Göttin angekommen. Malessa ist mit uns, mit jedem einzelnen.", als Avalia aufhörte zu reden, und die Zeremonie somit zu Ende war brach tosender Applaus und gejubel aus. Kurz wallte stolz in ihr auf, doch Avalia unterdrückte ihn sofort und dankte in einem schnellen Gebet Malessa für die Ehre von den drei Matriarchinnen ausgebildet worden zu sein. Avalia blieb auf dem Vorplatz stehen bis jeder einzelne Bürger fort war. Die Blutjungfern steckten ihre Waffen ein und die meisten postierten sich weiträumig um Avalia herum um aalle sim Auge zu behalten, drei Kriegerinnen standen dicht um sie.
Nach einigen Minuten ging Avalia zurück in den Tempel und setzte sich auf den nun mehr allein dor stehenden thron. Eine Blutjungfer trat an sie heran und fiel auf die Knie.
"Steh auf, Kriegrin." bat Avalia sie freundlich. Die Blutjungfer erhob sich und zückte eine Papyrusrolle und las daraus vor.
"Gegen Nachmittag steht ein Treffen mit Hirarch Dolevin an, am Abend wollte Krieger Telen den Tempel besuchen. Morgen früh steht die Auserwählung der neuen Blutjungfern auf dem Programm. Seid Ihr damit einverstanden, o Matriarchin?", fragte die Kriegrin und verneigte sich tief.
"Selbstverständlich.", die Jungfer verschwand zurück auf ihrem Posten. Avalia stand auf und betrat das Studierzimmer. Sie machte einfach dort weiter, wo sie aufgehört hatte, sie studierte und lernte Zaubersprüche, die Worte Malessas und medizinisches Wissen. Avalia war so sehr in die Studien vertieft, dass sie das Kommen des Hirarchen gar nicht bemerkte.
"Fleißig, Matriarchin.", erklang seine ruhige Stimme, als er ihr über die Schulter blickte. Avalia zuckte ein wenig, sprang rasch auf und verbeugte sich tief. Als sie sich wieder aufrichtete versuchte sie so gut es geht ihre Brüste zu verdecken, da diese deutlich unter dem Gewand zu sehen waren. Dolevin nahm sanft ihre Arme und führte sie neben ihren Körper.
"Ihr müsst nichts vor mir verbergen, Matriarchin Avalia. Eure Schönheit spricht für Euch.", Avalia lief rot an.
"Ich bin sprachlos, mein Gebieter, Eure Worte ehren mich auf allen Wegen.", sie verbeugte sich inbrünstig. Dolevin trat an den Studiertisch heran.
"Schattenmagie. Schwieriges Terrain, auf welchem Ihr studiert, Matriarchin.", er zog die Augenbrauen hoch und blätterte durch die Seiten.
"Schwierig, aber äußerst mächtig, Majestät und ich möchte meine Herrinnen in allen Belangen ehren und in Erinnerung behalten. Sie haben damals angefangen, mir Schattenmagie beizubringen, also führe ich es fort, bis ich jeden einzelnen Zauber beherrsche.", sprach sie sicher und zielstrebig. Dolevin nickte langsam, schlug die Seite auf, welche Avalia zuletzt sutdiert hatte.
"Ihr werdet sie ehren, MAtriarchin Avalia, dass weiß ich.", er trat an ihr vorbei.
"Folgt mir, ich möchte Euch jemanden vorstellen.", sprach er plötzlich ernst.
"Zieht Euch eine dichtere Robe an, Avalia, wir gehen an finstere Orte.", befahl er strenger. Avalia gehorchte, flitzte in ihr neues Gemach und zog sie die lange, pechschwarze Robe mit Rabenfedern als Schulterschutz und einen dichten, schwarzen Rock,w elcher ihr bis zur Mitte ihrer Oberschenkel reichte. Die Schwarze Kapuze aufgezogen sah sie aus wie ein richtige MAtriarchin, dass Schwert stets an ihrer Seite. Als sie durch den Tempel schritt fielen alle Jungfern auf die Knie und senkten die Blicke vor ihr. Als Avalia draußen ankam standen die 12 Drachenreiter rechts und links verteilt und bildeten eine Gasse. Dolevin stand am Ende.
"Kommt, hohe Herrin, wir gehen in die Sklavenstätten.", er drehte sich um, ohne ihre Reaktion abzuwarten. Avalia gehorchte stumm. Als die beiden an der Spitze losmarschierten formierten sich die Drachenreiter sofort um sie herum und schirmten alles um sie herum ab. Den Bürgern, welchen sie begegneten fielen auf die Knie und wagten vor lauter ehrfurcht gar nicht aufzublicken.
"Ihr fragt Euch sicherlich wo es hingeht."
"Wenn Ihr es mir nicht sagen wollt, Majestät, so hat es mich nicht zu interessieren.", sprach sie ruhig und schritt neben dem Hirarchen her. Dolevin gab ein kurzes Lachen von sich.
"Wie weise von Euch, Avalia."
"Ihr seid mein Gebieter, Majestät, ich tue, was auch immer Ihr von mir verlangt.", erwiderte sie zielsicher. Dolevin schüttelte mit dem Kopf und machte einen verneinende Geste mit den Armen.
"Nicht Majestät, Avalia, nennt mich Dolevin, bitte.", Avalia riss die Augen auf. Dolevin bemerkte ihren Gesichtsausdruck.
"Ihr seid mehr als nur die MAtriarchin für mich Avalia, ich vertraue Euch und zähle Euch zu meinen Freunden, und diese nennen mich für gewöhnlich bei meinem Namen.", er lächelte ihr verschmitzt zu.
"Ich bitte um Verzeihung, ich war lediglich ein wenig überrascht.", gab sie nur mit bebender Stimme wieder. Eine unvergleichbare Ehre, Avalia war sprachlos. Sie betraten den zweiten Ring, die Häuser wurden mehr und mehr arbeitstauglich als pompös, mehr Trubel war auf den Straßen zu sehen und die Anspannung der Drachenreiter stieg mit jedem Schritt.
Als sie vor dem vierten Ring ankamen durchschritten sie ein großes Tor, Gestank und Geschrei schlugen ihr entgegen, und Avalia fühlte sich sofort unwohl.
"Glandri, komm her.", befahl Dolevin streng und ein Drachenreiter in pompöser, schwarzer Rüstung mit einem wuchtigen Zweihänder auf der Schulter kniete sofort neben seinem König nieder.
"Majestät."
"Bleibe dicht bei der Hohen Herrin, lasse sie keine Sekunde aus den Augen und sollte es zu Komplikationen kommen, beschütze sie mit deinem Leben.", die Worte des Hirarchen waren streng, aber doch irgendwie weich und sanft. Der Drachenreiter neigte den Kopf.
"Zu Befehl, Majestät.", der Dunkelelf stand auf und kniete erneut vor ihr nieder.
"Es ist mir eine unbeschreibliche Ehre, Euch zu beschützen, Hohe Herrin.", Avalia legte dem Drachenreiter beide Hände auf die Schultern.
"Die Ehre ist ganz meinerseits, mutiger Reiter. Ich werde Malessa für Eure Worte und für Euer Pflichtbewusstsein danken, Drachenreiter Glandri.", der Krieger blickte durch den Helm zu ihr auf.
"Ihr Ehrt mich, Matriarchin.", er stand auf und postierte sich dicht hinter ihr.
"Öffnet das Tor.", rief Dolevin an die Wachen über dem Fallgitter. Ratternd fuhr das schwarze, schwerze Eisen nach oben, und alle Drachenreiter zogen ohne weiteres ihr Schwert. Die Truppe betrat den verdreckten Stadtteil, überall liefen schwerbewaffnete Patroullien der Stadtwache herum, besoffene lagen an den Straßenrändern, Huren fickten ihre Freier in aller öffentlichkeit und tote lagen in dunklen Gassen.
"Gütige Göttin.", sprach Avalia sprachlos über diesen Abschaum.
"Das Sklavenviertel. Die dunkle Seite unserer underschönen Stadt, MAtriarchin.", sprach Dolevin angeekelt. Als die Stadtwachen den Hirarchen erkannten prügelten sie die Sklaven auseinadner und auf den Boden.
"Der Hirarch ist da, auf die Knie ihr elenden Missgeburten.", schrie der Hauptmann und alle Sklaven fielen auf die Knie oder wurden auf diese Geprügelt. Es waren überwiegend Menschen und Lichtelfen, Avalia nahm an es waren Kriegsgefangene, Verbrecher oder Abtrünnige ihrer Völker. Sie liefen durch die verdreckten Straßen, doch am meisten störte Avalia dieser Gestank. Vor einem Gefängnis blieben sie stehen, die Wachen fielen auf die Knie und Avalia, Glandri und der Hirarch betraten das kalte, schwarze Gebäude. Der Hauptmann des Gefängnisses führte sie herunter, in den kleinen Zellen lagen oder saßen abgewrackte Gefangene, es stank nach Tod und Verwesung. Vor der letzten Zelle blieben sie stehen. Der Wärte schlug gegen die Stäbe und der Gefangene, ein Mensch trat heran. Sofort bekam er einen harten Schlag auf die Schädeldecke, sodass diese aufriss und eine Platzwunde entstand.
"Auf die Knie, du elende Kreatur!", fuhr er den Gefangenen an.
"Hauptmann!", entgegnete Avalia aufgebracht. Der Dunkelelf fiel sofort auf die Knie.
"Ich bitte um Verzeihung, hohe Herrin.", sprach er Demütig. Avalia schüttelte mit dem Kopf, sie hatte ein flaues Gefühl im Magen. Dolevin trat an die Stäbe, das Blut des Gefangenen rann seinen Nacken herunter auf den Boden.
"Wie ist dein Name, Mensch?", fragte Dolevin. Der Mensch schien der Sprache der Dunkelfen mächtig zu sein.
"Theodor.", entgegnete er mit starkem Dialekt. Dolevin nickte.
"Theodor, meine Männer nahmen dich bei dem letzten Gefecht in gewahrsam, du bist ein 'Scharfschütze', in eurer Sprache."
"Das ist richtig, Majestät.", Dolevin machte einen Schritt zur Seite.
"Bicke auf, erkennst du diese Tracht?", der in Lumpen gekleidete Mensch blickte auf sie und musterte das Gewand, ehe er wieder den Blick senkte.
"Ja, Majestät. Eure Schattenmatriarchen tragen diese Tracht.", Dolevin gab ein kurzes Prusten von sich.
"Nun, Theodor, woher weißt du das?", fragte er sarkastisch. Avalia bemerkte einen Kloß in ihrem Hals.
"Ich tötete sie auf dem Schlachtfeld, Majestät.", er sprach kaum zu Ende, schon schoss die Klinge aus der Scheide in Avalias Hand. Schwarze Wutadern bildeten sich um ihre Augen und sie schoss auf die Stäbe zu. Glandri hielt sie auf, legte seine Arme sachte um ihren Bauch. Avalia schrie vor lauter Zorn, sodass alle Wächter und auch der Hauptmann ehrfürchtig auf die Knie fielen. Nachdem sie sich etwas beruhig hatte, Glandri sie immer noch sanft umfasste und das Schwert zurück in die Scheide geschwebt war, wandte der Hirarch seine Aufmerksamkeit auf den Gefangen.
"Nun, Theodor, dies ist Schattenmatriarchin Avalia, sie war Junghexe, als du ihre Herrinen auf dem Schlachtfeld getötet hast. Wusstest du, dass die drei ihre einzige Familie waren?", der Gefangene schien betrübt.
"Nein, Majestät."
"Öffnet die Tür, Hauptmann.", Dolevin nickte auf die Zellentür. Der Hauptmann öffnete sie, Theodor lag noch immer auf den Knien. Dolevin nickte nun in seine Richtung, und bedeutete Avalia, dass der Gefangene ihr gehörte. Avalia wurde von Glandi losgelassen und schritt vor den Gefangenen. Unbändige Wut entbrannte in ihr, doch diese Wut wurde gelindert, je mehr sie den Mensch betrachtete.
"Wie waren sie, Scharfschütze Theodor, auf dem Schlachtfeld?", fragte sie gepresst.
"Ehrlich, hohe Herrin?"
"Ja, ehrlich!"
"Tödlich, ohne Angst vor dem Feind oder irgendetwas anderem. Majestätisch und bewundernswert.", hauchte er aus. Tänen liefen Avalia die Wangen herunter. Erneute Wut brannte in ihr, doch Avalia beherrschte sich.
"Ich werde dich nicht töten.", Avalia machte einige Schritte zurück. Verwundert zuckte der Mensch und wollte aufblicken.
"Wag es nicht, mich anzusehen.", fauchte sie den Mensch an, welcher sofort den Blick gen Boden heftete.
"Dann wäre ich nicht besser als du es bist.", Avalia schritt zurück zu Glandri, welcher sie nur aus bewundernden Augen ansah. Bei ihm angekommen wischte sie sich die Tränen von den Wangen.
"Ich will hier raus.", sprach sie knapp zu Dolevin welcher nur nickte. Avalia schritt aus dem Gefängnis heraus, dicht begleitet von Glandri. Auf der Straße angekommen rückten diee Drachenreiter dicht um sie. Avalia schloss die Augen und ignorierte die Geräusche und Gerüche. Glandri trat neben sie.
"Ihr seid beeindruckend, meine Herrin.", sprach er fassungslos.
"Jeder hätte ihn getötet, ich auch.", Avalia öffnete die Augen und blickte ihn an.
"Nimm deinen Helm ab, Reiter.", forderte sie ihn sachte auf. Der Reiter gehorchte und nahm seinen Plattenhelm ab. Er hatte attraktive, männliche Züge, kurze dunkle Haare.
Avalia blickte ihm direkt in die Augen.
"Dieser Mensch tötete meine Herrinnen aus einer uns unvorstellbaren Entfernung, mit einer Waffe ohne den Hauch von Ehre. Ich selbst wurde schon von einer solchen Verwundet, und hatte nicht den Hauch einer Chance dagegen.", Avalia machte eine Pause.
"Nun ist er unser Gefangener, er ist ganz unten angekommen. Würde ich ihn einfach hinrichten, dann wäre ich genau so ehrenlos und feige wie er, als dieser Mensch meine Herrinnen tötete.", Avalia wandte den Blick nach vorne.
"Nein, Drachenreiter Glandri. Wir sind ein strenges Volk, aber wir sind nicht grausam. Er wird seine Strafe erhalten, wenn nicht von uns, dann durch die Götter der Menschen, welche auch immer das sein mögen.", Glandri schaute sie mit offenem Mund an.
"Meine Herrin, ich...", nur gestotter kam aus dem Mund heraus. Avalia lächelte ihm zu.
"Rache bringt nur schlechtes mit sich. Ich wandle nicht auf diesem Pfad. Malessa ist mit mir, ich fühle sie an jedem Ort, in jeder Situation und zu jeder Zeit. Ich brauche keine Rache, um mich gut zu fühlen, nur ihre Liebe und ihre Hände über mir. Und sie sind über jedem einzelnen von uns, Reiter.", der Reiter kniete vor ihr nieder.
"Hohe Herrin, ihr seid eine Heldin. Noch nie vernahm ich solch weise und wundersame Worte. Alleine Eure Anwesenheit ehrt mich bis ins Herz.", Avalia packte ihn an den Schultenr und richtete Glandri auf, der mächte Zweihänder auf dem Rücken geschnallt.
"Reiter, wann immer Ihr Rat sucht, wann immer Ihr Hilfe, oder Fragen habt, besucht mich im Tempel, meine Tore sind für jeden offen.", sie stellte sich kurz auf die Zehenspitzen und küsste ihn auf die Wange.
"Malessa ist mit Euch, auf all Euren Wegen, Drachenreiter Glandri.", der Dunkelelf zitterte vor Ehrfurcht.
NAch einiger Zeit kam der Gefängsniswärter heraus und trug ihnen zu, Dolevin bräuchte noch etwas Zeit. Avalia verließ die Gruppe in Begleitung von fünf Drachenreitern, welche sie zum Tempel zurück brachten. Dort angekommen verließen sie Avalia, und sie wandte sich wieder den Studien zu, ihr Eifer wurde stets geweckt, neues über die Schattenmagie zu erlernen. Gegen Abend kehrte sie in die Gebetsräume des Tempels zurück, wo bereits einige Jungfern knieten und zu ihrer heiligen Göttin beteten. Avalia tat das selbe, und wartete auf Telen. Erst spät in der Nacht kam eine Jungfer herein.
"Hohe Herrin, ein Echsenreiter steht vor den Pforten.", Avalia sprang freudig auf und schritt hinaus und erstarrte, als sie Kommandant Archion erblickte, mit zerdellter, blutvershcmierter Rüstung. Der Kommandtand kniete vor ihr nieder.
"Meine geliebte Herrin, ich bringe schlechte Kundschaft.", sprach er finster. Avalia war den Tränen nah.
"Krieger Telen fiel heute, als die Kohorte von einer Gruppe Ork-Krieger angegriffen wurde.", Avalia schüttelte mit dem Kopf.
"Nein.", murmelte sie. Der Kommandant seufzte.
"Nein!", schrie sie, schwarze Blitze zuckten plötzlich aus der Höhe nach unten um sie herum, es donnerte wie bei einem schweren Unwetter.
Aus dem Nichts erschien Dolevin vor ihr und schaute sich zu Erst fragend um. Noch immer zuckten die Blitze um Avalia auf den Boden, sodass der Kommandant gefürchtet um sich blickte. Dolevin nahm sie in die Arme.
"Beruhigt Euch, Avalia.", sprach er gegen das Donnern an. Erst nach einigen Augenblicken verklang das Donnern und die Blitze erlischten. Der Wut folgte ein erneuter, tiefer Schmerz.
"Warum sterben alle um mich herum?", sprach sie verzweifelt.
"Ich...ich weiß es nicht.", sprach Dolevin nur mitfühlend. Dolevin blickte den Kommandanten an.
"Was ist passiert?", fragte er streng und wandte sich ihm zu.
"Majestät, wir waren auf dem normalen Weg unserer Patroullie, alles war still, als plötzlich auf Höhe des Dorva-Moores ein ganzes Battalion Orkkrieger angriff. Ich glaube sie waren vom Keshregg-Stamm, aber ich würde nicht mein Wort darauf geben.", Dolevin erwiderte nichts.
"Mit mir waren 150 Echsenreiter, darunter auch Krieger Telen.", Archion machte eine Pause.
"Gerade einmal 17 kehrten mit mir heim, Majestät.", kurzes Schweigen.
"Diese elenden Missgeburten.", fuhrt der Hirarch plötzlich aus seiner Haut.
"Wie können sie es wagen unser edles Blut zu vergießen.", zornig lief er auf und ab.
"Wenn sie schon beim Moor sind, dann ist der Feind keine zwei Tagesmärsche von der Pforte zur ersten Höhlenstadt entfernt.", sprach er mehr zu sich selbst, als zu Avalia und dem am boden knieenden Kommandanten.
"Wir müssen das schlimmste befürchten, Kommandant. Kehrt nun um und findet etwas Ruhe, vor uns liegt eine schwere Zeit.", Archion erhob sich, verbeugte sich tief und flitzte herunter zu seiner Echse. Dolevin warf ihr weiche Blicke zu.
"Ich vermag mir nicht vorzustellen, wie Ihr Euch fühlt, MAtriarchin.", dicht blieb er vor ihr stehen.
"Jeder wird mir genommen, MAjestät...jeder. Ich ziehe mich nun zurück, ich bitte um Verständnis.", sprach sie traurig.
"Selbstverständlich, Avalia. Solltet Ihr wen brauchen, so ruft mich. Ich stehe in dieser schrecklichen Zeit hinter Euch."
"Eure Worte ehren mich zutiefst, Dolevin. Ich werde zu Malessa für Euer Wohl beten.", sie verbeugte sich tief. Dolevin erwiderte dies und Avalia schritt hinein in den Tempel. Jede Jungfer verbeugte sich tief, als sie vorbeischritt, doch Avalia war so in Gedanken, sie bekam dies kaum mit. In ihren Gemächern angekommen zog sie sich bis auf den Lendenschutz komplett aus, kniete sich hin und betete. Plötzlich vernahm sie Kardashias ruhige Stimme in ihrem Kopf.
"Avalia, mein Schatz. Mein tiefstes Mitgefühl zu deinem Verlust."
"Meine Herrin." flüsterte sie und Tränen liefen ihr die Wange herunter.
"Du machst eine schwere Zeit durch, ich weiß das, doch verliere nicht den Mut."
"Ihr sagt das gerade so leicht, hohe Herrin. Alle, welche mir wichtig waren, wurdne mir nun genommen."
"Und neue warten nur darauf, von dir gefunden zu werden, meine geliebtes Kind.", Avalia schwieg kurz.
"Ihr fehlt mir so, Herrin.", flüsterte sie verbittert.
"Du fehlst mir auch, Avalia. Du warst wie eine Tochter für mich, für uns alle. Wir haben dich mehr geliebt, als alles andere.", Avalia lächelte weinend.
"Ich Euch auch!", sprach sie mit zusammengebissenen Zähnen.
"Doch ich weiß, du wirst deine Aufgabe schaffen. Du wirst den Tempel mit neuer Ehre und einem neuen erstrahlen lassen, wie zuletzt in der Zeit unserer Ahnen. Malessa hat ein Auge auf dich, Avalia, sie beschützt dich. Du findest sie in deinen Träumen...", Avalia beendete ihren Satz.
"...und meinem Herzen.", ein gefühl der Ruhe strömte plötzlich durch ihren Körper. Eine Jungfer trat ein, und Avalia erhob sich.
"Gebieterin?"
"Ja?", antwortete sie sanft.
"Besuch für Euch."
"Ich komme sofort, einen kleinen Augenblick.", die Jungfer verließ Rückwärts den Raum. Avalia zog die Trach von vorhin an und verließ die Gemächer. Glandri stand vor der Statue und betete. Als Avalia näher kam erhob er sich und verbeugte sich tief.
"Hohe Herrin, verzeiht mein spätes Erscheinen. Störe ich?", fragte er höflich. Avalia schüttelte sacht mit dem Kopf.
"Nein, Reiter. Was ist Euer Anliegen?"
"Ich hörte von Eurem Verlust und wollte fragen, ob Ihr etwas gesellschaft haben wollt.", Avalia lächelte gerührt.
"Sehr gern, ich danke Euch für die Fürsorge.", sie neigte das Haupt. Avalia schritt ein wenig zur Seite und machte eine einladende Geste.
"Kommt, Reiter, folgt mir in meine Gemächer.", der Reiter verbeugte sich und ging los.
"Jungfer, bitte entzünde das Feuer im Kamin und bringe uns Speis und Trank.", befahl sie freundlich. Die Jungfer verneigte sich und verließ den gewaltigen Saal. Glandri hatte gewartet und als Avalia losging, schritt er weiter. In den Gemächern angekommen entzündete eine Blutjungfer gerade das Feuer. Ein Tisch stand an der rechten Wand neben den Scheiben, welche hinaus zur linken Seite des gewaltigen Vorhofs des Tempels lagen.
"Bitte, zieht Eure Rüstung aus. Ihr müsst nicht so förmlich sein, schließlich seid Ihr nicht im Dienst.", Glandri nickte und zog seine Plattenrüstung aus. Avalia entledigte sich ebenfalls ihrer Tracht und trug lediglich den Lendenschutz. Ihr Oberkörper war nackt, ihre Brüste entblößt, doch das störte sie nicht. Grazil setzte sie sich an den Tisch, die Jungfer war verschwunden und das Feuer prasselte wohlig im Kamin. Glandri setzte sich und blickte ihr in die Augen.
"Das müssen schwere Stunden für Euch sein, hohe Herrin.", sprach er ernst. Avalia überkreuzte die Beine.
"Da habt Ihr recht. Es sind wahrlich finstere Stunden, und keine wundervolle Finsternis, wie Malessa sie teilt, sondern eine alles verschlingende, umgreifende, kalte Finsternis.", Glandri nickte langsam.
"Darf ich nach der Todesursache Eures Freundes fragen?", Avalia seufzte.
"Selbstverständlich. Ein Battalion Ork-Krieger griff die Patroullie nahe des Moores an. Nahezu alle Echsenreiter starben.", sie senkte betrübt den Blick.
"Orks?", fragte Glandri ungläubig. Avalia nickte.
"So wurde es mir berichtet. Wieso, warum reagiert Ihr so, Reiter?", skeptisch hob Avalia wieder den Blick.
"Nun ja, ich dachte wir befänden uns im Krieg mit dem Volke der Menschen."
"Orks machen doch schon seit je her Probleme.", Glandri lehnte sich mit dem Rücken gegen die Lehne des Stuhls.
"Das schon, aber ein ganzes Batallion? So fern der Heimat? Ein wenig seltsam, findet Ihr nicht?", je mehr Avalia über Glandris Worte nachdachte, umso komischer fand sie dies, in der Tat.
"Glaubt Ihr nicht der Aussage des Kommandanten?", fragte sie gezielt nach. Glandri machte eine abwehrende Geste mit den Armen.
"Doch, doch, ich glaube der Aussage des Kommandanten, mir macht nur Umstand Sorge. Wenn solch eine große Gruppe Orks einfällt, dann steckt da mehr dahinter, Herrin.", Avalia konnte dazu nichts sagen, ihr fehlte es an Erfahrung im Kampf und im Krieg.
"Reiter, haben wir eigentlich Verbündete? Völker, welche uns im Falle des Krieges beistehen?", Glandri überlegte.
"Hmm, meines Wissens nach stehen wir in einer Art Pakt mit einigen Nekromanten. Wir haben einen Nicht-Angriffs-Pakt mit den Lichtelfen, aber Bündnis kann man das nicht nennen."
"Nekromanten?", fragte Avalia interessiert. Glandri nickte.
"Ja, Herrin. Die Nekromantenfestung Udun-Sane'eb ist uns freundlich gesinnt, und einige kleinere Festungne im Hochland des Nachttals, östlich von unseren Grenzen.", Avalia hatte noch nie einen Nekromanten gesehen.
"Aber waren die Nekromantne und Dunkelelfen im Großen Krieg nicht Blutfeinde?", fragte sie. Glandri prustete und winkte mit der Hand.
"Das ist ewig her. Danach waren die Nekromanten ja beinahe Ausgestorben. Ihr Volk war zerteilt, nachdem Erzlich Zagul von Eurer Vorfahrin Trichitin getötet wurde. Die Nekromanten waren zersplittert, und worden von nahezu jedem Volk gejagt. Doch während der zeit des langen Friedens haben sie ihren Ruf erneuert und zeichnen sich nun durch Zurückhaltung und Neutralität aus."
"Wie kommt es dann, dass wir ein Bündnis mit der Festung haben?", fragte Avalia überlegt.
"Ihr seid äußerst wach, Herrin.", grinste Glandri.
"Die Nekromantin Ashaia ist eine gefallene Dunkelelfin. Ihr Geist wurde von einem mächtigen Nekromantne aufgefangen und beschworen. Unwissend über ihre Macht tötete sie ihren Beschwörer und erlangte die Macht über seine Untotenarmee. Noch immer ihrem alten Volke treu ergeben schwor sie den Hirarchen Treue.", Avalia staunte nicht schlecht über diese Geschichte.
"Aber genug von mir. Erzählt mir von Euch, hohe Herrin.", Avalia lehnte sich ebenfalls zurück.
"Von mir gibt es nicht viel zu berichten, Reiter. Ich bin in diesem Tempel aufgewachsen und wurde schon in sehr jungen Jahren von Herrinnen unterrichtet. Ich habe die Worte unserer geliebten Göttin, Magie und Medizin studiert. Mein einziger Außenbesuch war eine völlige Katastrophe.", Glandri nickte ernst.
"Ich hörte davon. Ihr wart dem Tode nahe, richtig?"
"Das stimmt. Ich wurde von einer Waffe der Menschen schwer verwundet.", sie fasste sich an die Stelle, wo die Kugel ihre Schulter durchbohrt hatte.
"Danach kehrte ich zum Tempel zurück und alle meine Geliebten um mich herum starben.", traurig blickte sie Glandri an.
"Das tut mir so unfassbar leid zu hören, Herrin.", zwei Jungfern traten ein und stellten einige Speisen wie Brot, Trauben und etwas Fleisch auf den Tisch, dazu klares Quellwasser und eine Karaffe Wein. Sie verbeugten sich und verließen den Raum wieder. Avalia griff sich eine Traube und aß sie. Der leckere Geschmack breitete sich in ihrem Gaumen aus.
"Jetzt mache ich einfach dort weiter, wo ich aufhörte. Ich studiere weiter die Mysterien der Magie und verbreite die Kunde unserer wundervollen Göttin.", Glandri aß ein Stück Brot.
"Ihr fasziniert mich sehr, Herrin.", sprach er leicht verlegen.
"Wieso das?"
"Nun, Ihr seid so jung, und doch weiser als alle anderne Dunkelelfen, welche ich bisher kennengelernt habe. Trotz aller Umstände blickt Ihr stets nach vorne. Ihr verkörpert Malessas Glaube und tragt ihn auf solch wundervolle Weise nach außen, dass man das Gefühl hat, sie sei mit uns im Raum.", Avalia beugte sich nach vorne.
"Sie ist mit uns im Raum, Drachenreiter Glandri. Jetzt, und zu jeder anderen Zeit auch. Sie ist überall dort, wohin wir gehen, mit jedem von uns. Ich weiß das, ich fühle ihre Anwesenheit zu jedem Zeitpunkt."
"Das meine ich, Herrin. Ihr seid eine so unglaublich liebevolle Person, ich würde am liebsten jede Sekunde in Eurer Nähe bleiben, Euren Worten lauschen und Euch beschützen.", sprach er mit leicht bebender Stimme.
"Eure Worte rühren mich zutiefst, Reiter.", verlegen blickte Avalia zu Boden. Es klopfte an der Tür, nach einem kurzen AUgenblick trat ein weiterer Draachenreiter ein. Als er Avalia sah fiel er sofort auf die Knie.
"Verzeihung, ich wollte nicht unhöflich sein.", Avalia stand auf und zog sich die Robe an.
"Schon in Ordnung. Erhebt Euch.", sprach sie höflich, und setzte sich wieder. Der Reiter ehob sich und wandte seine Aufmerksamkeit auf Glandri.
"Es gab Eindringliche ungeklärter Herkunft. Eine getötete Patroullie der Stadtwache deutet auf Menschen hin. Wir sollen uns umgehend zu der Stelle begeben, wo die Toten sind.", sprach er ernst. Glandri seufzte.
"Ich komme sofort.", der Drachenreiter nickte und trat aus der Tür.
"Ich bitte um Verzeihung, Herrin....", weiter kam er nicht.
"Ich komme mit.", sprach sie sicher. Glandri runzelte die Stirn.
"Herrin..."
"Keine Widerrede. Ich werde Euch begleiten.", Avalia stand auf und streckte den Arm aus. Das Schwert schoss in ihre Hand und sie steckte es in die Scheide, warf die Kapuze über und schaute den Reiter an, welcher nur grinsend den Kopf schüttelte. Glandri erhob sich und zog seine Rüstung an. Zusammen verließen sie ihr Gemach.
"Kommt mit mir, ich möchte das mich Zehn Blutjungfern begleiten.", befahl sie streng zu der ersten Kriegerin. Diese verbeugte sich und schnipste einmal. Sofort traten Neun weitere heran und umschlossen Glandri und sie in der Mitte. Als die Truppe heraustrat zuckte der Drachenreiter beinahe zusammen.
"Hohe Herrin, was macht Ihr denn hier?"
"Ich begleite Euch.", sprach Avalia schlicht. Der Drachenreiter warf den Blick kurz zu Glandri, welche rnur mit den Schultern zuckte. Der Drachenreiter trat zu ihnen und die Gruppe ging los.
Nach etwa 15 Minuten kamen sie im zweiten Ring an, die Stadtwache hatte den Ort des geschehens weiträumig abgesperrt, doch ließ sie selbstverständlich durch. Vor einer Taverne lagen die sieben toten Wachen. Avalia beugte sich über sie und erkannte mehrere, etwa fingerbreite Löcher überall auf den Körpern der Toten.
"Das waren defintiv Menschen.", sprach sie und schritt zurück zu Glandri und em Reiter. Die Jungfern standen nahe bei ihnen und behielten alles im Auge.
Als Avalia noch zurück zu den Reitern ging verlangsamte sich die Zeit, und ihr war sofort bewusst was passierte. Sie wirbelte herum und streckte den Arme aus. Eine kinetische Welle fetzte vor ihr her. Alles, was die Welle berührte blieb in der Luft oder stock und steif auf dem Boden stehen. Die Patronenkugeln waren wie in der Luft festgefroren und die Angreifer, bestimmt ein dutzend in seltsame Rüstungen gekleidete Personen standen regungslos herum. Avalias Schwert schoss aus der Scheide, sie verschwand und tauchte ziemlich mittig zwischen ihnen wieder auf. Avalia streckte den Arme aus und das Schwert schoss dem ersten Angreifer genau durch das Herz, dann zog sie ihren Arm nach links, und wie mit einem verlängerten Arm vollführte das Schwert ihre Armbewegungen udn schlitzte präzise die Angreifer auf, welche regungslos auf ihren Tod zu warten schienen. Avalia tötete sieben von ihnen sehr schnell, als der zauber abflaute. Die übrigen konnten sich wieder bewegen und begannen auf sie zu feuern. Das Schwert schoss zurück in ihre Hand, sie verschwand und tauchte direkt hinter dem nächsten Feind wieder auf. Die Blutvershcmierte Klinge ragte nahzu bis zur Hälfte aus dem Körper raus, als Avalia ihm das Schwert durhc die Rippen rammte. Dann sprang sie in die Höhe und war gut Zehn Meter über dem Boden. Sie schleuderte das Schwert genau zwischen die Fünf angreifer, welche sie gar nicht richtig anwiesieren konnten. Als Avalia die Hand zu einer Faust ballte gab es eine Schattenexplosion vom Schwert, welche die Angreifer wegfetzte und eine Druckwelle über die Stadtwache und die Drachenreiter hingwegfegte, sodass diese umfielen. Avalia teleportierte sich zu dem Schwert, der letzte Angreifer schoss auf sie, doch für Avalia war die Zeit so verlangsamt, dass sie alle Patronen sehen konnte und wehrte sie mit dem Schwert ab. Ihre Bewegungen waren so schnell, dass die Außenstehenden diese kaum sehen konnten. Als das Gewehr leer geschossen war und der Mensch es panisch nachladen wollte streckte Avalia den Arm erneut aus und das Schwert schoss ihm durch die Schulter. Schmerzerfüllt schrie der Angreifer auf. Avalia vollführte elegante Armbewegungen und das Schwert schwebte rasant hinter den Mann, schnitt ihm durch die Kniekehlen und schoss dann in ihre Hand zurück. Nun reckte Avalia den anderen Arm und Schatten schossen wie lange Ketten aus dem Boden, umschlangen seine Schultern und rissen ihn nach hinten auf den Boden. Auf dem Rücken liegend konnte der Angreifer sich nicht ansatzweise bewegen. Avalia steckte senkte den Arm und atmete aus. Das Adrenalin fegte noch immer durch ihren Körper, sie konnte einige der Attacken, welche sie studiert hatte nun anwenden und war sehr zufrieden, dass diese einwandfrei funktioniert hatten. Von ihrer Klinge tropfte das Blut, ihr ganzes Gewand war mit Blut uberströmt, ihre Hände, sogar in ihrem Gesicht klebte Blut. Schwarze Wutadern waren um ihre Augen. Alles geschah in wenigen Sekunden, und die völlig perpelxe Stadtwache und auch die Drachenreiter kamen herbeigerannt. Die Stadtwache sicherte den Gefangenen, die Drachenreiter rannten zu ihr.
"Hohe Herrin, seid Ihr verletzt?", fragte Glandri erschrocken.
"Nein, Reiter, mir geht es gut.", antwortete sie so ruhig es ging.
"Herrin, Ihr seid...unglaublich.", hechelte der andere Reiter überwältigt.
"Gebt de Hirarchen bescheid, der Gefangene braucht schnell Arznei, danach sollte er befragt werden.", sprach sie ruhig wischte sich etwas Blut aus dem Gesicht. Glandri und der Reiter standen zuerst nur mit offenem Mund vor ihr, bis sich der Reiter verbeugte und verschwand. Die Jungfern unterstützten die Stadtwache, einige Bürger kamen an und wurden von der Wache auf Distanz gehalten.
"Herrin, wie habt ihr das gemacht? Ich konnte mich nicht bewegen?", fragte Glandri überwältigt.
"Es ist ein Zauber. Er lässt die Zeit in einem bestimmten Radius stehen, jedes Objekt und jedes Lebewesen ist also wie festgefroren, damit habe ich den Angriff abgewehrt.", blickte sie ihn kühl lächelnd an.
"Ihr seid eine wahrlich mächtige Matriarchin, Herrin.", Avalia winkte sanft ab.
"Nicht dch Reiter, dass volle Potential meiner Macht ist mir noch nicht bekannt. Außerdem bin ich nur stark, wie mein Studium. Je fleißiger ich bin, desto stärker werde ich.", Langsam schritten sie vom Ort des Geschehens weg, die Jungfern waren sofort um sie herum.
Vor den steilen Treppen hinauf zum Tempel angekommen stand Dolevin. Als er die beiden erblickte atmete er erleichtert aus.
"Avalia, ich bin glücklich Euch wohlauf zu sehen.", er eilte auf sie zu. Sie neigte das HAupt.
"Mir geht es gut.", sprach sie gerührt.
"Glandri, wie konnte das passieren?", fragte Dolevin durchaus nicht amüsiert.
"Mein Hoher Herr, ich war bei Matriarchin Avalia zu Besuch, als wir von Reiter Pertova gestört wurden. Herrin Avalia bestand darauf mich zu begleiten, und ich sehe mich nicht in der Position dies abzulehnen. Wir erreichten den Ort und wurden angegriffen. Matriarchin Avalia erschlug jedoch die Widersacher, und nahm einen Gefangenen, welcher sich nun in der Obhut der Stadtwache befindet.", Dolevin nickte daraufhin.
"Das war gefährlich von Euch, Matriarchin. Ihr seid momentan wahrscheinlich die wichtigste Ikone für das Reich.", besorgt blickte Dolevin sie an.
"Herr, ich werde nicht im Tempel verstauben, wenn hier draußen jede Hilfe gebraucht wird. Außerdem werde ich mich nicht verstecken, ganz egal wie sehr man es auf mich abgesehen hat.", sie machte eine Pause, ergriff die Hand des Hirarchen und blickte ihn mitfühlend an.
"Ich werde der Welt zeigen, dass es noch eine Schattenmatriarchin gibt, die von der Kraft der drei wundervollsten Herrinnen erfüllt ist.", Dolevin seufzte.
"Eure Worte sind einfach wundervoll, Avalia, einfach nur wundervoll.", Dolevin neigte das Haupt.
"Das du mir gut auf sie aufpasst, Reiter.", ein letzter strenger Blick zu Glandri, welcher sich tief verneigte.
"Ich würde mein Leben, für das der Herrin geben, mein Gebieter.", Dolevin nickte und verschwand einfach im nichts. Avalia atmete tief ein und aus.
"Also los, Reiter, gehen wir in den Tempel. Wie es aussieht, dürft ihr wohl bei mir bleiben.", lächelte sie verspielt und warf Glandri einen amüsierten Blick zu. Der Reiter eilte neben sie und beide betraten den Tempel. Sie betraten ihr Gemach, wo Avalia sich der Robe entledigte. Eine Jungfer nahm diese entgegen, da sie voller Blut war. Dann schritt sie hinaus und bedeutete Glandri per Fingerzeigen ihr zu folgen. Sie betrat den Waschraum. Eine Höhle, an dessen hinterer Front Wasser aus dem Gestein schoss. Es wurde durch die Hitze im Berg erhitzt und floss irgendwo im Boden weiter, Avalia wusste nicht wohin. Sie zog ihren Lendenschutz aus und stieg grazil und elegant ins Wasser. Das warme Wasser umschloss ihren Körper und wusch allen Kummer und allen Schmutz erst einmal weg.
"Ihr seid wunderschön, Herrin.", sprach der Krieger in ihrem Bann. Avalia blickte verlegten ins Wasser.
"Sagt sowas nicht, Reiter, ihr bringt mich in Verlegenheit.", ihre Brüste ragten aus dem Wasser, während sie sich über die Arme und Schulter streifte.
"Ich spreche lediglich die Wahrheit, Herrin, an diesem heiligen Ort.", er blickte sich in der Höhle um, welche von einem kleinen, in weinrot leuchtenden Fluxwirbel aus MAgie in ein wohliges Licht getaucht wurde. Eine Jungfer trat ein und fiel auf die Knie. In den Händen hielt sie eine frische, schlichte Tempeltracht, lediglich den Brust und dLendenschutz. Avalia kleidete sich ein und als sie an Glandri vorbeischritt, blieb sie kurz stehen.
"Dieser Ort ist viel mehr als nur heilig, Drachenreiter.", sie blickte ihn verspielt an und strich ihm mit dem Zeigefinger einmal kurz über den Brustpanzer. Glandri zog die Luft ein und Avalia ging weiter. Glandri wurde ein Gemach gezeigt und auch Avalia legte sich rasch zur Ruhe.

Der nächste Morgen verlief routinemäßig. Avalia hielt die traditionelle Opferungszeremonie ab, danach widmete sie sich einigen Studien. Gegen Vormittag kam die Anführerin der Blutjungfern.
"Gebieterin, die neuen Blutjungfern stehen zur Auswahl bereit, es sind 36 junge Dunkelelfinnen.", Avalia blickte auf.
"36?", fragte sie fragwürdig und wandte den Blick zu der Annführerin.
"Ja, Herrin, durch die vielen Komplikationen hatte sich das Auswahlverfahren immer weiter nach hinten verschoben und die Anwärterinnen vermehrten sich deutlich, seid Ihr unsere neue matriarchin seid.", erklärte die Anführerin. Avalia seufzte innerlich, dass würde den ganzen Tag in Anspruch nehmen.
Sie klappte das Buch zu und trat zu der Dunkelelfe.
"Also gut, schreiten wir zur Tat.", die Jungfer verneigte sich tief und folgte ihr in den großen Saal. Dieser war nun noch strenger bewacht als sonst, etliche Blutjungfern standen verteilt im Raum und ließen nur eine schmale Schneise frei. Die Stadtwache hatte sich zu dutzenden vor den Toren des Tempels stationiert, und Glandri stand in voller Montur hinter ihrem Thron. Die erste Anwärterin kam rein, eine hübsche junge Dunkelelfe und fiel tief auf die Knie.
"Wie ist dein Name?", fragte die Anführerin scharf.
"Sasha.", antwortete die am Boden knieende.
"Erzähle uns von dir, Sasha.", forderte Avalia sie freundlich auf, ihre Anführerin der Blutjungfern etwas sagen konnte.
Die junge Dunkelelfe begann ein wenig von sich zu berichten.
So ging es nahezu den ganzen Tag. Avalia und ihre Anführerin der Jungfern hörten sich die Dunkelelfinnen an. Am Ende wurden 27 der 36 Anwärterinnen zur Ausbildung gewählt und Avalia stand auf und streckte sich ausgiebig, als alle weg waren.
"Gute Göttin, dass waren aber viele.", sprach Glandri nur erstaunt.
"Ja, eigentlich sind es immer nur so um die sechs oder sieben, aber durch alle geschehnisse gab es keine Zeit sie einzustellen.", erklärte Avalia und wandte ihm den Blick zu.
"Aber doch sehr interessant. Beim Militär wird auf körperliche Leistung und Gehorsam geachtet, hier viel mehr auf Glaube und Verbundenheit zu diesem Tempel.", Avalia musste lächeln.
"Natürlich. Die Blutjungfern sind keine Soldaten, es sind Wachen und Dienerinnen. Sie sind Gläubige und Hausmädchen. Sie sind meisterlich im Umgang mit den Dolchen und müssen genau so gut kochen und waschen können.", Avalia empfand immer noch tiefe Bewunderung für diese Dunkelelfinnen.
"Sie dienen diesem Tempel mit allem, was sie zu bieten haben, bis in die Unendlichkeit, oder den Tod.", Glandri nickte nur und lauschte ihren Worten. Avalia ging in Richtung ihres Gemachs und Glandri folgte.
"Die Jungfern müssen nie in den Krieg ziehen, nie zur ersten Verteidigung eilen. Und wenn die Gegner unten an den Treppen stehen, so dürfen sie nicht herunter in den Kampf eilen. Sobald Eindringlinge diesen heiligen Boden betreten, dann greifen sie an.", sprach Avalia mit ruhiger Stimme.
"Ich glaube dazu ist viel Selbsbeherrschung notwendig.", sprach Glandri von hinten in Gedanken. Sie kamen in ihrem Gemach an und Avalia setzte sich an den Tisch. Zwei Jungfern kamen herein und brachten etwas zu Essen und zu Trinken.
"Wie wurdet Ihr Drachenreiter? Erzählt mir Eure Geschichte.", freundlich blickte sie Glandri an, überschlug die Beine und griff zu den Trauben. Glandri war noch dabei, sich seiner Rüstung zu entledigen.
"Ich bin als erster Sohn einer reichen Familie mit viel politischem Einfluss geboren worden, vor etwa 60 Jahren. Mein Vater hat mich damals versucht ebenfalls in die Politik zu drängen, doch immer ohne Erfolg.", er schnallte seinen Zweihänder ab, dann setzte er sich ihr gegenüber.
"Mir war das zu trocken, außerdem war ich jung und mich dürstete es nach Abenteuern.", Avalia lächelte.
"Durch einen Zufall kam ich zu den Reitern.", er griff zu dem Wein und schenkte sich etwas in das Glas ein. Dann nickte er sanft zu ihr, als Geste, ob sie auch was haben möchte, doch Avalia schüttelte vorerst mit dem Kopf.
"Wie dem auch sein, mein Treffen mit den Reitern war ein Zufall.", er trank einen kleinen Schluck und lehnte sich zurück.
"Um zu den Schattendrachen zu kommen, Herrin, muss man tief in die Abgründe der Höhlen steigen, so tief, bis man zu den Feuern der Berge kommt.", Avalia hatte davon gehört, heißes, flüssiges Gestein im Berginnern. So heiß, dass es Metall, Edelsteine und nahezu alles andere einfach verschlingt. Die größten Schmiedemeister ihres Volkes können daraus unglaublich mächtige Waffen machen, heißt es.
"Dort leben die Drachen und eigentlich halten sie sich äußerst bedeckt, suchen keinen Kontakt zu uns oder anderen Wesen und Völkern. Doch ein Jungdrache flog all den Weg nach oben und erschien bei unserem Anwesen. Alle flohen in Panik, doch mich zog es zu diesem Wesen hin, ich musste zu ihm, ich weiß nicht wieso.", Glandri lehnte sich nach vorne.
"Das Band zwischen dem Drachen und seinem Reiter ist dicker als alles andere. Wir hatten uns erwählt, obwohl wir uns nur einige Augenblicke angeschaut haben.", er lehnte sich wieder zurück.
"Das Regiment der Reiter kam und sah meine Bindung zu dem Tier, damit war es beschlossene Sache. Ich wurde zum Reiter ausgebildet.", er beendete seine Geschichte und trank einen Schluck Wein.
"Dies ist eine wirklich schöne Geschichte, Reiter.", sie nickte ihm sanft zu.
"Was ist mit Euch, Herrin? Wie habt ihr zu diesem Tempel gefunden?", Avalia nickte sanft.
"Die Hohen Herrinnen fanden mich eines Tages einfach auf der Pforte vor den Toren. Ohne Nachricht meiner Herkunft oder meiner Eltern naahmen sie mich auf, zogen mich groß und bildeten mich aus. Ich liebe sie wie meine Eltern, weil sie meine Eltern sind.", Glandri schien mit einem Mal überrumpelt.
"Ihr seid also eine Waise?"
"In gewisser Weise schon, ja.", antwortete sie mit ruhiger Stimme.
"Doch dieses Wort hat so einen faden Beigeschmack in meinem Fall, denn ich bin keine Waise. ICh habe diesen Tempel, ich habe die Hohen Herrinnen und ich habe Malessa. Nichts anderes gibt mir mehr Kraft, als diese drei Faktoren."
"Ihr seid die faszienierendste Dunkelelfe, welche mir jemals begegnet ist, Matriarchin, manchmal....", weiter kam er nicht, die Tür wurde aufgedonnert. In sekunden schnelle war Avalia am stehen, streckte den Arm aus, und das Schwert schoss in ihre Hand. Glandri war sofort zu seinem Zweihänder gehechtet.
In der Tür stand der Drachenreiter von vorhin.
"Eine Offensive der Menschen prallt gegen unsere Verteidigung am Gorgavia-Pass. Der Hirarch hat alle Drachenreiter an die Front beordert.", sprach er hektisch. Glandri nickte und zog sofort seine Rüstung an.
"Warte draußen, ich komme sofort.", der Reiter verneigte sich und verschwand aus der Tür. Avalia ließ den Kopf hängen, das Schwert schwebte zurück in die Scheide.
"Ihr wirkt betrübt, Matriarchin.", sie nickte und blickte ihn an.
"Meine Herrinnen waren an der Front und starben. Telen war an der Front und fiel. Nun geht Ihr hin, Drachenreiter.", Glandri sagte nichts darauf, als er fertig war schritt er dicht vor sie.
"Ich werde zurückkehren, darauf gebe ich mein Wort.", ernst und entschlossen blickte er sie an. Avalia ging zurück zum Tisch, nahm eines der Messer und schnitt sich eine lange Strähne ihrer Haare ab. Dann kehrte sie zurück zu ihm und hielt ihm die Strähne hin.
"Nehmt sie, Glandri. Auf das sie Euch stets an mich erinnert, und Euch Kraft schenkt, im Kampf.", mit bebendem Körper nahm er sie entgegen.
"ICh bete um Euer Wohl, Reiter.", sie küsste ihn auf die Wange und der Reiter verneigte sich tief.
"Eure Worte und der Gedanke an Euch, MAtriarchin Avalia, wird mir die Kraft schenken, alles zu bestehen.", Avalia lächelte ihm sanft zu, dann verschwand er. Den ganzen Abend konnte Avalia keine Ruhe finden, weder für Studien, noch für Gebete. Sie kniete sich in ihrem Gemach nieder.
"Hohe Herrinnen, könnt ihr mich hören?", fragte sie leise.
"Immer, Avalia, Kind. Was bedrückt dein reines Herz?", erklang Alovias Stimme.
"Ich muss etwas tun. Ich kann nicht tatenlos hier herumsitzen, während unser Volk mich an der Oberfläche braucht. Doch braucht mich auch dieser Tempel, die Bürger und der Hirarch, und zwar hier in der Stadt, ich bin hin und hergerissen."
"Das sind auch Pflichten einer Matriarchin, Avalia. Das abwägen zwischen den Aufgaben. Welche Aufgabe wählst du als wichtiger an? Das Predigen? Das Kämpfen? Warum verbindest du nicht beides?", erklang Segshas Stimme.
"Ich verstehe nicht ganz, Herrin?", verzog sie fragend das GEsicht.
"Du musst nicht predigen, ohne zu kämpfen, und nicht kämpfen, ohne zu predigen, Kind. Du kannst beides tun, sowohl in der Stadt, als auch auf dem Felde.", erklang KArdashias weise Stimme. Ein Geistesblitz durchschoss ihren Körper.
"Natürlich, ich kann auf dem Schlachtfeld predigen und die Kunde der Göttin verbreiten."
"Du hast es erfasst, Avalia. Gehe in den Ritualraum. Vor der verschlossenen Tür sprichst du folgende Worte: 'Lasset die macht der Schattenmatriarchen ein weiteres Mal frei'. Dort findest du eine Überraschung.", kicherte Alovia fast und Avalia erhob sich auf diese Worte hin. Rasch ging sie in die Ritualkammer und blieb vor der verzierten Tür stehen. Nie hatte sie sich gefragt was dahinter liegt.
"Lasset die Macht der Schattenmatriarchen ein weiteres Mal frei.", wiederholte sie mit neinahe zitterndem Körper die Worte. Es klackte einige MAle, als die Tür beiseite schwang und Avalia den kleinen Raum betrat. Am Ende des Raumes hing eine Rüstung, welche Avalia mit keiner Schönheit vergleichen konnte. Pechschwarz, mit zwahllosen Verzierungen und vielen Stellen für nackte Haut. Ein prachtvoller umhang hing hinten herunter. Als Avalia eintrat schloss sich die Tür und ein Abbild einer Dunkelelfe flimmerte auf, es war Trichitin, die legendäre Schattenmatriarchin. Avalia fiel auf die Knie.
"Nicht doch, nicht doch, Avalia, wir sprechen von Matriarchin zu MAtriarchin.", antwortete sie sanft und Avalia erhob sich.
"Ihr kennt meinen Namen, Herrin?", fragte sie und blickte den Geist an.
"Genauso, wie du meinen kennst.", kicherte Trichitin.
"Was ist das für ein Raum?", fragte Avalia.
"Der Raum ist irrelevant, mein Kind. Es ist die Rüstung.", die Dunkelelfe zeigte auf das wudnerschöne Stück.
"Sie wurde beim großen rieg der Völker für mich geschmiedet, sie ist aus Obsidian, also abgekühltem Feuer der Berge. Die Rüstung ist federleicht, aber so wiederstandsfähig wie eine Drachenschuppe.", Avalia riss die Augen auf.
"Diese Rüstung tragen nur Schattenmatriachinnen und nur zu Zeiten der größten Not. Nach mir trug sie niemand mehr, bis zu diesem Zeitpunkt.", Trichitin blickte sie nun direkt an.
"Trage sie Avalia, und zeig der Welt, dass wir Matriarchinnen nicht nur verstaubte Relike vergangener Zeiten sind.", mit diesen Worten verschwand Trichitin und sofort verschwand die Rüstung und bildete sich langsam um ihren Körper herum. Die Plattenrüctung war absolut leicht und passte sich ihrem Körper perfekt an. Ihr Oberkörper war frontal komplett bedeckt, an der Taille war die Rüstung offen, den Rücken bedeckte der lange, schwarze Umhang. Die Seiten ihrer Oberschenkel waren Ebenfalls bedeckt, bis zu den Knien, die innenseite zeigte ebenfalls Haut. Es war eine grazile, furchteinflößende Rüstung und ohne das Avalia etwas tun musste, bildeten sich die Schwarzen Wutadern um ihre Augen herum. Mit Kraft und Zuversicht erfüllt verließ Avalia die Ritualkammer. Als sie aus dieser hinausschritt und die Blutjungfern sie sahen fielen sie tief auf die Knie. Das Schwert erschien an der linken Seite ihrer Oberschenkel. Sie nickte drei Blutjungfern zu.
"Kommt zu mir.", sprach sie streng. Die Kriegerinnen eilten zu ihr.
"Ihr werdet mich begleiten.", Avalia reckte die Arme über den Kopf und sprach einen stummen teleportationszauber. Mit einem Mal standen sie an der Oberfläche, es regnete in Strömen, der Boden war sandig, matschig. Vor ihr standen zahllose Zelte der Dunkelelfen, Tod lag in der Luft. Avalia schritt los, die Blutjungfern nahmen sie in ihre Mitte und zückten ihre Dolche. Als sie näher kam wurde sie bemerkt.
"Die Schattenmatriarchin ist da!", schrie der Wachmann.
"Seht, die Schattenmatriarchin kommt zu uns!", ein anderer. Mit einem MAl ging großer Trubel durch die Truppen und alle rannten ihr entgegen. Mit tosende gejubel wurde Avalia empfangen, sodass sie Gänsehaut bekam. Die Krieger der Dunkelelfen hatten plötzlich Hoffnung im Gesicht. Avalia hob die Hand und alle schwiegen auf der Stelle.
"Bejubelt nicht mich, tapfere Krieger. Bejubelt euch selber und bejubelt unsere Göttin, denn in ihrem Namen bin ich hier. Malessa ist mit uns, Dunkelelfen, und sie wird uns nicht scheitern lassen.", rief sie, sodass möglichst jeder ihre Stimme hören konnte.
"Unser Volk wird nicht untergehen, nicht solange ich es verhindern kann. Manche Völker halten uns für alte, längst vergessene Kreaturen, wessen Zeit schon längst abgelaufen sein müsste.", sie machte eine Pause.
"Wir werden ihnen zeigen, dass wir nicht in der Zeit stehen geblieben sind, dass wir nicht alt und verkommen sind, sondern das wir stark sind, in Momenten wie diesen. Dass wir zusammenhalten, als ein Volk, für einander da sind und füreinander unsere Unsterblichkeit geben. Denn ich würde meine für jeden von Euch geben, ganz egal welche Kaste ihr oder ich bin. Ihr seid tapfere, aufrichtige Krieger des Volkes der Dunkelelfen, jeder von Euch. Wisset, dass Malessa für jeden von Euch da ist, im Kampfe und in der Ruhe.", die Krieger fielen ehrfürchtig auf die Knie. Avalia ging nach vorne, und jeder Elf, welchen sie passte, stand auf. Ein Schauer überzog sie, ihr Umhang flatterte im Wind. Plötzlich stand Glandri vor ihr und schüttelte grinsend mit dem Kopf.
"Ich wusste, Ihr würdet kommen Herrin. Von Anfang an.", Avalia senkte kurz den Blick.
"Dies ist die Rüstung von Matriarchin Trichitin, habe ich Recht?"
"Nein, Glandri, dies ist meine Rüstung.", sprach sie sicher und Glandri neigte das HAupt.
"Verzeiht, Herrin, dass war ungebührlich von mir."
"Gut gesprochen, Avalia.", erklang Kardashias Stimme sanft in ihrem Kopf udn Avalia verkniff sich ein Grinsen. Aus der Ferne erklang ein langer Hornstoß und Avalia blickte fragend zu Glandri.
"Wir werden angegriffen, begebt Euch in Sicherheit.", schrie er über den Lärm. Alle Truppen eilten nach vorne, Avalia blieb stehen. In windeseile stand sie nahezu alleine dort.
"Los, Kind, zeig ihnen die Macht der Schattenmatriarchen, sodass alle Welt uns wieder sieht.", erklang Trichitins Stimme in ihrem Kopf. Avalia schritt nach vorne, alle Truppen standen hinter der Palisade, welche errichtet wurde. Die Bogenschützen auf den Wällen, die Echsenreiter ganz vorne, daginter die Infanterie. Avalia schritt durch die Truppen hindurch, welche ihr sofort platz machten, auf das Tor zu und teleportierte sich durch dieses hindurch. Entschlossen schritt sie weiter, alleine auf dem riesigen Feld vor ihr. Überall lagen Tote herum, der Regen weichte alles auf.
"Herrin, kommt zurück.", schrie man ihr von hinten zu. Vor ihr in der Ferne kamen metallene Ungetüme auf sie zu, und zahhlose Menschen in seltsamen Rüstungen. Die Geschosse, welche sie einstverwundeten prallten einfach and er Rüstung ab und sie grinste böse. Dann kanalisierte sie ihre Kraft, Abbilder von ihr erschienen links und rechts die Mauer entlang, ein Dutzend davon. Avalia dachte an ihre Herrinnen, an Telen, an ihr Volk. Niemals würde sie es im Stich lassen. Sie hob langsam die Arme seitlich von ihrem Körper nach oben, ihre Hände waren in schwarzes Feuer getaucht, den Blick eisern nach vorne gerichtet. JEdes Abbild vollführte ihre Bewegung simultan. Über dem Kopf angekommen hielt sie kurz inne, der Himmel über ihr färbte sich Schwarz und wurde zu einem knisternden Wirbel aus MAgie. Schwarze Blitze zuckten hier und da auf, und Avalia sprach Stumm den Zauber. Mit zwei raschen Schritten nach vorne und einer ruckartigen Bewegung riss sie die Arme nach unten, alle Abbilder ebenfalls und aus dem sschwarzen Himmel schossen zahllose, schwarze arkane geschosse. Wie ein Meteroitenschauer fetzten sie nach unten und als sie einschlugen war das die reinste Zerstörungen. Überall explodierten die Geschosse, zerfetzten die Metallmonster und Menschen, rissen gewaltige Krater in den Boden und es donnerte Ohrenbetäubend laut. Ein Ruck ging durch die Explosionen durch die Armee der Dunkelelfen und auch Avalia musste einen Schritt zurückmachen. Erst nach einigen Augenblicken folgte kein weiteres geschoss, dichter Rauch bedeckte die gesamte gegnerische Front, kein Schuss mehr, kein Geräusch aus der Ferne. Die Abbilder von ihr verschwanden und das Schwert schoss aus Avalias Scheide in ihre Hand. Sie wandte sich nach hinten und blickte die völlig perplexen Dunkelfen an. Dann begann sie elegant nach vorne zu gehen, das Schwert lässig in der rechten Hand seitlich vom Körper. Über ihre erklang der gewaltige Schrei eines Drachen.
"Los, folgt eurer Matriarchin in die Schlacht, Krieger!", schrie Glandri von seinem Drachen herunter, welcher daraufhin eine gewaltige Feuersbrunst ausatmete, sodass sogar Avalia auf dem Boden und trotz des Regens noch die Hitze spüren konnte. Der Drache war so lang und Hoch wie ein haus, eingekleidet in eine furchteinflößende Rüstung. Immer mehr Drachen erschienen am Horizont. Hinter ihr wurden die Tore aufgedonnert und die Dunkelelfen eilten zu ihr. An der Spitze der Arme schritt sie, hinter ihr hörte sie das gleichmäßige Marschieren der Truppen, die Hauptmaänner schrien einige Befehle und das Heer antwortete mit einem einklänglichen Kampfesruf. Sie erreichten die vorderen Reihen, wo ihre Magie eingeschlagen war. Tiefe Krater bedecktne die Landschaft, die zerstörten Apperaturen der Menschen standen, oder lagen herum und brannten, oder waren komplett zerfetzt. Von den Bodentruppen sah man fast nichts mehr. Doch aus den hinteren reihen ratterten plötzlich die Gewehre los und Avalia wehrte die Geschosse mit dem Schwert ab. Die Drachen griffen bereits an, spien Feuer auf die Soldaten der Menschen, Schreie erklangen aus der Ferne und mit einem Mal rannten die Krieger ihres Volkes an ihr vorbei in die Schlacht.
Mit einem Mal erklang das Aufeinanderprallen von Metall auf Metal, das Geschrei der Schlacht. Avalia konnte kaum noch unterscheiden, wer zu wem gehörte. von ihrer linken Flanke kam eine auf zwei Beinen laufende, metallene Maschine auf sie zu.
"Schattenmatriarchin. Das ich nicht lache. Kommt endlich im zeitalter der Technologie an!", erklang eine mechanische Stimme. Die beiden Arme schienen Waffen zu sein. Als die Maschine auf sie schoss sprang Avalia nach hinten, vor ihr explodierte es. Ihr schwert flammte dunkel auf und sie sprintete los. immer wieder schoss die Maschine auf sie, doch sie wich allen angriffen elegant aus. Als sie kurz vor dem Läufer war sprang sie ab. Leichtfüßig landete sie auf dem Läufer, rammte ihr Schwert auf höhre Der Schulter in die zahllosen Drähte und Metalle, nutze ihren Schwung und drückte sich erneut ab. Sie schoss beinahe über den Läufe hinweg, drehte sich in der Luft, sodass sie die Maschine anschauen konnte und ballte die rechte Hand zu eine Faust. Ihr Schwert entlud die magische Energie und mit einem lauten Knall explodierte der Läufer in einer Schwarzen explosion. Das Schwert schoss noch im Flug in Avalias Hand zurück, und sie landete leichtfüßig in Mitten feindlicher Soldaten. Dann teleportierte sie sich hinter den Ersten, dann den Zweiten, sie tauchte jeweils nur den Bruchteil einer Sekunde auf, die Menschen hatten keine Chance und wurden von ihrem Schwert reihenweise niedergestreckt. Avalia teleportierte sich genau in in die Mitte des gegnerischen Heeres, die Menschen zuckten beinahe zusammen, als sie sie wahrnahmen. Avalia warf ihr Schwert in die Luft, und als würde die Zeit festfrieren bewegte sich kein einzelner Soldat. Ihr Schwert leuchtete Schwarz auf, die Flammen fauchten nur so um die Klinge herum. Dann fiel es Richtung Boden, Avalia griff es aus der Luft heraus und rammte es in den Schlamm. Schattenlspieße schossen in kreisfömigen, immer größer werdenden Intervallen um sie herum aus dem Boden. Es erklang das Geräusch wie bei einer Implosion, und die gegnerischen Soldaten wurden aufgespießt, die metallenen Monster explodierte, als die Lanzen sie durchbohrten. Avalia kniete, den Blick gesenkt, die Augen geschlossen. Als der letzte, größte Radius Lanzen hervorgestchen war kehrte völlige Stille ein, lediglich das Knistern des Feuers, das prasseln des Regens und die kräftigen Schwingen der Drachen waren noch zu hören. Dann erhob sich Avalia und trat aus dem Rauch und den Trümmern hervor. Vor ihr, das Heer der Dunkelelfen. Als Avalia näher kam fielen alle vor ihr auf die Knie, über ihr spien die Drachen gewaltige Feuersbrunsten und das Feuer um Avalias Schwert erlischte. Avalia steckte es in die Scheide, ihre nassen Haare klebten auf ihren Schultern und in ihrem Gesicht, rotes Blut klebte an ihen und der Rüstung. Als sie kurz vor der Palisade ankam landete Glandris Drache vor ihr, sodass der Boden bebte. Der Drachenreiter schwang sich von diesem und trat auf sie zu. Stumm blickten sich beide in die Augen, als er an ihr vorberschritt und vor dem heer stehen blieb. Dieses hatte sich erhoben und schaute erwartungsvoll auf den Reiter und auf sie.
"Sieg!", schrie er und das Heer brach in tosendem Jubel aus. Glandri griff sie um die Taille und schwang sich mit ihr auf den Rücken des Drachen. Avalia wusste gar nicht wie ihr geschah, doch schon saß sie hinter dem Reiter und ruckartig drückte sich der Drache in die Lüfte ab. Sie flogen über das Heer hinweg, welches ihnen zujubelte. Alle Drachenreiter Kreisten über diesem und spien gewaltige Feuersbrunsten. Avalia lächelte, voller stolz und voller Glück. Sie schloss die Augen und dankte Malessa und ihren Herrinnen für die Kraft.
"Du hast der Welt gezeigt, dass wir zurück sind, Avalia. Du bringst neue Ehre und neuen Ruhm über die Kaste der Schattenmatriarchen, alle Völker dieser Welt werden dich fürchten.", erklang Trichitins feurige Stimme in ihrem Kopf und Avalia lief eine träne die Wange herunter, so voller Stolz war sie. Noch während sie über dem Schlachtfeld kreisten besetzten die Dunkelelfen die Stellungen der Feinde, nahmen überlebende gefangen und errichteten eine neue verteidigungslinie. Glandri und einige Reiter flogen zurück zur Höhle, durch ein Streng bewachtes Loch in der Höhlendecke erreichten sie die Hauptstadt und er landete auf dem Vorhof zum Tempel. Sie waren keine Sekunde von dem Drachen abgestiegen, schon erschien Dolevin auf dem Tempelhof. Er erblickte sie und Glandri, völlig durchnässt und mit Blut übersäht. Er eilte auf sie zu und ehe Avalia etwas tun konnte schloss der Hirarch sie fest in die Arme.
"Majestät, Eure gewänder.", sprach Avalia überrumpelt, aber glücklich.
"Sind mir völlig egal, Avalia.", fest drückte er ihren Körper an den seinen. Avalia erwiderte die Umarmung. Als sie sich nach einige rZeit lösten blickte er sie an.
"Mir wurde berichtet, was geschehen war. Ihr habt nahezu alleine die Offensive der Menschen niedergeschlagen?", frage er mit weitaufgerissenen Augen.
"Nein....", doch weiter kam sie gar nicht.
"Oh doch, Mejestät. Avalia war...", er machte eine Pause.
"Unglaublich.", der Reiter blickte sie aus bewundernden Augen an.

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