Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
hab ich gern gelesen
geschrieben 2019 von Reiher123.
Veröffentlicht: 17.06.2019. Rubrik: Nachdenkliches


Salvagers

Warnung: Diese Geschichte kann Teile von Gewalt und Blut enthalten!

Die ganze Welt spricht aktuell von einer Gruppe junger Aktivisten, die sich für Tiere einsetzen und vor nichts und niemandem zurückschrecken. Die Gruppe, bestehend aus Anna, Thomas, Mia, Nicolas, Janine & Jonas, sind vor allem in ihrer Umgebung New York sehr aktiv. Eines Tages begab sich Kevin, ein Kollege und ausserdem Spion von den Aktivisten, auf den Bauernhof der Familie Ackermann in der Nähe von New Jersey. Sie hatten Hinweise darüber erhalten, dass sich unvorstellbare Dinge abspielen in diesem Bauernhof. Da kam es ihnen gerade gelegen, dass die Familie Ackermann einen neuen Stallburschen suchen. Kevin, der keine grosse Ahnung der Landwirtschaft hatte, klopfte an die Tür. Hans Ackermann, der Besitzer des Hofes, öffnete die Tür. «Guten Tag, mein Name ist Kevin, ich bin hier um mich für Ihre Stelle vorzustellen». Herr Ackermann trat zur Seite und liess Kevin eintreten. Ohne ihm gross Aufmerksamkeit zu schenken, stieg Herr Ackermann die morsche Treppe hinauf, dicht gefolgt von Kevin. In der oberen Etage waren ein Schlaf-, ein Badezimmer und ein Büro. Im Büro angekommen, setzten sich die beiden hin. Nach nur einem kurzen Gespräch öffnete Herr Ackermann die oberste Schreibtischschublade und nahm ein Papier hervor. Ein Arbeitsvertrag. Er ergänzte noch das aktuelle Datum und den Namen von Kevin. Kevin las den Vertrag sorgfältig durch, um vielleicht irgendetwas zu erkennen. Nach einer erfolglosen Suche unterschrieb er den Vertrag. Anschliessend wurde Kevin sein Zimmer gezeigt. «Morgen um 5 geht es gleich los». Kevin ging an die Zimmertür und lauschte, ob Herr Ackermann noch oben ist. Als er kein Geräusch hörte, setzte er sich auf sein Bett und nahm sein Laptop hervor. Dort schrieb er eine Mail an die Aktivisten, dass er die Stelle bekommen hat. Bevor er die Mail versenden konnte, sah er aus dem Fenster, dass Herr Ackermann einen Sack aus der Scheune kam. Mit seinem Fernglas konnte er erkennen, dass der Sack aussen voller Blut war. Nachts schlich er in die Scheune hinaus und fand etwas Unfassbares. Kühe, Schweine, Pferde & Ziegen, die alle mit aufgeschnittener Kehle an Ketten hingen. Er machte ein Bild davon und schlich wieder heimlich in sein Zimmer. Bevor er die Mail versandte, fügte er noch das Bild hinzu. Am nächsten Morgen, als Herr Ackermann und Kevin auf dem Weg in die Scheune waren, wurden sie überrascht. Als sie das Scheunentor öffneten, standen ihnen 6 Personen gegenüber. Es war die Aktivistengruppe. Sie hatten Fotos gemacht und als sie flüchten wollten, griff Herr Ackermann Anna am Arm. Kevin sah einen Stein in der Nähe und zog diesen Herr Ackermann über den Kopf. Dieser sackte sofort zu Boden und wurde bewusstlos. Kevin rief die Polizei an und ging anschliessend in sein Zimmer, um seine Sachen zu holen und zu verschwinden. Im Hauptquartier angekommen, luden die Aktivisten die Bilder auf eine Seite hoch, die sich swissveg nennt. Plötzlich klingelte das Telefon vom Hauptquartier. Janine, eine der Aktivisten, nahm den Hörer in die Hand. Nach dem Telefonat erzählte Janine den anderen, dass sie eine Einladung von der Firma PETA erhalten haben, die sich ebenfalls sehr für das Tierwohl einsetzt. Nicolas fragte sich, ob dies eine gute Idee sei. Plötzlich stürmte Mia, mit einem Brief in der Hand, hinein. Dort waren 6 Zugtickets hin und zurück, sowie ein Taxi- & Hotelgutschein drin. Jonas rief anschliessend bei PETA an und sagte, dass sie die Einladung annehmen und morgen früh losfahren. In Stuttgart angekommen, stiegen die 6 in ein Taxi und fuhren zur Firma. Dort angekommen, meldeten sie sich bei Caroline Müller, der Empfangsdame von PETA. Diese rief die Geschäftsführerin Eva Schmid. Anschliessend bat Caroline Müller, sie sollen doch noch einen Augenblick Platz nehmen. Nach 10 Minuten Wartezeit erschien Eva Schmid. Sie gingen in ein Sitzungszimmer. Dort wurde ein Tagesplan angeschaut und besprochen. Nach dem Meeting stand eine kleine Führung auf dem Plan. Bei dieser Führung entdeckte Thomas einen Riss in einer Wand, bei der ein kleiner Luftzug durchsickerte. Jedoch liess er sich nichts anmerken. Nach der Führung wurde noch für morgen eine Sitzung vereinbart, um alles genau zu besprechen. Danach wurden sie in ihr Hotel gebracht. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen und ausgepackt hatten, trafen sie sich zum Abendessen. Dort erzählte Thomas den anderen von seiner Beobachtung. «Da ist irgendetwas faul». «Ich hatte bei dieser Eva auch ein ganz komisches Gefühl» ergänzte Anna. Aber am Ende konnte Mia die beiden überzeugen, morgen erst mal zu der Sitzung zu gehen und abzuwarten, was passieren wird. Damit waren alle einverstanden. Wieder auf seinem Zimmer, öffnete Nicolas seinen Koffer und nahm ein Katana hervor. Er hatte für alle eine speziell angefertigte Waffe mitgebracht, ohne dass die anderen davon wussten. Er fing an diese zu schärfen und legte sie anschliessend wieder in seinen Koffer. Jonas, der verzweifelt versuchte einzuschlafen, beschloss in die Firma zu gehen und der Beobachtung von Thomas auf den Grund zu gehen. Heimlich schlich Jonas auf das Firmengelände. Gerade als der Wachmann aus einer Hintertür stieg, nutzte er die Chance und konnte unbemerkt hineinschleichen, bevor die Tür zuging. Nach kurzem Abtasten der Wand, bei der das Wasser immer noch zu sehen war, fand er einen Geheimknopf. Es öffnete sich ein Geheimgang. Jonas zückte seine Taschenlampe und trat einige Schritte nach vorne. Er zündete seine Taschenlampe an und traute seinen Augen nicht. Ein Labor, im Hintergrund war sogar ein Schlachthof mit blutenden Tieren auf dem Boden, die noch am Leben waren. Plötzlich spürte Jonas einen Schlag am Hinterkopf und ihm wurde schwarz vor Augen. Am nächsten Morgen trafen sich die Aktivisten in der Empfangshalle des Hotels. «Wo ist Jonas?», fragte Janine. Die anderen zuckten mit den Schultern. Janine ging wieder nach oben und klopfte an seine Tür, doch niemand öffnete. Sie fragte eine Hotelangestellte im Flur nach dem Schlüssel für das Zimmer. Sie öffnete Janine die Tür, aber das Zimmer war leer. Janine suchte das ganze Zimmer nach Hinweisen ab, doch fand nichts. Wieder in der Empfangshalle angekommen, sagte Janine, dass von Jonas jede Spur fehle. «Bestimmt ist er bereits ohne uns zur Firma gefahren, wäre nicht das erste Mal dass er bereits vor uns an einem Ort ist, ohne etwas zu sagen», sagte Mia. Beim Hotel angekommen, stand bereits die Geschäftsführerin am Empfang. Gemeinsam gingen sie ins Sitzungszimmer. Dort sass Jonas, gefesselt an einem Stuhl. Geschockt vom Anblick, rannte Nicolas sofort aus dem Zimmer. Der Mann, der an der Türe stand, konnte ihn nicht festhalten. «Lass ihn laufen, was soll einer alleine schon ausrichten», sagte Eva zum Mann. Dieser trat ein und verriegelte die Türe hinter sich. Doch eine wichtige Information über die Aktivisten ist den beiden entgangen. Thomas und Anna sind Ausgebildete Assassine. Sie konnten ohne Probleme den Mann zur Seite rempeln und die Tür aufbrechen. Alle 5 Aktivisten konnten fliehen. Jonas, dessen Handy mit allen Fotos abgenommen und zerstört wurde, meinte, sie müssen nochmal zu dem Geheimlabor. Im Geheimlabor angekommen, machten alle sofort Fotos vom Labor und von den Tieren im hinteren Teil des Geheimen Raumes. Doch bevor sie den Raum verlassen konnten, versperrten ihnen Eva Schmid und drei Männer den Weg. Eva stellte die drei Herren vor: Horst Weingart, Christoph Makovka & Franck Ackermann. Ackermann? Eva lächelte. «Ja, das ist der Sohn von Hans Ackermann». Damit auch die Verbindung zum Bauernhof. «Ja, wir beziehen die meisten Tiere von diesem Bauernhof, tot oder lebendig. Doch da ihr jetzt alles wisst, wisst ihr natürlich auch, dass wir euch nicht einfach so gehen lassen können. Männer, tötet sie!», sagte Eva und verliess den Raum. Die drei Männer bewaffneten sich mit herumliegenden Gegenständen. Eisenrohre & Werkzeug. Bevor die Männer angreifen konnten, knallte die Hintertür vom Labor auf. Es war Nicolas mit seinem Koffer mit Waffen. Ohne gross Fragen zu stellen, ergriffen Anna & Thomas zwei Waffen. Janine fragte, was sie jetzt machen sollen. «Befreit die lebenden Tiere und geht nach draussen», sagte Anna zu den anderen. Janine, Mia, Jonas & Nicolas befreiten die Tiere von den Ketten und flüchteten. Horst Weingart versuchte, durch den Eingang ins Labor zu flüchten, um Eva zu informieren. Thomas warf ein Messer in seine Richtung und traf ihn gezielt im linken Fuss. Er kippte um und schlug mit dem Kopf auf die Treppenkante. Franck & Christoph zuckten erschrocken zusammen und griffen die beiden an. «Lady’s First», sagte Thomas zu Anna mit einem Augenzwinkern. Es ereignete sich ein heftiger Kampf zwischen den vier Protagonisten. Durch ihre Ausbildung zu Assassinen war es für die beiden nicht sonderlich schwierig, ebenbürtig oder sogar überlegen zu sein. In derselben Zeit rief Janine die Polizei und den Rettungswagen. Währenddessen konzentrierten Anna & Thomas sich darauf, nicht getötet zu werden. Sie verteidigten sich mit ihren Katanas, ohne wirklich anzugreifen. Doch als es Franck gelingt, Thomas zu entwaffnen und mit der Eisenstange zu versuchen ihn zu erwürgen, tötete ihn Anna. Als Christoph Anna angriff, konnte sie gerade zur Eisenstange von Franck greifen und diese Christoph mit voller Wucht gegen das Schienbein schmettern. Dieser sackte zu Boden und schrie vor Schmerzen. Thomas, der sich unterdessen wieder erholt hatte, sagte zu Anna: «I am SoRRy, dass ich dich das alleine habe regeln lassen». Anna lachte und sie half ihm auf. Bevor sie aber den Notausgang erreichten, warf der inzwischen wieder zu Sinnen gekommene Horst das Messer in Anna’s Richtung. Thomas erkannte dies und stellte sich im richtigen Augenblick vor Anna, sodass das Messer ihm in die Brust flog. Horst sackte wieder zu Boden. Anna versuchte verzweifelt, erste Hilfe zu leisten und ihn mit irgendwelchen Worten bei Bewusstsein zu halten. «Bis iz ruhig», sagte Thomas zu Anna und wurde aufgrund des Blutverlustes bewusstlos. In diesem Augenblick trafen auch die Polizei und der Rettungswagen ein. Jonas führte die Rettungskräfte zum Geheimgang, während Mia und Nicolas mit der Polizei das Gebäude von vorne stürmen und Eva Schmid festnehmen konnten. Sie brachten sie zum Polizeiauto und übergaben sie den Kollegen. Beim Geheimgang eingetroffen, versuchten die Rettungskräfte alles, um alle drei verletzten Personen zu retten. Die beiden Mitarbeiter von PETA wurden mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Spital gebracht. Bei Thomas konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Die beiden vor Ort gebliebenen Polizisten sagen den Aktivisten, sie sollen mit dem Zug zurück in die Staaten reisen, um Thomas dort bestatten zu können. «Das hätte Thomas so gewollt», schluchzte Janine. Die Leiche von Thomas wurde ebenfalls nach Amerika gebracht. Auf dem Friedhof in Yaddletown, dieses Dorf ist direkt neben New York, dem Ort, wo Thomas aufgewachsen war und gewohnt hatte, wurde er im Beisein seiner Freunde und Familie bestattet. Die Aktivisten schworen sich fortan, ihren Weg weiterzugehen, auch für Thomas. Als seine Mutter Karin am Folgetag Blumen auf sein Grab legen wollte, war das Grab aufgegraben. Sie rief sofort die Aktivisten. Zusammen öffneten sie den Sarg und er war leer. Plötzlich hörten sie ein leises Klopfen in einem nahegelegenen Schuppen. Da erschien Thomas zur Überraschung aller Beteiligten und stand vor dem Schuppen. Jonas fragte sogleich, was das zu bedeuten habe. «Bist du ein Geist», fragte er. «Nein, ich habe überlebt. Als ich gestern wieder zu mir kam, lag ich in einem Sarg. Die Luft wurde langsam dünn und dann hörte ich, dass sich jemand dem Grab näherte und es öffnete. Danach wurde ich ohnmächtig. Als ich wieder zu mir kam, war ich in diesem Schuppen.» Mia fuhr mit Thomas sofort ins Spital, um ihn untersuchen zu lassen. Nach wenigen Stunden Warten ergab alles Sinn. Thomas war Scheintod, das Messer war mit einem Nervengift getränkt, dass den Puls und die Körpertemperatur so herunterfahren konnte, dass man meinen könnte, er wäre tot. Der Arzt meinte ausserdem, dass die Klinge des Messers keine lebenswichtigen Organe verletzt hatte und damit die Überlebenschancen von Thomas ein wenig besser aussahen. Dank der Rettungskräfte vor Ort konnte Thomas’ Leben gerettet werden, sonst wäre er verblutet und dann wäre es definitiv aus gewesen. Die Aktivisten bedankten sich bei dem Arzt und waren dankbar, dass Thomas überlebt hat.

hab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Weitere Kurzgeschichten:

WORTEFETZEN
Das Ding aus der Tiefsee
Die Teufelstochter