Veröffentlicht: 01.01.2026. Rubrik: Satirisches
Heute ist der Beginn…
eines neuen Jahres!, der 01.01. 2026!
Ich glaube nicht dass sich dieser Tag wiederholen wird, zumindest zu meinen Lebzeiten nicht.
Wir, das Rudel, bestehend aus dem, nicht ganz kleinen Hund Alfy, der besten Gattin aller Zeiten (frei nach Kishon ich hoffe sie liest das) und meiner Wenigkeit, haben den Jahreswechsel offenbar gut überstanden. Zwar waren alle Jalousien vor den Fenstern heruntergelassen, der Briefkasten offen (wegen eventueller Sprengversuche mit Blitzknallern oder so) und wie gewohnt, ein ätzendes Fernsehprogramm, abgesehen von einem Herrn P. mit seinem Jahresrückblick: Ob dies das laufende Programm oder ein Streamingdienst war, vermag ich nicht zu sagen, war ja bereits zu vorgerückter Stunde.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich wieder einmal überzeugt, dass die Armut weiter, in erschreckendem Maße bei uns hierorts grassiert. Nach meiner Meinung und den Äußerungen anderer großer Denker, knallt ja am meisten der, der am wenigsten besitzt bzw. zu verlieren hat. Ringsum jedenfalls krachte es dass es zumindest die blanke Freude der Pyroindustrie war. Klar, Kliniken und diverse andere medizinischen Einrichtungen werden sich ebenfalls wieder einmal bestätigt fühlen.
Bei mittleren Frost und leichtem Schneefall tauchten ringsum Raketen (speziell zur Mitternacht) die Umgebung in buntes flackerndes Licht, Böller böllerten wie von Sinnen durch die Kante. Also kurz. Wenn man das Geld, was da sinnlos verpufft wurde, in eine Spendencontainer (den hätte man tatsächlich gebraucht) eingeworfen hätte, würde man dem Hunger in der Welt ein weiteres Jahr erfolgreich trotzen.
Ich meine, es wäre sogar soviel Knete übergeblieben dass man den schwammigen Putin und seinen orangenen amerikanischen Kumpel nullen hätte lassen können. Als Pazifist bin ich zwar nicht für derartige Methoden aber ich glaube, da hätte ich mal ein Auge zugedrückt.
Hund ist bei der ersten Knallerei wieder panisch in den Keller gerannt und hat sich unter, der vermeintlich sicheren, Treppe versteckt. Aber mit meinem Geheimmittel dem „braunen Rauschen für Hunde“ konnte ich ihn halbwegs beruhigen, zumindest hat er mit diesem furchtbaren Zittern aufgehört. Das „Rauschen aus dem Netz“ empfahl mir ein ehemaliger Hundezüchter und da muss wohl was daran gewesen sein oder ich habe es mir nur eingebildet. Sei es drum. Allemal besser als irgendwelche Willen ausschaltende Mittel wie Tierpillen da torkelt er betäubt durch die Gegend oder aber Eierlikör, wie es einige andere Hundehalter auch empfahlen. Die Frequenz des Rauschens scheint unseren Alf jedenfalls beruhigt zu haben und bei mir hat es offenbar auch gewirkt, ich bin ständig eingenickt.
(O.R.F.)
1x



