Veröffentlicht: 08.01.2026. Rubrik: Satirisches
Reinkarnation
Dreimal, wenn ich mich nicht verzählt habe, dreimal habe ich mich früh`s beim Hundegang gelegt, unfreiwillig betone ich, denn da Draußen war es spiegelglatt.
Ist ja kein Wunder im Winter, nicht wahr, aber davon abgesehen habe ich diverse Stürze bisher immer gut überstanden da ich vor Jahren mal Judoka gewesen bin und weiß wie man gekonnt auf dem Boden aufschlägt (Fallschule). Ich hatte jedenfalls einen ziemlich großen aktiven Hunderüden dabei an der Leine, der meinen, akrobatischen Darbietungen mit großer Aufmerksamkeit und ziemlich scheelen Blicken Blicken folgte, vielleicht in der Hoffnung das Herrchen würde liegenbleiben und er wäre dann der Alpharüde, zumindest auf dieser Tour.
Pustekuchen! Ich habe ihm diesen Gefallen nicht erwiesen und mich immer erfolgreich und rechtzeitig aufgerappelt.
In mir reifte ein Gedanke. Im nächsten Leben möchte ich gern als Hybridwesen zurückkehren, also mit Tierkörper (Vierbeiner) und menschlichem Oberkörper, also Kopf (wegen der Schönheit) Schultern und Greiforganen um mich im Zweifelsfall auch mal an irgendwas festzuhalten, bei Glätte. Nun bin ich noch am Rätseln welches Tier den Unterbau stellen sollte. Pferde sind ja bereits vergeben und der Name und das Zwitterwesen Zentaur vermutlich gesetzlich geschützt. Das kann ein teurer Spaß werden wenn man Patentrechte verletzt!
Ich denke mal, ich werde Hund nehmen, habe noch nie gesehen dass sich dieser versehentlich auf den Arsch bzw. Rute setzt, bei Glatteis.
Beim Amt (DafR – Deutsches Amt für Reinkarnation) habe ich bereits meinen Antrag als Hunde- Mensch Chimäre wieder in der Welt aufzuschlagen postalisch eingereicht. Darf durchaus eine Gegend mit gemäßigteren Klima sein, als hierorts.
(O.R.F.)
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