Veröffentlicht: 29.01.2026. Rubrik: Satirisches
Fleischwucher?
Mir fielen gleich mehrere Titel von Büchern oder einem Film wieder ein, als ich am Mittwoch durch einer Hautärztin einer, zwar geringfügigen aber, trotzdem einem Teil meiner, Körpersubstanz beraubt wurde. Das waren „Wer stiehlt schon Unterschenkel“ von Herrn Prokop und „Fleisch“ , ein Thriller von einem Regisseur namens Erler.
Der erstere Titel enthält Kurzgeschichten über einen Detektiv und seine Fälle in „naher Zukunft“ und der zweite dreht sich um Organ- und Körperteilhandel auf irgendwelchen imaginären Schwarzmärkten.
Bei mir war es zwar der Oberschenkel und mit meinen Proben kann man sicherlich nicht reich werden, aber sei es drum. Mit einem Skalpell, hinter meinem Rücken, popelte eine, sicherlich von der Ärztekammer zugelassene Hautärztin, eine Probe aus meinem linken Oberschenkel und wollte sie an ein Labor schicken, weil da der Verdacht bestand, es sei weißer Hautkrebs, der da seine Blüten dem Tageslicht entgegenwachsen ließ. Ich kann nur hoffen, dass selbige Untersuchungsstätte nicht irgendwo in den Emiraten oder den USA liegt und meine Substanzen irgendwelchen, finanzstarken Großkopferten zugutekommt.
Also Reiche, die zudem auch noch was zu sagen haben, wenn es auch inhaltlich recht dürftig sein wird.
Da ist es doch wohl logisch, dass ich mir gewisse Gedanken mache, oder etwa nicht?
Geschicktermaßen lag die Extraktionsstelle an meinem linken Oberbein so, dass ich beim Besuch der Sanitärkeramik für größere Geschäfte immer auf der vernähten Entnahmestelle zu sitzen kam. Das ist nicht nur unangenehm, sondern tut zum Überfluß auch noch weh. Also man sollte schon keim umfangreiches Werk mit zum Schüsseln nehmen.. Klar, da tröstet schon etwas, dass man drei Tage nach der OP nicht duschen darf (Energieeinsparung), danach vorerst nur mit Duschpflaster, bis zum Fäden ziehen. Beim Sport, wenn man ihn denn überhaupt ausüben will, nur sehr gedämpft mitmachen und vermeiden zu lange in der Gegend herumzustehen bzw. zu laufen. Das kommt zum einen meinem inneren Schweinehund sehr entgegen und meinem Naturell sowieso.
(O.R.F.)
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