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3xhab ich gern gelesen
geschrieben von RobertZ.
Veröffentlicht: 28.02.2026. Rubrik: Unsortiert


Zwischen Morgenrot und Nachtgesicht

Wie süß die laue Sommerbrise, die durch unser Haar streift, das Sonnige, warm auf unserer Haut, das sich wie eine zarte Berührung anfühlt. Ein Gesicht, so engelhaft, in das man jeden Tag blicken darf. Ein Zauber, der nie vergeht. 

So kalt und bitter die Nacht, die Ihre Schatten wirft und uns in Dunkelheit hüllt, eine beängstigende Stille, die übers Land streift. Die Kälte der West- und Ostwinde, die nach einem greifen.

Aufgeteilt in gut und böse, so wie es der Mensch von Anbeginn der Zeit beschreibt. Der Morgen als Symbol für das Gute, die Nacht das Symbol für alles Böse Aber halt, ist es denn nicht so, dass wir in der Nacht ruhen, neue Kraft schöpfen und in Träume versinken? Ist es die Angst, die Augen zu schließen und nie mehr das Morgenrot betrachten zu können? Geschehen nicht auch am Tage schreckliche Dinge, die uns erzittern lassen und unseren Verstand in Frage stellen? 

Das Morgenrot und das Nachtgesicht, einzig getrennt von der Dämmerung, nur ein schmaler Grad, der Gut und Böse voneinander trennt. Was von beiden verschafft mir nun Erlösung?, fragt der Dichter, denn selbst die Welt ist gespalten, seit sie existiert. Wie und wo kann ich den Frieden finden, den ich verfolge, aber nicht greifen kann? In was oder wen darf ich meine Hoffnung setzen, die mich ans Ziel meiner Träume geleitet? 

Wann werden die dunkelsten Stunden wieder hell, so dass der Dichter von der Morgenröte wachgeküsst, die Schönheit und Pracht vor Augen? Dieser schmale Grat zwischen Vernunft und Wahnsinn, sich endlich hinfortheben. Oder benötigt man beides? fragt der Dichter mit zitternder Stimme Wo hört die Vernunft auf und wo beginnt der Wahnsinn? Eine Frage so endlos wie die Zeit.

Wie würde der Dichter gerne Frieden schließen, mit Raum und Zeit, der Welt und den Menschen darin? Wenn ihm das gelänge, wäre er wahrhaft ein Meister seines Faches, aber kann er sich auch selbst vergeben, kann er sich selbst Frieden gewähren? Dies ist dieser schmale Grad, der ihn unaufhörlich zwischen Morgenrot und Nachtgesicht wandeln lässt. Mit Reue, aber ohne Vergebung. 

Ist sein Herz vergiftet? Nein! Sein Herz trägt tiefe Trauer, sein Innerstes ist gequält. Ein tiefer Fall, ein lauter Schrei, einsam in den Nächten Doch, Dichter, verzage nicht, das Morgendrot kommt und wird heller denn je zuvor für dich scheinen, und das Nachtgesicht birgt keine Gefahren mehr für dich. 

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Shemara am 01.03.2026:

Ein sensibler, nachdenklicher, emotional tiefgründiger Dichter offenbart sich uns hier.

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