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3xhab ich gern gelesen
geschrieben von ORF.
Veröffentlicht: 01.03.2026. Rubrik: Satirisches


Verzicht!

Vierzig Tage Fasten, das hält doch keine Sau aus. Zumindest ich nicht, kein Fleisch keine Süßigkeiten, von den anderen Sachen ganz zu schweigen. Da mache ich nicht mehr mit. Zum Glück habe ich vor einigen Jahren mit dem Rauchen und dem Saufen aufgehört. Da plagen mich wenigstens nicht die Bedürfnisse nach Alkohol und Nikotin. Aber die Sünden die man sonst noch so betreiben könnte. Noch rund ein Monat ohne Schlemmen oder andere Verstöße gegen die Regeln. Der Gattin hatte ich vor Zeiten eine Tasse geschenkt mit der moralisch stabilisierenden Aufschrift „Weniger ist mehr!“ . Vielleicht unterstützt sie das bei ihrem derzeitigen Tun, aber was hat das eigentlich mit mir zu schaffen. Abgesehen davon dass ich ein furztrockener Atheist (glaubt an keinen theologischen Schnickschnack) bin, überrascht mich schon hin und wieder, dass der Anblick wohlbeleibter Damen, und da laufen einige hier herum, mir das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, in diesen Tagen der persönlichen Einschränkungen. Schlicht ich beginne zu sabbern und vor meinem inneren Auge (das wäre dann ein drittes) kristallisieren sich frische Schniitzel. Rouladen und andere, dem RELIGIÖSEN Menschen verbotene Sachen die man, mit örtliche Betäubung natürlich, aus den dicken Damen herausschneiden könnte. Es gäbe da sicher noch anderes, aber da stehe ich nicht so sehr auf Volumen.
Ach was, ich bin ein Ungläubiger, auch wenn ich mal mit einem Pfarrer befreundet war und schmeiße hin. Ist doch ungesund, alles was schmeckt einfach so auszusetzen. Nur weil vor Jahrtausenden irgendeiner wieder auferstanden ist oder aus welchen Gründen auch immer. Ich klinke mich jedenfalls jetzt aus, aus diesem Brimborium.
(O.R.F.)

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Jo Hannes Coltitz am 01.03.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo ORF, fasten entgiftet auch den Körper.
Selbst wenn Du Atheist bist, kannst Du den medizinischen Nutzen des Fastens ausnutzen.
Und keiner schreibt Dir ja vor, dass Du auf alles verzichten musst.
Die Mönche z.B. brauten früher das hochkalorische Bockbier, um den Energiehaushalt in dieser Fastenzeit auszugleichen.
Viele Grüße, Jo




geschrieben von ORF am 01.03.2026:

Nicht einmal das Bockbier...
Habe das früher sehr gerne getrunken, vor allem dunkles!

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