Veröffentlicht: 15.03.2026. Rubrik: Satirisches
Schwere Luft
Odoratus (geruchsmäßig) bewegte es sich schon hart an der Grenze zur Körperverletzung was mir da um mein, doch recht empfindsames Riechorgan (Nase) waberte, als ich die Tür zur Terrasse öffnete um den Hund raus- und frische Luft reinzulassen. Man hatte offenbar gestern Abend noch die umliegenden Felder frisch gegüllt (bejaucht) Als ich, gegen 18 Uhr vom Ehrenamt nach Hause kehrte hat es jedenfalls noch nicht derart erbärmlich gestunken, hier in der Gegend. Ich vermute mal, die Jauchetransporteure sind nach Einbruch der Dunkelheit, mit Elektrofahrzeugen rausgefahren und haben das übelriechende, aber offenbar als Dünger hervorragend geeignete Stoffwechselendprodukt von Schweinen und Rindern, ausgebracht und zwar reichlich. Des Nächtens, betreffs ihrer Sichtbarkeit und elektrisch wegen der Lautstärke (sehr leise) um den Unmut, der hier Anwohnenden vorzubeugen. Nichtsdestotrotz gibt es gleich nachher eine Morgenrunde von Mensch und Hund, denn unser Alfy wird heute neun Hundejahre alt und da käme es doch einem Affront, einer Beleidigung, gleich ihn an seinem Ehrentag zu Hause, in seinem Revier zu lassen. Ich werde mir wohl Wachspropfen in die Nase stöpseln oder aber meine alte Gasmaske heraussuchen um unangenehme Gerüche auszublenden. Dem Hund scheint es wohl nichts auszumachen, zumindest hat er sich nicht dahingehend geäußert.
(O.R.F.)





