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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von E. Wacjer (Reggi).
Veröffentlicht: 23.04.2026. Rubrik: Lustiges


Der Schlüsselbund

Heute hatte ich wieder meine „Abenteuerreise“ vor mir.
Diese führte mich, mit einem in die Jahre gekommenen Bus, über sehr beschädigten, maroden Straßen, durch mehrere Dörfer. Hinzu kam diesmal noch, ein schlechtgelaunter Fahrer.
Zielort: Das „Osnabrücker Marienhospital.“
Hier besuchte ich seit ein paar Tagen, meinen Mann.
Er wurde eingeliefert, weil die Erdanziehungskraft, beim Heckenschneiden, größer gewesen war, als seine Sicherheit; mit 70Jahren, auf einer Trittleiter zu stehen.
Da es ihm zum Glück, schon viel besser ging. Sollte er wahrscheinlich diese Woche endlassen werden.
So packte ich später vorm nach Hause fahren, außer der dreckigen Wäsche, auch noch ein paar andere Teile mit in die Tasche, die, wie es uns schien, hier nicht mehr, gebraucht wurden.
Dadurch ließ sich jedoch der Reißverschluss, nicht mehr ganz schließen.
Mit endfernen von ein paar aufgedrehten sauberen Socken, sowie sanftes, allerdings zwangsweise festes zudrücken der Tasche, lies sich der Reißverschluss, dann doch bewegen.
So ging es mit schwerem Gepäck zum Bahnhof, wo ich dann feststellen musste, dass ich diesen Bus, mit dem ich die Heimreise antreten wollte, verpasst hatte.
Eine Stunde musste ich auf den nächsten warten. Eine schöne Gelegenheit, in meinem Buch, den ich immer dabeihatte, zu schmökern. So dachte ich mir.
Doch Dieses, befand sich in der vollgestopften Tasche.
Ein kurzer Blick auf die Tasche, verriet mir allerdings, dass es jetzt zum Lesen kein guter Zeitpunkt war.
Denn die Öffnung des Reißverschlusses, hatte sich schon sehr verdächtig erweitert.
Im Bus stellte ich die Tasche auf einem freien Sitz neben mir.
Nicht weit vom Zielort entfernt, viel durch ein Ruckartiges bremsen des Busses, wie sollte es auch anders sein, die Tasche samt Inhalt vom Sitz, direkt in den Gang.
Dabei öffnete sich der Reisverschluss vollständig, wodurch alles was in der Tasche obenauf lag, sich in dem Gang, sowie unter dem gegenüber liegendem Sitz, des Fahrzeugs, verteilte.
Beim aufsammeln der Utensilien, viel ich durch einmal nach rechts sowie einmal nach links fahren des Busses, ebenfalls mitten in den Gang. Ich versuchte aufzustehen, was mir jedoch nicht gelang. Ohne erbarmen fuhr das Fahrzeug weiter.
Es war eine sehr unglückliche Situation. Bis ein Jungermann sich opferte und half. Kaum mit dem verstauen der Utensilien fertig, hielt der Bus, ich hatte meinen Zielort erreicht, und musste aussteigen. Sehr unsicher auf den Beinen, Bedankte ich mich noch bei meinem Retter, worauf ich dann so schnell wie es mir möglich war, das Fahrzeug verlies.
Zum Glück war mein Zuhause nicht weit von der Haltestelle entfernt.
Zuhause angekommen, setzte ich mich auf die Gartenbank vor unserem Haus, um mich zu beruhigen. Danach suchte ich den Haustürschlüssel.
Doch der war nicht da, wo er hätte sein sollen.
Alles wurde untersucht, die Tasche, meine Jacke die ich trug, und die Hosentaschen. Nichts, absolut nichts.
So musste ich über die Diele an unseren Hund Hasso vorbei, direkt durchs Stallgebäude, dann in den kleinen Flur, vom kleinen Flur, in den Abstellraum, wo sich der Schlüssel, für die Küchentür befand. So gelangte ich ins Wohnhaus.
Der verschwundene Schlüssel, tauchte später nach der Reinigung der Schmutzwäsche wieder auf.

SatirepatzerSatirepatzerZwei Wochen später, hatte ich meinen Frauen Klön Abend.
Einige erzählten was sie nach dem letzten Treffen so alles erlebt hatten. Auch ich erzählte wie es mir an diesem besagten Tag ergangen war.
Es wurde viel gelacht. Doch nicht nur das, es gab außerdem noch gute Ratschläge für die Tonne gratis dazu.
Auch diese beiden Tipps, waren dabei:
„Warum bist du denn nicht mit dem Schnellbus gefahren, der fährt nicht über jedes Dorf, dadurch hättest du ein Teil auf den Maroden Straßen verzichteten können.
Eine Andere wiederum meinte:
„Ja dann hättest du nicht mit der „Lochzählmaschine“ fahren müssen, denn mit dem Schnellbus währst du bestimmt, über die Löcher hinweg geflogen.“
Das sich alle anderen auch darüber Amüsierten, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Wir hatten jedenfalls sehr viel spaß, wobei der junge Mann, der mir geholfen hatte, Ebenfalls nicht ungeschoren davonkam.
„Dem hat es bestimmt gefallen, auf so einer flotten Oma zu liegen.“ Ich sah auch diese Bemerkung locker, hatte ich doch gerade die Zeilen „flotte Oma“ vernommen.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von lüdel am 24.04.2026:


Hallo Reggi,
im ersten Moment dachte ich: Oh je, hoffentlich hast du den Schlüssel nicht im Krankenhaus vergessen.
Gut, dass du einen Ersatzschlüssel hattest.
Ich habe auch einen Tipp für dich: einfach abwarten, bis der Bus hält. Es ist nicht wert, sich wegen schmutziger Wäsche blaue Flecken zu holen.
Lüdel🧚‍♂️

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