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geschrieben 2026 von Lüdel (lüdel).
Veröffentlicht: 12.05.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Buch um die Welt

Nachdenkliches, Gedankentext.


Vorwort

Für diejenigen, die zweifeln, ob sich das Schreiben lohnt.

Für diejenigen, die sich fragen, ob es sich lohnt, ein Buch zu schreiben.

Für diejenigen, deren Geschichten in Schubladen verborgen liegen.

Für all die Zweifel am Schreiben.

Für diejenigen, die manchmal den Sinn des Schreibens hinterfragen.


Buch um die Welt

Herr Buch und Frau Buchstabe begannen schon vor langer Zeit, Geschichten, Lieder und Märchen zu sammeln.

Sie schwirren nicht nur im Internet herum, sondern schweben auch durch die Welt – sogar durch Kamine, um die Geschichten der Menschen zu erfahren.

„Macht das überhaupt Sinn?“

hören Herr Buch und Frau Buchstabe die lauten Worte.

Doch nicht alles muss einen Zweck erfüllen, um wertvoll zu sein.

Sie sind wie moderne Brüder Grimm.

Und irgendwann … ja, vielleicht ist es längst schon so weit:

Geschichten schweben überall herum wie unsichtbare Stimmen.

Niemand kennt den anderen, und doch entsteht etwas Unsichtbares:

Menschen, die Geschichten weitertragen.

Es entsteht ein riesiger digitaler Märchenwald.

Ein gewaltiges Liedtext-Sammelsurium.

Ein unendliches Geschichtenzentrum.

Es geht um die Welt.

Eine Reise auf den Spuren der unendlichen Geschichten des Internets und draußen in der Welt.

„Was macht das für einen Sinn?“

hört man es wieder laut ertönen.

Doch dann wäre jeder Stift umsonst,

jeder Buchstabe vergebens,

jeder Gedanke zu schade.

Dann wäre das Leben selbst umsonst.

Darf man dann nicht mehr atmen,

nicht mehr lachen, weinen oder lieben?

Nicht mehr schreiben?

Am besten gar nicht mehr träumen?

Diese Stimme hängt im Raum.

Niemand hat gesprochen, und doch hat man sie gehört.

Menschen lassen Geschichten entstehen.

Sie waren und sind ein Teil von uns – in Büchern, im Internet und in uns selbst.

Das Buch um die Welt existiert.

Vielleicht existiert es längst:

Ein riesiges Bücherband, das um die ganze Welt reicht.

Es gibt Dinge zwischen Zeit, Welt und Leben, die wie das Buch um die Welt sind.

Jeder von uns hinterlässt eine Spur, auch wenn man sie scheinbar nicht mehr sieht.

Dennoch können wir sie spüren.

Das Buch der Welt entsteht – vielleicht kann es niemand sehen – und doch ist es da.

Nachwort

Macht es Sinn zu schreiben?
Ja.
Denn schon die Gelehrten vor unserer Zeit taten es – und sie waren wahrlich kluge Menschen.


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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Butterblume am 12.05.2026:

Genau liebe lüdel,

schreiben lohnt sich.

Gern gelesen.

Beste Grüße

Butterblume






geschrieben von Rika am 12.05.2026:

Hallo Lüdel, schöne Geschichte. Ich finde auch, dass das Schreiben sich lohnt.




geschrieben von Angricolan am 12.05.2026:

Wer heute schreibt, etwas zurücklässt am Ende, wird von Analphabeten beneidet. Diese Neandertaler der lesbaren Worte hinterlassen nichts. Etwas bleibt allerdings offen:
Wen interessiert es nach Jahren noch, außer vielleicht Familienmitglieder.
Ein kurzes erlebtes Beispiel:
Kirn, An und Verkauf und da stapelweise alte DDR-Bücher. Damit kann ich nur noch meinen Kachelofen beheizen im Winter. Ein Satz den ich an anderen Orten schon hörte.In den 80er Jahren erlebte ich eine Firmenanbau Abreißung. Vorher wurde dort alles leer gemacht. Verschlossen war da vorher eine kleine Bücherei aus der NS-Zeit. Alles kam zur Müllverbrennung bis auf ein Buch über die Freimaurer, nahm es heimlich mit bevor es im Container landete.
Was bleibt von uns einmal übrig lesbar?
Vielleicht externe Festplatten?
Liebe Grüße von Angricolan




geschrieben von Jo Hannes Coltitz am 12.05.2026:

Hallo @lüdel, in der letzten Zeit hatte ich auch viel über Sinn und Unsinn meines Schreibens nachgedacht.
Auslöser waren die Kommentare unter einen meiner Rummelplatztexte.
Schließlich habe ich diesen Eintrag enttäuscht gelöscht.
Danke Dir, dass Du Dich diesem Thema so märchenhaft angenommen hast.
Viele Grüße, Jo

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