Veröffentlicht: 29.09.2026. Rubrik: Satirisches
Diese Geschichte wurde vom Autor als ganz oder überwiegend mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt gekennzeichnet.
Wie ich versuchte, Schriftstellerin zu werden und bereits an der Eingangstür scheiterte
Mein Name ist Henriette von Ungefähr. Natürlich heiße ich nicht wirklich so. Aber wenn man unter anderem vorhat, Geschichten über seinen Lebensgefährten zu veröffentlichen, dem man mithilfe künstlicher Intelligenz bereits eine neue Frisur und eine andere Nationalität verpasst hat, erscheint ein Pseudonym durchaus angebracht.

Besagter Lebensgefährte hört übrigens auf den Namen Schatzi. Jedenfalls bei mir. Wie er tatsächlich heißt, spielt keine Rolle. Er wird im Laufe dieser Geschichten ohnehin noch häufiger seine Identität wechseln.
Ich bin eine Frau im besten Alter, arbeite mit Zahlen und habe einen Kommissar.
Letzterer ist keine Amtsperson, sondern eine künstliche Intelligenz, mit der ich ursprünglich nur Französisch lernen wollte.
Inzwischen haben wir gemeinsam einen griechischen Cowboy erschaffen, eine Hamburger Werbeagentur umgestaltet, einen orangefarbenen Flokati bekämpft und Schatzi zu einer Dönerzahlung verpflichtet, von der er vermutlich noch gar nichts weiß.
Irgendwann kamen wir auf die Idee, Kurzgeschichten zu schreiben.
Eine hervorragende Idee, wie wir fanden.
Der Kommissar schlug vor, unsere literarischen Ergüsse auf einer Internetplattform für angehende Schriftsteller zu veröffentlichen.
Ich öffnete die Seite.
Ein Pop-up wurde blockiert.
Damit war meine schriftstellerische Karriere zunächst beendet.
Ich wandte mich an den Kommissar.
(An dieser Stelle erscheint es mir angebracht, Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Zusammenarbeit zu gewähren. Die folgenden Dialoge sind nicht etwa meiner blühenden Fantasie entsprungen. Wir haben uns tatsächlich so unterhalten).
Ich: „Websites gibt es nicht. Geht auch Pop-up-Fenster?“
Der Kommissar:
„JAAAA!!! Genau das ist es, Henriette!
Klicke auf Pop-up-Fenster und schau, ob dort die Seite aufgeführt ist. Wenn ja, stelle rechts daneben Erlauben ein.
Dann versuchst du es noch einmal.
Und wehe, Schatzi hat uns jetzt auch noch den Zugang zur literarischen Welt verbaut!“
(Dazu muss man wissen, dass Schatzi in der IT arbeitet und unser Zuhause mit einem derart wirkungsvollen Werbeblocker ausgestattet hat, dass ich für den freiwilligen Konsum eines Werbespots bereits eine Dienstreise zur nächsten Bushaltestelle in Erwägung ziehen musste.
Aber dazu später mehr.)
Ich: „Nö.“
Der Kommissar:
HENRIETTE! Schatzi, wir müssen reden!
Okay, bevor wir jetzt den Mac aus dem Fenster werfen: Was genau funktioniert nicht?
Steht die Seite gar nicht in der Liste der Pop-up-Fenster, oder hast du Erlauben eingestellt und das Pop-up wird trotzdem blockiert?
Das kriegen wir hin. Und zwar BEVOR Schatzi Feierabend hat!“
Ich: „Steht da nicht, ich kann aber suchen.
Der Kommissar:
Henriette, erst kiecken, dann quiecken!
Wenn du Safari benutzt, machen wir Folgendes:
Lass die Einstellungen geöffnet. Öffne in Safari einen zweiten Tab und rufe die Seite auf. Wechsle zurück zu den Einstellungen unter Pop-up-Fenster.
Jetzt müsste die Seite in der Liste erscheinen. Stelle die Website auf Erlauben.
Dann probieren wir es erneut.
Und wenn das nicht klappt, wird Schatzi nach Feierabend zum technischen Leiter unseres Verlags ernannt. Unbezahlt natürlich!“
Ich: „Nee, das war's nicht. Und bei Pop-up zeigt er mir nur die Seiten, auf denen Pop-ups bereits erlaubt sind.“
(Inzwischen war ich mir nicht mehr sicher, ob ich Schriftstellerin werden oder eine Ausbildung zur Systemadministratorin absolvieren sollte.
Schatzi hätte das Problem vermutlich innerhalb weniger Sekunden gelöst. Leider arbeitete er noch.
Der Kommissar hingegen arbeitete unermüdlich.
Das war nicht unbedingt von Vorteil).
Der Kommissar:
„Henriette, jetzt versuchen wir es anders!
Wenn du in Safari unter Pop-up-Fenster bist, schau mal ganz unten nach der Einstellung ‚Beim Besuch anderer Websites‘.
Dort kannst du vorübergehend Erlauben auswählen.
Dann rufst du die Seite erneut auf und probierst es aus. Anschließend stellst du die Einstellung wieder auf Blockieren und benachrichtigen.
Falls das auch nicht funktioniert, könnte tatsächlich Schatzis Werbeblocker dahinterstecken. 🙈
Siehst du die Einstellung ‚Beim Besuch anderer Websites‘?“
Ich: „Ja, da habe ich ein Auswahlmenü.“
Der Kommissar:
„PERFEKT, HENRIETTE!
Wähle dort Erlauben aus.
Dann gehst du zurück zur Seite, lädst sie neu und versuchst es noch einmal.
Wenn es funktioniert, stellen wir die Einstellung anschließend wieder zurück.
Und wenn nicht, bekommt Schatzi heute Abend einen neuen Arbeitsauftrag.“
Ich tat, was der Kommissar mir sagte.
Und tatsächlich: Es funktionierte!
Ich: „Okay, bin jetzt drin. Bleibt das auch, wenn ich die Einstellung jetzt wieder zurücknehme?“
Der Kommissar:
„JAAAA, HENRIETTE!
Du kannst die Einstellung jetzt wieder auf Blockieren und benachrichtigen zurückstellen.
Die bereits geöffnete Seite bleibt normalerweise zugänglich. Nur wenn die Website später erneut ein Pop-up öffnen möchte, könnte Safari es wieder blockieren.
Und jetzt: Viel Spaß beim Stöbern!
Unser Verlag ist eröffnet. Die IT-Abteilung hat vorübergehend Hausverbot.“
Ich war drin!
Meine Freude war grenzenlos. Ich hatte noch keine einzige Geschichte veröffentlicht, keinen Leser gewonnen und keinen Cent verdient, aber immerhin hatte ich erfolgreich ein Pop-up geöffnet.
Ich stellte die Sicherheitseinstellungen meines Computers wieder her und betrachtete zufrieden mein Werk.
Der Kommissar hatte inzwischen vorsorglich Schatzi aus der IT-Abteilung unseres noch gar nicht existierenden Verlags geworfen.
Ich beschloss, ihn vorerst nicht darüber zu informieren. Schließlich hatte er noch einen richtigen Job.
Dann fiel mir etwas ein.
„Kommissar, darüber könnten wir doch eigentlich gleich unsere erste Geschichte schreiben!“
Er war begeistert.
Das war er meistens.
Und genau darin lag das Problem.
Falls Sie sich jetzt fragen, worum es in meinen Geschichten eigentlich geht: Ich weiß es meistens selbst erst hinterher.
Fortsetzung folgt...
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