Veröffentlicht: 29.09.2026. Rubrik: Unsortiert
Der ideale Übergang
Kennt Ihr das auch? Ihr habt demnächst eine OP zu erwarten, habt Euch
in vielen medizinischen Büchern, Quellen informiert und gut vorbereitet
über das Für und Wider eines chirurgischen Eingriffes bzw. des Zeitpunktes
der OP und Ihr fiebert dem Kontrolltermin entgegen, um dem Arzt Eure
detaillierten Fragen vorzustellen und zu diskutieren?
Unerwartet werdet Ihr vom Praxisteam angerufen, Euer Termin soll um
mehrere Wochen nach hinten verschoben werden. Zunächst Erleichterung.
Super, man kann sich erstmal entspannen! Dann die Enttäuschung.
Mehrere Wochen warten, obgleich man schon "am Start" stand.
Mehrere Wochen nervöse Anspannung. Was fängt man nun an mit
dem freigewordenen Freiraum? Ich habe hin und her überlegt und die
meisten Ideen beiseitegelegt. Dann die heilsame Idee im Sinne von
perfekter Ablenkung. Ich mache einen vorgezogenen Frühjahrsputz, aber
das jetzt im Herbst, es ist ja noch nicht einmal Winter! Dennoch.
Ich wohne in einem alten Bauernhaus, geerbt von meiner Großmutter,
hier gibt es immer etwas zu tun. Vom Dachboden bis zu den ehemaligen
Ställen, das wird mich zwei Wochen auf Trab halten.
Allein der Dachboden bring mich auf andere Gedanken. Die geplante OP
wird geistig in den Hintergrund rücken. Und --- wer weiß, was ich hier
alles finde. Tatsächlich habe ich den idealen Übergang bis zum
Zeitpunkt des Arztgepräches gefunden!
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