Veröffentlicht: 15.03.2026. Rubrik: Unsortiert
Rette mich, die Realität?
Idiot, sagte der mir fremde ältere Herr zu mir der den Lieferwagen mit der Spende für die Tafel-Aufschrift verließ, der neben meinem Auto stand. Ich sah ihn an, lächelte, um ihm zu zeigen seine Beleidigung ist abgeprallt. Mit 3 *Rette mich Tüten* im Einkaufswagen schien ich ihn verärgert zu haben.
„Kommt noch mehr?“
Sein Kollege und Mitfahrer kam mir näher, schaute in jede der Papiertüten.
„Hat sich echt gelohnt für Sie. Mein Kollege, schon länger dabei ist schnell sauer, wenn so für uns nicht mehr viel übrigbleibt. Sind Sie Vegetarier oder sogar Veganer?“
„Beides mal so mal so. Ich rette gerne Lebensmittel, sie wohl auch mehr für andere die mit Mercedes zu ihnen kommen, es eigentlich nicht nötig hätten“.
„Sie scheinen ja viel von unseren Kunden zu wissen. So unrecht haben Sie nicht aber da keine amtliche Kontrolle ist, haben wir auch Missbrauch, bleibt nicht aus“. Er drehte sich um, sah den anderen in den Supermarkt gehen, blieb aber stehen bei mir und sah zu wie ich alles im Kofferraum verstaute.
„Wollen sie nicht bei uns mithelfen, wir suchen immer, weil einige abgesprungen sind die sonst mit unserem Lieferwagen fuhren“.
Ich sah ihn an, schwieg er sprach weiter. „Die Kunden werden mehr, meckern oft und fragen nach Sachen, obwohl alles offen sichtbar bereitsteht. Sonderwünsche werden nicht erfüllt“. Er grinste steckte sich eine Zigarette an.
„Tabakwaren oder Spirituosen verteilen sie aber nicht, oder doch?“
„Sie sind lustig. Ich kenne das von der Ausgabe, wenn nach Lachs oder Lammfleisch gefragt wird. Einige sind verwöhnt, drängeln sich vor und ohne Ärger geht es nie an einem Ausgabetag“.
Sein Kollege kam, trug eine Retter-Tüte mit beiden Händen, mit sichtbar feuchter Seite und verärgertem Gesicht mit Blick zu mir hin.
„Steigen Sie besser ein, der alte Griesgram pöbelt gleich wieder los. Den kann keiner bei uns leiden, das Personal in den Läden, die wir anfahren müssen, mögen ihn nicht. Er ist halt als Fahrer eingeteilt, ich nicht, bin neu und nur der Beifahrer. Schönen Tag noch“.
Wir stiegen beide ein, jeder in sein Fahrzeug. Warum sein Kollege mit Faust auf mein Autodach schlug, zart nicht mit Gewalt, nahm ich grinsend hin griff zum Handy. So schaffte ich es noch von dem netten Herrn unbemerkt von ihm ein Foto zu machen. Gesichter sollte man sich merken von derart Personen, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Gutmenschen können es auch übertreiben und die Rette-mich-Tüten mit unterschiedlichen Sorten an Gemüse und Obst müssen nicht im Abfall landen m.E.
Mein Text ist die Realität und sie geht sogar noch weiter mithin zu der Kleiderkammer, wer dort alles für kleinstes Geld oder umsonst alles bekommt. Leider wird dort auch eher Müll abgestellt auf der Rampe der Annahme. Leider gibt es bekannt gewordenen Fälle, wo Markenbekleidung danach bei eBay weiterverkauft wurde. Es wurde erkannt an den neu angenähten besonderen Knöpfen.
Sozialläden sollten überall in den Innenstädten sein so wie in Berlin als Beispiel. Ist aber nicht überall und in anderen Städten nur am Stadtrand zu finden für den der danach sucht. Dort hat jeder Zutritt und nicht nur… Bedürftige.






