Veröffentlicht: 04.04.2026. Rubrik: Unsortiert
Sitten und Bräuche
Unsere Zeit steht im Zeichen des hemmungslosen Verkehrs. Die Folge ist, dass die Menschen bunt durcheinander gewürfelt werden und sich ihrer Herkunft und Stammesart kaum noch bewusst sind. Auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land schwinden mehr und mehr dahin. Es ist daher um die Überlieferung alter Sitten und Bräuche übel bestellt. Vieles von dem, was unseren Vorfahren in Fleisch und Blut übergegangen war, wird von dem gegenwärtigen Geschlecht kaum noch gekannt. Man muss schon zu den alten Leuten gehen, um zu erfahren, was in dem Dorf, der Kleinstadt üblich gewesen ist. Da klingt es dann wie eine traute Sage, wenn wir hören, dass das ganze Leben unserer Altvorderen, von der Wiege bis zum Grabe, von einem Kranze altherkömmlicher Gebräuche sinnig umrankt wurde. Man möchte wünschen, dass manches davon wieder neu belebt würde; unser etwas eintönig gewordenes Dasein könnte dadurch nur gewinnen.
Diese Worte, stehend in einem alten Heimatbuch schrieb 1927 ein Rektor im Ruhestand A. Lomberg. Da spürt man noch die Liebe zur Heimat, dieses Heimatgefühl was heute fast überall verloren ist, man will ja modern sein. Unser heutiger Völkermischmasch um uns herum hat möglicherweise Vorteile, fragt sich nur für wen. Verloren haben wir dafür viel, und ob das für die Zukunft unserer Kinder und Enkel wirklich alles so erstrebenswert ist oder war muss Jeder selbst entscheiden. Derzeit sehe ich da dunkle Wolken am Horizont, es wird viel verloren gehen.
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