Veröffentlicht: 11.05.2026. Rubrik: Grusel und Horror
Das Buch - 3 "Bruderschaft"
Die hohen Decken waren gestützt von Subtil gestalteten Pfeilern aus Marmor. Die Großen Mosaik Fenster zeigten Bilder, Geschichten einer Legende aus längst vergessenen Zeiten. Tagsüber wurden sie beleuchtet durch die strahlende Sonne und Nachts vom fast schon gespenstisch leuchtenden Mond. Die Große, hölzerne Tür öffnete sich. Hinter ihr eine riesige Halle voll mit Kerzen und Laternen. In der Mitte ein Symbol mit schwarzer Farbe auf den Boden gezeichnet. Am Rande des Symbols standen 13 Maskierte Gestalten. Die Masken unter den großen Kapuzen der langen Roben waren geschnitzt aus Eiche. Grauenhafte Fratzen wie aus einem Alptraum waren die Vorlage gewesen. Leise singend und sich im Rhythmus verbeugend fokussierten sie sich auf etwas in der Mitte des Symbols. Eine junge Frau, gefesselt und bewusstlos lag sie fast schon friedlich schlummernd vor ihnen. Der Gesang wurde lauter und sie wachte auf. Ein stechender Schmerz in ihrer Brust brachte sie zum schreien. Ein Schrei voller Qual und Furcht. Der Gesang wurde immer lauter und lauter. Ihr Kopf begann zu schmerzen. Eine Träne lief ihre Wange entlang. Auf einmal hörte sie eine Stimme, kaum wahrnehmbar und in einer unbekannten Sprache. Obwohl sie die Sprache nicht kannte konnte sie diese, trotz allem verstehen.
Sie flüsterte:
„Lauf. Mädchen. Lauf wenn der Blitz einschlägt.“
Der Gesang der Maskierten Wesen entwickelte sich zu einem schreien, die Kerzen flackerten immer stärker, die Temperatur in der Halle begann zu sinken und mit einem lauten Knall schlug ein Blitz durch eines der Großen Fenster und ließ den Gesang verstummen. Sie erkannte das nun der Zeitpunkt gekommen war. Sie stemmte sich auf und rannte. Sie rannte zu dem nun zerstörten Fenster. Durch die Scherben schnitt sie ihre Fesseln durch und verschwand durch die Öffnung. Die Maskierten standen auf und brüllten mit unmenschlichen Stimmen:
„Schnappt sie. Sie muss dem Meister als Opfer dargebracht werden!“
Unter Schmerzen wuchsen die Gliedmaßen der Maskierten. Der Rücken krümmte sich mit knackenden Knochen. Ihre Schreie waren furchteinflößend und animalisch. Sie liefen nun nicht mehr wie Menschen. Wie eine Bestie rannten sie auf allen Vieren und sangen dabei die Verse des Gebets. Sie verfolgten das Mädchen in den Wald bis zu einem sehr alten Baum. Ein Baum welcher durch den „Meister“ gesegnet wurde. Sie war gefangen. Es war bereits zu spät für sie. Der „Meister“ hat sie bereits an sich genommen. Die Bestien lachten und feierten. Es war vollbracht.
Die Stimme welche das Mädchen hörte war eine Falle. Ein krankes Spiel nur zur Unterhaltung der Entität welche „Meister“ genannt wurde. Die Kreaturen krochen zurück in die Halle und verstummten. Sie verfielen wieder in einen tiefen Schlaf, wartend auf den Ruf des „Meisters“.
Ein neuer Tag brach an.
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