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4xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 19.05.2026. Rubrik: Aktionen


Ihr bester Freund, der Wind

Kapitel 1: Das Gewitter

Es war früher Abend, als Aurora die ersten Vorboten eines Gewitters spürte. Der Regen wurde immer stärker und war nun sogar bei geschlossenem Fenster zu hören, und bald darauf grollte bereits der Donner. Im Gegensatz zu vielen Menschen hatte das Mädchen keine Angst vor Gewitter, im Gegenteil. Aurora liebte es, wenn der Wind stark durch den Wald pfiff, der Regen fiel und Blitze zu sehen waren. Obwohl sie mit ihren 15 Jahren eigentlich intelligent und alt genug war, dass sie wissen sollte, dass Blitze und Unwetter gefährlich waren, wenn man unter freiem Himmel stand, ging sie regelmäßig hinaus in den Wald. Ihr Vater, welcher eine Land- und Forstwirtschaft betrieb, hatte schon oft versucht, es ihr zu verbieten, doch bisher hatte Aurora immer einen Weg gefunden, dem Wind nahe zu sein. Schon seit sie vier Jahre alt war, hörte sie die Stimme des Windes in ihren Gedanken, doch jeder, dem sie es bisher erzählte, hielt sie für verrückt. Dies störte Aurora jedoch nicht besonders, denn mit dem Wind konnte sie sprechen und ihm alles anvertrauen, was ihr auf der Seele brannte. Schon als kleines Mädchen hatte sie den Wind gefragt, ob er einen Namen hatte. "Ich besitze keinen Namen", hatte er geantwortet. "Aber ich glaube, das ist auch nicht so wichtig, um miteinander befreundet zu sein." Seither ging Aurora jeden Tag hinaus in den Wald, denn sie stellte auch schon bald fest, dass sie auch mit Tieren und Pflanzen sprechen konnte. Mit sieben Jahren pflegte sie ein kleines, verletztes Vögelchen wieder gesund, und seither war dieser Vogel ihr ständiger Begleiter. Auch an diesem Abend erhob sich das Mädchen von ihrem Bett. "Tiko, komm, wir gehen raus!", rief sie, und der kleine, zwitschernde Vogel flog ihr hinterher. Sofort war Aurora bis auf die Haut durchnässt, doch es war ihr einerlei. Sie wollte nur den Wind und Regen auf ihrer Haut spüren und die Stimmen von Wind, Regen, Donner und den verschiedenen Pflanzen hören. "Hallo Aurora", hörte sie die Stimme des Windes in ihrem Geist. "Hallo!", rief das Mädchen und hüpfte mit ausgestreckten Händen in die Luft, als hoffte sie, fliegen zu können. "Ich habe dich bereits erwartet", sprach die tiefe Stimme des Donners. "Ich freue mich, dass ihr wieder da seid", antwortete Aurora. "Es gibt auch einen wichtigen Anlass, warum wir heute hier sind. Wir müssen dir etwas sehr Wichtiges mitteilen." Aurora wurde neugierig und sprach kein Wort. "Es hat einen Grund, weshalb du unsere Stimmen hören kannst, und da dein Vater und deine Ersatzmutter es nicht tun, müssen wir es übernehmen." Aurora hatte ihre richtige Mutter nie kennengelernt. Ihr Vater hatte stets gesagt, dass diese ihn verlassen hatte und für ihn gestorben war. Als sie ganz klein war, hatte ihr Vater ein Kindermädchen organisiert, welches auf Aurora aufpassen sollte. Zwischen den Beiden entstand zuerst eine Freundschaft, und irgendwann sah Aurora sie als ihre Ersatzmutter an, und sie zog in das Haus ihres Vaters ein.

Kapitel 2: Die bittere Wahrheit

"Du bist kein Mensch", fuhr der Wind fort. "Man hat dich nur als Baby auf die Erde gebracht, um dich vor Gefahren zu schützen. Eigentlich gehörst du in die Welt Elyndar. Du musst wissen, dass du eine Halbelfe bist, aber nicht zur Hälfte Mensch, sondern Fee. Für mehr Informationen musst du deinen Vater und deine Ersatzmutter befragen, weil wir ihnen die Chance geben wollen, es dir selbst zu sagen. Solltest du jedoch in fünf Tagen noch keine neuen Informationen haben, begebe dich sofort wieder in den Wald. Ich, der Wind werde dich dann mit meiner Kraft nach Elyndar bringen." Mit diesen Worten hörte das Gewitter schlagartig auf. Der Regen ließ als Erstes nach, dann verschwanden die Blitze und der Donner. Der Wind strich noch einmal über Auroras Haut, bevor es fast windstill wurde. Ratlos stand sie für einen Moment nur da, beschloss dann aber, ihrem Vater von diesem Ereignis zu berichten.

Ende, aber die Vorlage für eine neue Geschichtsreihe von mir, sobald ich die Geschichte über die Hexe fertig habe

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Butterblume am 19.05.2026:

Super Idee.

Gute Nacht

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