Veröffentlicht: 20.05.2026. Rubrik: Persönliches
Die Vernunft hat gesiegt
Vor drei Wochen etwa hatte ich meine Geschichte "Ein Dialog zwischen zwei inneren Stimmen" veröffentlicht. Seither hat sich etwas geändert. Vor genau 14 Tagen kämpfte die Vernunft erfolgreich gegen den inneren Schweinehund, welcher sich all die Jahre in mir eingenistet hatte. Es war ein ziemlich harter Kampf, und der innere Schweinehund hat sich mit ganzer Kraft gewehrt. Plötzlich zog ich jedoch eine Geheimwaffe aus meinem Geist heraus, Motivation. Woher genau ich plötzlich diese Motivation hatte, weiß ich selbst nicht, aber zusammen mit Vernunft konnte der innere Schweinehund besiegt werden. Ich sperrte ihn in ein geistiges Gefängnis und verschloss dieses mit einer mächtigen magischen Barriere, so stelle ich mir das vor. Ab und zu versucht er noch immer, gegen diese Magie anzukommen, doch das hat keinen Erfolg.
Am 6.5.2026 fing ich also an, Bewegung zu Hause zu machen. Während ich irgendein Hörbuch oder eine Sendung hörte, ging ich in meiner Wohnung auf und ab. Es gab und gibt zwar faule Tage, immer dann, wenn mein innerer Schweinehund ganz besonders gegen sein Gefängnis ankämpft, doch bisher konnte ich immer gewinnen, auch wenn ich an diesen Tagen mein Ziel, mindestens 15 und seit einer Woche gesteigert mindestens 20 Minuten Bewegung zu machen, nicht immer erreicht habe. Dennoch habe ich an jedem Tag wenigstens ein wenig Bewegung gemacht, und sei es nur, dass ich jeden Fuß50mal weit nach oben gestreckt habe. Also 50mal hoch und wieder runter. Das geht auch ganz schön auf die Muskeln, muss ich sagen.
Aber ich habe inzwischen schon einen Erfolg zu vermelden. Gewicht habe ich zwar noch nicht abgenommen, da mein innerer Schweinehund es mir nicht leicht macht, meine Ernährung anzupassen. Überall gibt es Verlockungen, welche mir zurufen: "Iss mich!" Dennoch habe ich Veränderungen festgestellt. Wenn ich mit einem Freund 15 Minuten zu ihm nach Hause gehe, habe ich immer geschnauft, als käme ich von einem anstrengenden Lauf. Er geht zwar recht zügig, doch von Laufen sind wir da noch weit entfernt. Inzwischen hat sich das Schnaufen deutlich reduziert. Ich nehme aber auch seit vier Wochen ein neues Nahrungsergänzungsmittel ein, ja ich weiß, darüber lässt sich streiten und ich möchte gar keine Grundsatzdiskussion darüber entfachen, aber ich habe das Gefühl, dass es mir hilft.
Ich hoffe natürlich, dass ich es langfristig schaffe, meine Ernährung ebenfalls umzustellen und ärgere mich manchmal über mich selbst, weil der sprichwörtliche Knopf erst jetzt aufgegangen ist. Ich habe wertvolle Zeit mit Faulheit vertan. Dennoch blicke ich nun nach vorne und hoffe, dass ich an meinen Zielen dranbleibe. Bisher hält die Bewegungslust schon einmal länger als bei all den Versuchen vorher. Nach spätestens einer Woche hat der innere Schweinehund sich sein Reich zurückerobert.
1x



