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geschrieben von RobertZ.
Veröffentlicht: 23.05.2026. Rubrik: Unsortiert


Die 7 Türen

Die 7 Türen

Einst ein Same, aus dem ein Strauch entstand. Ein Strauch, aus dem ein Baum hervorging. Groß und glorreich mit mächtigen Ästen, die Lebensraum selbst für die Kleinsten schaffen.

In den Sommermonaten erstrahlt er im schönsten Grün, bis der Herbst sein Farbenspiel beginnt.

Für kurze Zeit, denn der Winter naht, das einst so grün, das Farbenspiel sinkt zu Boden, dem Tode nahe, ein langer Schlaf bis zum nächsten Frühling.

7 Türen wie beim Menschen. Die erste Türe, unsere Entstehung, im Leibe der Mutter reifen wir heran, 9 lange Monate.

Die zweite Türe, die wir als Geburt unser eigen nennen, das Licht der Welt erblicken und Leben dürfen.

Die dritte Türe unserer Jugend, welch Unfug haben wir getrieben, unbesiegbar gefühlt, um der Welt ein Loch zu schlagen. Keine Angst vor dem Morgen.

Die vierte Türe, aus den Kinder- und Jugendschuhen erwacht, und plötzlich alles anders. Du spürst, wie Macht und Geld dieser Welt dich zum Untertanen machen.

Du musst gehorchen, dich in Geduld üben, lernen zu vergessen und zu verzeihen. Die Karten sind gemischt, und plötzlich auch Angst vor dem Morgen.

Die fünfte Türe, nun sind wir alt, vieles erlebt, gutes wie auch schlechtes, die Gedanken drehen sich im Kreise, Erfahrung kann des Körpers Verfall nicht aufhalten, zu sehr mental wie auch körperlich ausgelaugt braucht es nun Hilfe, bei Dingen, um die wir uns nie Gedanken machten.

Die sechste Türe, der Fährmann wartet, Gevatter Tod wetzt seine Sense. Wann kommt der Tag, an dem er ruft: „Komm mit, mit mir. Deine Sorgen, dein Leid werden vergangen sein und du darfst endlich ruhen.“

Die siebte Türe ist ein Mysterium. Ein Baum im Winter, der den Tod wirkt, entfaltet sich im Frühjahr neu, aber wir? Ist der Tod das Ende oder der Beginn einer neuen Runde?

Himmel oder Hölle, neues Leben oder für immer im Dunkel der Erde liegen, viele Fragen, aber keine Antwort. Zu rasch verging das Leben, die sechs Türen, durch die wir geschritten sind.   Die siebte nicht zu begreifen.

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