Veröffentlicht: 10.07.2026. Rubrik: Satirisches
Murphys Kaffeepause
Ich geh geschniegelt durch den Flur,
da knallt mein Ellbogen gegen die Tür.
Ich frag mich noch: „Wie geht denn das?“
Der Türrahmen denkt: „Na, mit viel Spaß!“

Beim Essen beiß ich auf die Zunge,
sie schwillt sofort, die arme Lunge...
Na gut, die Lunge bleibt verschont,
doch reden wird jetzt nicht belohnt.
Ein Schluck Kaffee, ganz ohne Hast,
da wird erzählt – ich bin der Gast.
Ich lach, verschluck mich, prust heraus...
Der Tisch denkt nur: „Na, danke Klaus!“
Im Garten geh ich ganz geschniegelt,
der Blick zum Himmel fest verriegelt.
Ein Ast sagt: „Hallo!“ – klack, bonjour!
Jetzt kenn ich seine Rinde pur.
Ich suche dann den Autoschlüssel,
durchwühl den Tisch und jeden Kübel.
Nach zehn Minuten voller Wut
steckt er im Schloss. Das steht ihm gut.
So geht es Tag für Tag dahin,
mal fehlt der Schlüssel, mal der Sinn.
Doch eines hab ich längst erkannt:
Perfekt sein macht doch uncharmant.
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