Veröffentlicht: 29.07.2026. Rubrik: Satirisches
Beizeiten…
waren wir heute unterwegs, bevor das Zentralgestirn über uns weit größere Macht entfaltet, sprich bevor es heißer wird. Um neun Uhr (MEZ) hatte es schon vierundzwanzig Gräder Celsius, im Schatten. Das erste vierbeinige Wesen was uns unterwegs begegnete, war ein Berner Rüde, so groß wie unser Alf aber total verspielt. War ziemlich neu, der Hundekerl und roch vermutlich noch nicht nach Geschlechtsreife so dass der Unsere nicht knurrte oder bellte und die vermeintliche Konkurrenz umgehend bekämpfen wollte. Der Berner Senn raste gleich zu mir, wollte gestreichelt werden. Danach kam dann der zugehörige menschliche Führer und ich musste ihm leider Vorbehalte machen, weil sein Hund leinenlos inmitten eines Wohngebietes unterwegs war. War zwar ein total harmloses freundliches Tier, aber woher hätten dies unterwegs befindliche Personen , die uns begegneten, wissen sollen!
Möglicherweise hätte es eine Panik unter den Passanten ausgelöst, die Urangst vor dem Wolf wäre hochgekocht (dazu haben auch die Brüder Grimm nicht ganz unwesentlich beigetragen, falls die Betroffenen in ihrer Kindheit Märchen gelesen bzw. vorgelesen bekommen haben).
Vermutlich wären die meisten Menschenwesen wild kreischend in alle möglichen Richtungen auseinandergestoben und eventuell hätte der KOB (Kontaktbereichsbeamte, der Nachfolger vom Abschnittsbevollmächtigten der Volkspolizei) den Ausnahmezustand über unser Dorf verhängt.
Und das Alles nur weil man seinem Hund gewisse Freiheiten zugestehen wollte.
(O.R.F.)
3x



